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1201 — 1300
1202 Abt Heinrich von Klingen leistet mit seinen Truppen Kriegsdienste gegen den Bischof von Würzburg.
?bis 1202 Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Ulrich von Tegerfelden, 1166 bis 1167 Propst und 1167 bis 1199 Abt von St. Gallen und gleichzeitig 1170 bis 1179 Bischof von Chur.
1204 Abt Ulrich von Sax, Abt bis 1220.
1205 Abt Ulrich von Sax baut die Burg Forstegg in Sennwald.
1206 Die durch den Grafen von Montfort-Feldkirch belagerte Burg Forstegg in Sennwald wird durch Truppen des Abtes befreit.
1207 Unter Heinrich von Sax, dem Bruder des Abtes kämpft eine Heerschar von Reisigen aus St. Gallen, in Spanien gegen die Sarazenen.
1207 Die Äbte von St. Gallen gelten künftig auch als Reichsfürsten (Fürstäbte).
1207 Zur Sicherung der fürstäbtischen Herrschaft St. Gallen bauen Abt Ulrich und Heinrich von Sax die Feste Clanx bei Meistersrüti.
1208 Abt Urlich VI. zieht mit seinen Truppen nach Bischofszell und verwüstet die Besitzungen des Bischofs von Konstanz.
1208 Der Anspruch beider Kontrahenten auf die Feste Rheineck bewirkt, dass es auf dem Breitfeld zwischen den Truppen des Bischofs von Konstanz (Werner von Staufen) und des Abts von St. Gallen (Ulrich VI. von Sax) zu einer Schlacht kommt. Die nicht zuletzt im entscheidenden Moment mit den auf dem Schlachtfeld eintreffenden Truppen des Grafen von Kyburg die Niederlage des Abtes bewerkstelligten.
1209 Zur Erinnerung an die Schlacht vom Breitfeld, von 1208, zwischen den Truppen des Bischofs von Konstanz (Werner von Staufen) und des Abts von St. Gallen (Ulrich VI. von Sax) wird ein Bildstock errichtet.
Ergänzung
1209 König Otto IV. übernimmt die St. Galler Reichsvogtei.
1210 Die Herren von Rorschach, Ministerialen der Abtei St. Gallen, erbauen St. Annaschloss.
Ergänzung
1210 In der Spiservorstadt wird das Seelhaus gestiftet.
1212 18. November
Abt Ulrich von St. Gallen überträgt dem Johanniterhaus Bubikon gegen einen jährlichen Zins Güter in Ürschhausen, Ober- und Unterstammheim.
1212 Auf seiner Reise von Sizilien nach Deutschland besucht der Neue Kaiser, Friedrich von Stauffen die Stadt St. Gallen und ernennt diese zur freien Reichsstadt. Als Wappen erhält sie einen auf den Hinterbeinen stehenden schwarzen Bären mit weissem Hintergrund.
1212 Zur Sicherung der Steuer- und Militärleistungen wie z.B. der Fronarbeit beim Bau der Burg Clanx, wird das Appenzellerland durch den Abt von St. Gallen in Rhoden aufgeteilt, diese sind jeweils einem Rhodsmeister (Ammann) unterstellt.
1213 Kaiser Friedrich II. stiftet den Ritterorden vom Bären, auch Bärenorden oder Sankt-Gallus-Orden genannt.
Ergänzung
1215 2. Mai
Grosser Stadtbrand, innerhalb der Stadtmauern brennen, sechs Häuser und das KLoster ausgenommen, alle Häuser ab.
1215 Bau des Glocken- oder Ulrichturms an der Nordostecke des Klosters.
1219 Betreffs Zinsen wird erstmals Haggen erwähnt „ad Hacon et ad Bruccon et ad Chrazarun” bezeichnet.
1219 Auf dem steinigen Hügel Linsinböl, an der Reichsstrasse nach Wien, wird erstmals ein Siechen- und Seelhaus erwähnt. Der Truchsess Ulrich von Singenberg, der spätere Mitgründer des Heiliggeistspitals, sichert mit einer Jahrzeitstiftung den Bestand der Einrichtung.
