Auf dieser Seite 
Einträge
1001 — 1100
1001 Abt Purchart (II.), Abt bis 1022.
1004 Der deutsche König Heinrich II. bestätigt in Zürich die Privilege des Klosters St. Gallen.
1006 1. Mai
St. Galler Mönche beobachten ab diesem Datum auf einem Hügel oberhalb der Stadt während rund drei Monaten eine
Supernova.
1006 Abt Purchart lässt einen Erd- und Himmelsglobus machen, dieser geht im Laufe der Geschichte verloren.
1022 17. Juli
Die aus Süditalien zurückkehrenden Truppen Kaiser Heinrichs, unter Ihnen auch Abt Purchart und
Konventuale, werden auf dem Heimweg von der Pest oder einem anderen Virus befallen, dem der Abt und viele am Kriegszug beteiligte zum Opfer fallen.
1022 Abt Thietpald, Abt bis 1034.
1027 Kaiserin Gisela, Gemahlin Konrad des II., besucht das Kloster St. Gallen.
1033 Abt Thietbald und das Kloster werden von Liutgard der Gemahlin Kayser Konrads II. reich beschenkt.
1034 Abt Nortpert, Abt bis 1072.
1047 Wiborada wird als erste Frau durch Papst Clemens II. Heilig gesprochen. Wiborada war die Tochter eines adeligen Mannes aus dem Aargau. Anno 915 zog sie auf den Irahügel zur Kirche des heiligen Magnus und liess sich in eine Zelle einmauern, dort wurde sie um 926 von den Ungaren ermordet.
1055 bis 1121 Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Ulrich von Eppenstein, 1077 bis 1121 Abt von St. Gallen und ab 1079 auch Gegenabt von Reichenau und ab 1086 bekam er zusätzlich das Patriarchat von Aquileia.
1057 Ekkehard IV verfasst die Geschichte des Klosters.
1061 Abt Nortbert von St. Gallen stiftet im neu gegründeten Ort Abbacella eine Kirche und verleiht ihr beträchtlichen Grundbesitz, der in etwa den heutigen Halbkanton Appenzell Innerrhoden ausmacht.
1071 Abt Norbert stattet die von ihm gegründete Kirche in Abbacella mit Zehnten und anderen Einkünften aus.
1072 Abt Ulrich (II.), Abt bis 1076.
1077 Abt Ulrich von Eppenstein, er führt das Schwert zumindest so gut wie das Kreuz, wenn nicht gar besser, er war 1079 auch Gegenabt von Reichenau. Abt bis 1121
1077 Abt Ulrich von Eppenstein errichtet auf den Grundmauern eines verfallenen römischen Kastells in Heerbrugg eine Festung, Herburch oder Herrenburg genannt. Die Festung beherrschte die Heerstrasse vom Rheingau nach Rätien.
1077 Gegenabt Lutold, Abt bis 1083.
Ergänzung
1078 Im Krieg zwischen Abt Ulrich III. und Gegenabt Lütold verzeichnet ersterer Erfolge indem es ihm gelingt die Insel Reichenau zu erobern.
1079 Der seit 1075 tobende Investiturstreit hat die Zerstörung von Brigantia durch die Truppen Abt Ulrichs von St. Gallen zur Folge.
1079 Äbtische Truppen erobern die Abtei Reichenau.
1079 Durch die Truppen von Abt Ulrich wird die Kyburg erobert und eingeäschert.
1079 Der Investiturstreit veranlasst den St. Galler Abt, mit seinen Truppen die Burg Hittingin zu zerstören.
1080 Eccard von Nellenburg, Abt von Reichenau, überfällt die Stadt gleich zweimal, bemächtigt sich des Klosters, zerstört Teile davon und errichtet hoch über der Stadt die Burg Bärenegg mit doppelten Graben.
1080 Abt Ulrich II. von Eppenstein errichtet die Burg Rachinstein beim Saum in Herisau.
Ergänzung
1080 Mit Reliquien der heiligen Fides aus der Abtei Conques versehen, baut Abt Ulrich von Eppenstein östlich der Stadt auf einem kleinen Hügel eine Kirche, St. Fidenkirche genannt.
Ergänzung
1080 Abt Ulrich III., im Krieg mit Gegenabt Lütold, erobert die Stadt Marktdorf und Schloss Kochersburg beide in Deutschland, sowie in Österreich die Stadt Bregenz. Auch die Schlösser Kyburg und Ittingen werden erobert.
1081 Abt Ulrich III. erobert hoch über der Stadt die Burg Bärenegg zurück und vernichtet diese bis auf die Grundmauern, die Besatzung wird erschlagen, dabei findet Volknand I von Toggenburg den Tod.
1083 Nach Rache sinnend will Diethelm II. von Toggenburg zusammen mit dem Abt von Reichenau das Kloster überfallen, bei Kräzern an der Sitter, wo sie von dem für sie unvorteilhaften strategischen Aufmarsch durch das Herr des St. Galler Abtes erfahren, treten sie wieder den Rückzug an.
1083 Gegenabt Werinhar, Abt bis 1086.
1084 Bei den Kämpfen zwischen Abt Urlrich III. und Gegenabt Werinhar wird Aue des Herin verwüstet.
1084 Graf Burkhard von Nellenburg überfällt-, plündert und brandschatzt, wie schon sein Bruder Ekkehard 1080 im Investiturstreit das Kloster St. Gallen.
1085 In Abwesenheit von Diethelm II. von Toggenburg, erobert Abt Ulrich III. mit einem städtischen Heer dessen Burg, die Alt Toggenburg und zerstört diese.
1085 Abt Ulrich III. von Eppenstein stellt sich im Investiturstreit auf die Seite des Kaisers. Aus Furcht vor der Rache des Papstes baut er auf dem Eichenbohl an der Landstrasse nach Rorschach eine Kapelle, der hl. Fides geweiht.
1086 Abt Ulrich übernimmt das Patriarchat von Aquileia und lebt nun hauptsächlich in Italien.
1086 Erstmals werden Stadtbewohner als Bürger bezeichnet.
1086 Abt Ulrich übernimmt im Investiturstreit kurzfristig die Herrschaft über Hohentwiel.
1086 Pestilenz vergrössert das ungeheure Elend der von den Kriegen gezeichneten Bevölkerung.
1088 Lütold I. der Sohn des Erbauers der Burg Alt-Regensberg, hoch über dem Weiler Altburg, nahe am Katzensee, fällt im Kampf gegen den Abt von St. Gallen.
1092 28. März
Auf Vorschlag von Abt Ulrich von St. Gallen wird der ehemalige St. Gallermönch Arnold von Heiligenberg durch Kaiser Heinrich IV. zum Bischof von Konstanz erkoren. Von den Konstanzerbürgern verhindert, unternahm es Abt Ulrich, mit Waffengewalt den Amtsantritt von Arnold von Heiligenberg zu erzwingen.
Ergänzung
1100 Die St. Mangenkirche wird erbaut.
1100 Die Abtei St. Gallen vergibt den Klosterbesitz, den Oberndorfer Königshof mit Taufkirche St. Remigius am oberen Neckar als Schenkenlehen an die Herzöge von Zähringen.