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1301 — 1400
?bis 1301 Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Wilhelm I. Graf von Montfort, 1281 bis 1301 St. Galler Fürstabt.
1301 Das Kloster St. Gallen übergibt Heinrich II., Bischof von Konstanz, den Ort Wurmlingen (De) mit Kirchensatz.
1301 Ein gütlicher Vergleich mit den Habsburgern ermöglicht die Rückgabe der 1292 durch die Habsburger eroberten Stadt Wil an das Kloster St. Gallen.
1301 Abt Heinrich von Ramstein, Abt bis 1318.
1302 Der Abt verleiht die Vogtei Bernhardzell an die Freiherren von Griessenberg.
1302 Die Lehensherrschaft über die Burg Schauenberg oberhalb von Turbenthal wird vom Abt des Klosters St. Gallen dem Dienstmann Walter von Kastell übergeben.
1303 In Rotmonten wohnt eine Closnerrun nach Art der Hl. Wiborada in einer Zelle beim Kirchlein St. Peter (später Peter und Paul) eingemauert.
Ergänzung
1303 Das Patronat über die der Maria geweihten Kirche in Unterstammheim geht vom Kloster St. Gallen an Ritter Albrecht von Klingenberg über.
1303 Werner der Hunt, Bürger von St. Gallen, und seine Gemahlin Berta schenken dem Spital St. Gallen Einkünfte und Besitz als Jahrzeitstiftung.
1303 Eine Urkunde bestätigt das Meieramt eines Ulrich Meldeli über Klosterhöfe in „Witebach”. Meldeli hat seinen Posten wieder verloren, weil er sich am Meieramt bereichert hat.
1306 22. Juni
Adelheid von Regensberg und ihr Sohn Lütold verzichten zugunsten des Klosters St. Gallen auf alle Rechte am
Kehlhof Dielsdorf.
1308 In der Kluft bei der Bernegg (Mühlenenschlucht) ist eine einzelne Mühle beurkundet.
1308 31. Januar
Wilhelm von Steinach und sein Sohn Wilhelm verkaufen dem Heiliggeistspital St. Gallen den Hof Achen.
1311 Heinrich Brunnenmeister baut in der Blatten bei St. Georgen eine Mühle in eine Walche um.
1312 Erstmals wird eine Art Stadtrat erwähnt.
1312 Zur Sicherung ihrer erlangten Freitheit beschliesst die Stadt mit Bewilligung Kaiser Heinrichs, mit den Städten Zürich, Schaffhausen und Konstanz mittels eines Städte-Bundesbriefes ein Bündnis.
1312 Das Stadtwappen mit dem Bär ist verbrieft.
Ergänzung
1314 23. Oktober
Stadt und Klosterbrand, von 8 Häusern abgesehen, werden alle Häuser und Kirchen zum Raub der Flammen.
1315 8. April
Damit die Stadt die Folgen des Brandes vom 23. Oktober 1314 besser in den Griff bekommt, werden ihr von König Friedrich bis
Martini 1320 alle Abgaben erlassen.
1315 Ludwig von Bayern, eben zum deutschen König aufgerufen worden, erlässt der Stadt, damit sich diese von der Brandkatastrophe vom 23. Oktober 1314 erholen kann, für fünf Jahre die Reichssteuer.
1315 Der Abt übergibt die Burg Grimmenstein (Gem. St. Margrethen) dem Freiherrn Friedrich von Enne.
1315 Nachdem die Ritter auf dem Schlachtfeld von Morgarten auf der Seite der Habsburger kämpfend den Tod fanden, erhält der Abt von St. Gallen deren Burg Alt-Landenberg bei Bauma als Erblehen zurück und verleiht sie an die Freiherren von Bürglen im Thurgau.
1316 6. Juli
Eglolf und Ulrich von Iberg verkaufen dem Kloster Gnadental ob Mellingen
Erblehen des Klosters St. Gallen.
1318 17. November
Abt Hiltbold übergibt der Stadt eine
Handfeste.