?bis 1220 Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Ulrich von Sax, 1204 bis 1220 Fürstabt in der Fürstabtei St. Gallen.
1220 Abt Rudolf von Güttingen, Abt bis 1226.
1220 Gegen jährlichen Zins übergibt Abt Rudolf von St. Gallen dem Kloster Salem eine Schuppose in Uhldingen(De).
1220 Die Stadt ist im Besitz des Brühls, Gebiet im Bereich von Tonhalle und Kantonsschule.
1225 6. Februar
Den Wohltätern und Besuchern des Klosters wird durch den päpstlichen
Legat Konrad der Ablass gewährt.
1225 An der stark frequentierten Reichsstrasse beim Tempelacker auf dem steinigen Hügel Linsinböl erstellt Abt Rudolf von Güttingen für die Aussätzigen eine dem hl. Martin geweihte Kapelle, vermutlich Vorgängerin der späteren Linsebühlkirchen.
1225 Urkundlich wird die St. Laurenzenkirche beiläufig erwähnt, dabei wird festgestellt, sie besass an Stelle eines Turmes einen Dachreiter.
1226 25. Mai
Papst Honorius III. befielt dem Konvent in St. Gallen, einen neuen Abt zu wählen.
?bis 1226 Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Rudolf von Güttingen, 1220 bis 1226 Abt von St. Gallen und gleichzeitig ab 1224 Bischof von Chur.
1226 Abt Konrad von Bussnang, Abt bis 1239.
1226 Die zerstörte Burganlage Iddaburg wird Besitztum des Klosters St. Gallen.
Ergänzung
1226 Das Schloss Wil fällt an die Äbte von St. Gallen, die es bis zur Aufhebung des Klosters St. Gallen 1798 als Aussenresidenz nutzen.
1227 Bevor er sich dem Kreuzzug ins gelobte anschliesst, schenkt Rudolf von Hagenwil dem Kloster grosse Teile seines Besitzes.
1227 Edle Bürger der Stadt empfinden die harte Hand Abt Conrads als übertrieben. Der Abt reagiert, indem er die nach dem Stadtbrand neu erstellten Häuser von 15 dieser Edlen niederreissen lässt.
Ergänzung
1228 Abt Konrad von Bussnang bestätigt die Vergabung der Hofstadt bei St. Mangen durch Berthold Kuchimeister und Ulrich Blarer an eine fromme Frauengemeinschaft von Beginen. Der Zins beträgt jährlich ein Pfund Wachs. Der Grundstein zum künftigen Katharinenkloster ist somit gelegt.
1228 Das Heiliggeistspital an der Markt-, Kugelgasse übernimmt seine Aufgabe. Gründer sind der Truchsess Ulrich von Singenberg und der Bürger Ulrich Blarer. In der Gründungsurkunde vom 2. September steht (als Obhut für die Kranken und als Zuflucht für die Armen).
Ergänzung
1228 Das Palatium abbatis wird zum erstenmal erwähnt.
1228 Der frühere Rindermarkt wird in den Büchern erstmals als Marktplatz erwähnt.
1228 September
König Heinrich nimmt Abt Konrad von St. Gallen in seinen Beraterstab auf.
1229 21. Oktober
Im Auftrag von Papst Gregor IX. sorgt der Bischof von Bologna dafür, dass Kaufleute aus Rom und Siena endlich vom Kloster St. Gallen geschuldetes Geld bekommen.
1229 Der deutsche König schenkt dem Kloster den Hof Kriessern.
1229 Die im Dienste des Abtes stehenden Herren von Bernegg bewohnen das Schloss gleichen Namens bei Hinwil.
1229 Das Kloster kauft Herrschaft und Burg Grüningen.
1230 Die Herren von Iberg, Dienstleute des Fürstabts von St. Gallen, erbauen auf einem Abtlehen die Burg Iberg ob Wattwil.
1230 Das Kloster Einsiedeln verliert seinen Grundbesitz in Grüningen an das Kloster St. Gallen.
Ergänzung
1232 Hermann, Margraf von Baden übergibt die Dörfer Utispur, heute Itterbach und Wolmerbur dem Kloster St. Gallen.
1234 13. Februar
Das Heiliggeist-Spital in St. Gallen kommt mit allen Gütern und Rechten in den Schutz des Papstes Gregor IX.
1234 2. August
Friedensschluss zwischen Abt Konrad von St. Gallen und Graf Diethelm von Toggenburg.
Ergänzung
1235 Die hohe Belastung durch Abgaben an den Abt führt zum Aufruhr. Abt Konrad von Busnang bricht mit seiner Streitmacht in die Stadt ein und brennt den fünf Anstiftern die Häuser nieder.
1235 St. Laurenzen erhält den Rang einer Pfarrkirche.
1236 20. Februar
Der Abt und die für Rückstellung der Burg Uznaberg verantwortlichen Bürgen werden vom kaiserlichen Hofrichter ihrer Verpflichtung enthoben, da Diethelm von Toggenburg den Friedensvertrag mit dem Abt nicht eingehalten hat.
1238 Die Gesellschaft der Notensteiner, wird erstmals erwähnt. Sie entsprach in etwa dem heutigen kaufmännischen Verein.
1239 Nur dem Umstand der feierlichen Versicherung, dass keine Genesung von seiner Krankheit mehr möglich sei, ist zu verdanken, dass der sehr unbeliebte Abt Konrad nicht ermordet wird.
1239 Abt Walter von Trauchberg wird in einer etwas zwiespältigen Wahl zum Abt gewählt. Abt bis 1244.
1240 Die Stadt schliesst mit den Bodenseestädten eine Münzkonvention.
1244 3. April
Abt Walter von Trauchberg entsendet einige Frauen aus der Hofstatt am Irabach nach Trauchberg im Allgäu, wo sie ein
Zistersienserinnenkloster gründen.
1244 25. November
Die Toggenburger Grafen erneuern die Fehde gegen den Abt und besetzten Wil. Abt Walter von Trauchberg fühlt sich der aktuellen Situation nicht gewachsen und
resigniert.
1244 Unter der Leitung der Meisterin Adelheid zieht ein Teil der Beginen aus der Hofstatt am Irabach aus und zieht nach Magdenau.
1244 Der Mönch und Pförtner Berchtold von Falkenstein wird als Abt gewählt, Abt bis 1272.
1245 Abt Berchtold von Falkenstein belagert mit seinem Heer, mit Unterstützung der Truppen von Bischof Heinrich von Konstanz und jener von Hartmann von Kyburg, während fünf Wochen das Städtchen Wil. Kraft I. von Toggenburg musste das Städtchen schliesslich den Belagerern übergeben.
1247 4. Juni
Papst Innozenz IV. fordert die Gläubigen der Diözesen Konstanz, Chur und Basel auf, das Heiliggeistspital in St. Gallen zu unterstützen, Quasi als Belohnung gewährt er ihnen für 20 Tage
Ablass.
1247 15. Mai
Das Konzil von Lyon erteilt dem Abt das Recht
Pontifikalien zu gebrauchen.
1248 7. September
Papst Innozenz IV. verlangt vom
Konvent von Rheinau, dem Abt von St. Gallen der als Verwalter eingesetzt wurde, zu gehorchen.
1249 Immer noch als Folge des Toggenburger Brudermordes erobert Graf Kaft I. von Toggenburg die dem Kloster St. Gallen unterstellte Burg Iberg bei Wattwil.
Ergänzung
1249/50 Die Herren von Mammertshofen, ergreifen im Krieg Partei für den Bischof von Konstanz. Die Rache des Abtes lässt nicht lange auf sich warten, er belagert und erobert die Burg seiner abtrünnigen Dienstherren mit seinen Truppen in deren Reihen sich auch Schwyzersöldner befinden.
1250 1. Juli
Der Abt von Einsiedeln vereinigt in päpstlichem Auftrag die Klöster
Rheinau und St. Gallen.