1318 Bei der St. Jakobskapelle wird eine Inklusin erwähnt.
1318 Neben St. Leonhard auf dem Büchel in der „Oberen Klause” sind Frauen „Beginen” bezeugt.
1318 Abt Hiltpold von Wertstein, Abt bis 1329.
1319 Die Herren von Kastell bei Tägerwilen erhalten vom Kloster St. Gallen die Herrschaft Mammern zu lehen.
1319 Erstmalige Erwähnung des Spisertores.
1322 Die Bürgerschaft von Wangen im Allgäu verweigert dem Abt von St. Gallen den Treueeid.
1325 Das reichbegüterte Kloster St. Gallen hat das Patronat über die Pfarrei zu Haslach (De) übernommen.
1327 12. Mai
Rudolf der
Schenk von Landeck verkauft dem Kloster St. Gallen ein Gütlein zu Durstudlen und die dazugehörenden Eigenleute.
1327 Für die Fehde zwischen Abt Hiltbold von Wertstein und dem Grafen Friedrich von Toggenburg mussten wie immer die Stadtbürger zu den Waffen greifen.
Ergänzung
1327 St. Gallen, Zürich, Basel und Bern beschliessen einen Städtebund.
1328 5. Januar
Eglolf Blarer schenkt den Ertrag aus seinem Weingarten Wildrich bei Berneck je zu Hälfte dem Priester und den
Siechen vom Linsebühl.
1329 St. Gallen schliesst mit Zürich einen Landfriedensbund.
1330 bis 1333 Papst Johannes XXII. gibt die Verwaltung des Klosters St. Gallen in die Hände des Konstanzer Bischofs Rudolf von Montfort.
1330 6. August
Kaiser Ludwig der Bayer verpfändet den Herzögen Albrecht und Otto von Österreich für eine Schuld von 20 000 Mark unter anderen auch die Stadt St. Gallen, die sich allerdings sofort selber auslöst.
1331 22. April
Der gebannte Kaiser (Ludwig der Bayer) entlässt die Stadt wieder aus der Verpfändung.
1331 Das Stift St. Gallen übergibt die Gerichtsbarkeit über Herdern dem neugegründeten Kloster Kalchrain.
1331 Aushubarbeiten für den 6 Meter tiefen und gegen 25 Meter breiten Wehrgraben rund um die Stadt.
1331 Mit dem Eintritt in den grossen schwäbischen Städtebund neigt sich die Stadt der kaiserlichen Politik, was zugleich das sich entfernen vom Papsttum bedeutet.
1333 Es ist verbrieft, Rutmunten gehört zur Vogtei St. Gallen.
1333 Nachdem Papst Johannes XXII. Hermann von Bonstetten als Administrator im Kloster von St. Gallen einsetzte, ernannte er ihn im selben Jahr zum Abt. Abt bis 1360
1334 Erstmals ist der aufrecht stehende Bär als Wappen der Fürstabtei verbürgt, Abt Hermann von Bonstetten benützte ihn als Siegel.
1334 20. Oktober
Kaiser Ludwig der Bayer gebietet der Stadt St. Gallen, die am 11. November fällige Reichssteuer an Herzog Konrad von
Urslingen zu entrichten.
1334 Die Stadt bekommt von Kaiser Ludwig die Erlaubnis der Erhebung eines Umgeldes.
Ergänzung
1336 Erstmalige Erwähnung von Leinwand-Fernhandel.
1336 Herzog Johann Heinrich von Kärnten-Tirol sichert den Bürgern und Kaufleuten der Stadt St. Gallen in seinem Gebiet Schutz und Geleit zu.
1336 Dem Armenhaus auf dem steinigen Hügel Linsinböl wird der Weiler Hub (Wittenbach) geschenkt.
1337 12. April
Wilhelm von Güttingen verkauft dem Kloster St. Gallen
Eigenleute.
1338 Eine Fehde zwischen Rudolf und Walter von Altstätten und den Städten St. Gallen, Konstanz und Lindau veranlasst den Abt die Burgen Alt- und Nieder-Altstätten zu zerstören.
1345 Der Abt von St. Gallen, Hermann von Bonstetten, erwirbt als Pfand die Reichsvogtei über die Dörfer Appenzell, Huntwilare, Tiuffen und Urnasca.