1252 Innerschweizer Söldner kämpfen für die Abtei St. Gallen gegen die Toggenburger Grafen.
1253 Der streitbare Abt Berchtold von Falkenstein lässt auf der Panneregg bei Wattwil ein Blockhaus „Bärenfels” errichten, um von hier das Schloss Iberg zu belagern.
1253 Das Kloster St. Gallen vergibt die Vogteirechte über Grüningen mit den Höfen Dürnten und Altorf an Lüthold VI. von Regensberg.
1254 20. Juni
Papst Innozenz IV. beauftragt den Bischof von Metz, den Abt von St. Gallen zur Bezahlung der durch Schiedsspruch dem Bischof von Konstanz geschuldeten Summe zu zwingen und den Streit um die Feste Rheineck beizulegen.
1255 Estmals wird ein Hof tabulatum urkundlich erwähnt.
1256 Verbrieft sind Klosterbesitzungen in Rudolfstetten (AG).
1258 6. Februar
Papst Alexander IV. überträgt dem Abt von St. Gallen die geistliche und weltliche Verwaltung des Klosters Reichenau.
1258 Albrecht von Ramstein, Probst und Pförtner im Kloster St. Gallen wird Abt im Kloster Reichenau.
1260 Der Abt erbaut an der Steinach eine Walche.
1262 15. September
Priorin Agnes und der Konvent von Münsterlingen übertragen dem Spital St. Gallen einen Acker in Gettinberg.
1262 Erster Beleg für städtischen Fernhandel.
1262 Urkundliche festgehalten ist, dass das Schloss Oberberg, im Besitz der Meier von Oberberg, zur Sicherung des fürstäbtischen Gebietes gegen den Bischof von Konstanz und die Grafen von Toggenburg dient.
1262 Der Sittergraben bei Bruggen, Kubel, wird seiner Mühlenbetriebe wegen Mulinon genannt.
1264 Rudolf von Hagenwil vermacht das Schloss Hagenwil dem Kloster.
1264 Der seit 1259 schwellende Zwist zwischen Rudolf von Habsburg und dem Grafen Peter II. von Savoyen um das Erbe Hartmanns des Älteren von Kyburg, veranlasst den ersteren, die Güter des verstorbenen im Thurgau und in Zürich sowie das Kloster St. Gallen zu besetzen und seiner Hoheit zu unterstellen.
1266 28. März
H. von Krummenau schenkt dem Kloster St. Gallen sein Gut Horben.
1266 Die Feldnonnen oder Beginen der Hofstatt am Irabach entscheiden sich für die Ordensregel des Augustinus, was das Ende ihres Beginentums bedeutet.
1267 bis 1334 Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Rudolf III. von Montfort, 1322 bis 1325 Bischof von Chur und 1322 bis 1334 von Konstanz. 1330 bis 1333 Fürstabt von St. Gallen.
1267 Das Kloster St. Gallen verkauft seine Güter in Huttinwillare an das Kloster Münsterlingen.
1268 Abt Bertold von Falkenstein baut die Burg Blatten bei Oberried.
1268 An der Augustinergasse wird ein Haus erstellt, in dem seit 1537 ein Restaurant besteht, seit 1887 nennt es sich (Alt St. Gallen). Das Haus beherbergte anno 1799 auch die napoleanische Präfektur.
1268 Erstmalige, schriftliche Erwähnung von Juden in St. Gallen.
1269 Freiherr Lüthold VI. von Regensberg muss die 1253 übernommene Vogtei über Grüningen dem Kloster St. Gallen zurück geben.
Ergänzung
1270 Abt Berchtold gibt an Pfingsten ein glanzvolles Ritterfest mit Ritterschlag, anwesend sind ca. 900 Ritter.
1270 1. Februar
Das Kloster St. Gallen kauft von Graf Rudolf von Montfort einen Anteil an der Burg Neuravensburg.
1271 16. Juli
Endlich kann der Zwist zwischen Abt Berchtold und Graf Rudolf von Habsburg um das Kyburger Erbe als bereinigt erklärt werden.
1271 Abt Berchthold von Falkenstein, in Lindau Gericht haltend, wird von den Lindauerbürgern mitsamt seiner ganzen Entourage gefangen genommen.
Ergänzung
1271 Die Toggenburger, in finanziellen Nöten steckend, verpfänden dem Abt das Städtchen Lichtensteig.
1271 Zur Wahrung der hoheitlichen Rechte wie Niedergericht und der Herrschaft erbaut der Abt von St. Gallen bei St. Margreten die Burg Hellsberg.
?bis 1272 Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Bechtold von Falkenstein, 1244 bis 1272 Fürstabt von St. Gallen.
Ergänzung
1272 Abt Ulrich von Güttingen, Abt bis 1277.
1272 Die Palatium abbatis wird erstmals in deutscher Sprache als Pfalz erwähnt.
?bis 1274 Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Gegenabt Heinrich von Wartenberg, Abt 1272 bis 1274.
1274 Abt Rumo von Ramstein, Abt bis 1281.
1275 Der Brühl, also die Gegend der Tonhalle und der Kantonsschule, wird in Urkunden als Brule erwähnt.
1276 bis 1306 Das Kloster St. Gallen verpfändet in dieser Zeit den Kehlhof von Dielsdorf an die Freiherren von Regensberg.
1276 Abt Rumo verkauft seine Besitzungen in Eschen (FL), bestehend aus Kirchsatz und Zehnten, an das Kloster Pfäfers.
?bis 1277 Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Ulrich von Güttingen, 1272 bis 1277 Fürstabt von St. Gallen.
1277 Papst Johannes XXI. erlässt ein Verbot für Forderungen gegenüber dem Kloster St. Gallen um sich an dessen Klostergütern schadlos zu halten.
1277 Das Kloster St. Gallen verleiht die Vogtei Waltistal an die Edlen von Teufen (ZH).
1277 Abt Rumo von Ramstein kann die Burg Clanx ob Appenzell für St. Gallen züruckgewinnen, indem er den Herren von Ramswag dafür die Burg Blatten im Rheintal und den Hof Waldkirch übergibt.
1277 Dem Heiliggeist-Spital wird ein Besitz aus Wilen bei Bischofszell überschrieben.
1278 Ein Angriff der Appenzeller auf Abt Rumos Burg Clanx oberhalb von Appenzell kann von Entsatztruppen abgewehrt werden.
1280 Das Kloster verpfändet den Kehlhof in Bütschwil an den Grafen von Werdenberg.
1281 König Rudolf I. überreicht der Stadt einen Freiheitsbrief, in diesem wird ihr Schutz gegen fremdes Gericht zugesichert. Ab dato dürfen keine Stadtbürger mehr für den Abt verpfändet oder für den König versetzt werden.
1281 Abt Wilhelm von Montfort, Abt bis 1301.
1281 Die Burg im Martinstobel, später Burg Rappenstein genannt, wird Wohnsitz von Abt Wilhelm von Montfort. Die Burg dürfte zu Anfang der Appenzellerkriege, um 1401, zerstört worden sein.
1282 Ein Schreiben hält die Zinsen und Gefälle verschiedener Örtlichkeiten von Aichilberch an das Kloster St. Gallen feSt. 
1282 bis 1291 Blutiger Konflikt zwischen Abt Wilhelm I. von Monfort und dem Klostervogt, dem Grafen und späteren deutschen König Rudolf von Habsburg.
Ergänzung
1282 Der St. Galler Abt Wilheln I. von Monfort verkauft den Ort Hemmenhofen an das Zisterzienserinnen Kloster Feldbach bei Steckborn.
1284 Mathilde, Witwe des Ammanns von Appenzell, verkauft dem Spital in St. Gallen ihren Weingarten zu Haslen und die dazugehörigen Leute.
1287 Der Zwist zwischen Abt Wilhelm von Montfort und König Rudolf führt dazu, dass äbtische Truppen das Burgstädtchen Svarzinbah Villa stürmen und niederbrennen.
1287 Konrad Schenk von Landeck wird von Abt Wilhelm zum Schlosshauptmann der Burg Singenberg bei Sitterdorf ernannt.
1288 1. Februar
Das Kloster St. Gallen ersteht von Graf Rudolf von Montfort seinen Anteil an der Burg Neuravensburg.
1288 Oktober
Gegenabt Konrad von Gundelfingen, Abt bis 1291, er ist auch Abt vom Kempten im Allgäu (De).
Ergänzung
1288/89 Abt Wilhelm von Montfort nimmt auf der Alt Burg Toggenburg, auch Iddaburg genannt, Zuflucht vor Rudolf von Habsburg.
1289 September
König Rudolf verspricht, die Vogtei zu Wangen für immer in den Händen des jeweiligen Klostervogtes von St. Gallen zu belassen.
1289 28. Dezember
Die hälfte der Rechte an einer
Leibeigenen und ihrem Sohn wird vom Benediktinerkloster St. Georgen in Stein am Rhein dem Kloster St. Gallen geschenkt, künftige Kinder werden den Klöstern gemeinsam gehören.
1289 In einer Fehde zwischen Abt Wilhelm von Montfort und König Rudolf von Habsburg wird die Burg Clanx ob Appenzell zerstört.
1290 Die Abtei St. Gallen kauft aus der Hand der Familie Behem das Schloss Rosenberg bei Berneck.
1290 Konrad von Gundelfingen, habsburgischer Gegenabt des Abtes von St. Gallen, belagert und besetzt die Burg Iberg bei Wattwil.
1291 31. Juli
Abt Wilhelm von Montfort stellt der Stadt die erste
Handfeste aus, er anerkennt damit, dass alle Bürger völlig gleichgestellt sind, freies Erbrecht sowie die freie Verfügung über ihren Grundbesitz haben. Infolgedessen wird das Stadtgebiet entsprechend den Himmelsrichtungen durch vier Grenzkreuze (Fried-Kreuze) gekennzeichnet, im Westen an der Zürcher Strasse, im Norden an der Langgasse und im Osten an der Hagenbuchstrasse und im Süden beim Nestweiher.
1291 Der Abt und die Konventualen gestehen in einem offiziellen Aktenschreiben, dass sie des Schreibens unkundig sind, sie sind nicht in der Lage eine Verleihungsurkunde zu unterschreiben.
1292 25. Februar
Ulrich von Ramschwag, ehemaliger verhasster Reichsvogt kann seine Niederlage nicht akzeptieren. Heinrich von Wartensee, sein Nachfolger, mit Gefolge auf dem Weg nach St Gallen, wird von ihm und seinen Reisigen im verschneiten Riederenholz (am Ostrand der heutigen Stadt) überfallen. Wehrhafte und beherzte Stadtbürger, von Wartensee unterstützend, schlagen in einem blutigen Gefecht die Angreifer zurück.
1292 Hinter der Brotlaube sind jetzt Juden wohnhaft, deshalb wird die Gasse bald Judengass genannt.
1292 Ein Handstreich der Habsburger bringt das Kloster St. Gallen um den Besitz der Stadt Wil, die in Flammen aufgeht.
1294 Der erste städtische Rat wird gebildet.
1296 Das Kloster St. Gallen tritt Güter und Gefälle in Rudolfstetten an das neu gegründete Kloster Gnadenthal ab.
1297 Der Johanniterorden in Freiburg im Breisgau kauft dem Kloster St. Gallen das Patronat über die Kirchzartner Pfarreikirche St. Gallus ab.
1298 Abt Wilhelm zieht mit seinen Truppen an der Seite von König Rudolf gegen Herzog Albrecht von Habsburg ins Feld.
1300 Die Kollatur von Menzenowa geht an das Kloster St. Gallen über.
1300 Das Kloster St. Gallen schenkt dem Heiliggeistspital die Güter in Almensberg und Umgebung (Amriswil).
1300 Der Abt lässt die 1289 zerstörte Burg Clanx ob Appenzell wieder aufbauen.