1345 Rückkauf der hohen Gerichtsbarkeit über Rotmonten von Hans von Andwil durch das Kloster St. Gallen.
1345 Die Stadt erstellt in Steinach das Gredhaus, das dort noch immer zu bewundern ist.
1344/47 Die Burg Clanx bei Appenzell, Sitz St. gallischer Klostervögte, wird vorübergehend an die Stadt St. Gallen verpfändet.
1348 Beginn eines Pestzuges der schliesslich bis zu 30% der Bevölkerung dahinrafft.
1349 23. Februar
Im Zusammenhang mit dem schwarzer Tod werden die Juden beschuldigt, die herrschende Epidemie durch Brunnenvergiftung verursacht zu haben. Die jüdische Gemeinde der Stadt wird verbrannt, dass Pogrom wird auch „Judenbrand” genannt. Die zwei von Juden bewohnten Häuser in der im Volksmund Judengasse genannten Hinteren Brotlaube, werden abgebrochen.
Ergänzung
1349 6. November
Werner von Hornberg übergibt die Schneeburg bei Ebringen (De) und den darunterliegenden Hof der Stadt St. Gallen zu eigen und erhält dafür die Herrschaft Ebringen.
1349 Die Stadt schliesst sich dem Bund an, den 25 Reichsstätte unter Führung von Ulm und Augsburg gründen.
1350 Einführung des Zunftwesens. Die Zünfter bestehen aus den noch zu schaffenden Gewerben der Weber, Schmiede, Schneider, Schuster, Bäcker, sie sind später auch massgeblich an der Regierung beteiligt.
1350 13. Dezember
Der Abt interveniert, da Bewohner von
Roten ihren Kostenanteil am Pfarrkirchof in St. Gallen schuldig blieben.
1350 Erstes St. Galler Stadtgesetzbuch.
1350 Eine städtische Streitmacht hilft den Zürchern die Stadt Rapperswil und die March zu erobern. Es ist zugleich das erste Mal das sie nicht auf Weisung des Abtes und mit eigenem Banner ins Feld ziehen.
1353 18. Juni
Abt Hermann von Bonstetten ersteht von Konrad Weibel aus Hundwil die Schwägalp.
1353 König Karl der IV., 1346 -1376, auch Kaiser des römischen Reiches mit Sitz in Prag, bestätigt bei einem Besuch des Klosters dem Abt das Münz, Zoll- und Marktregal sowie das Recht selber den Stadtammann und andere Amtsträger einzusetzen. Er nimmt aber auch Reliquien nach Prag mit, darunter ist der Schädel des hl. Otmar sowie Schädelteile und Knochen vom hl. Gallus.
1353 Die Zünfte sind erstmals im Stadtrat vertreten.
1353 Die Vermittlung durch Ulrich von Ems, Heinrich Walther und Hartmann dem Meier von Windegg zwischen Kloster und Stadt ermöglicht letzterer die Gemeinmark als Bleiche zu benützen, ein Drittel des Ertrages soll dem Abt gehören.
1354 Es wird zum ersten Mal die Existenz eines Bürgermeisters erwähnt, es ist dies Bilgeri Spiser.
1357 19. Februar
Die St. Galler Bürger Gerwig Blarer und Johann Wildrich kaufen dem Ritter Johann von Heidelberg in Zihlschlacht und Umgebung verschiedene Güter ab.
Ergänzung
1357 12. Juni
Walter von Bichelsee verkauft dem Kloster St. Gallen
Eigenleute.
1357 17. Oktober
Eigenleutetausch zwischen Graf Heinrich von Montfort zu Tettnang und dem Kloster St. Gallen.
1357 Die Pfleger und Bewohner des Heiliggeistspitals lassen sich vom Abt das alleinige Recht zur Kaplanswahl, bestätigen.
1359 10. Dezember
Die Pfarrkirche St. Laurenzen wird mit allen ihren Gütern,
Kaplaneien und Einkünften in den Stift
inkorporiert.
1360 Abt Georg von Wildenstein, Abt bis 1379.
Ergänzung
1361 Die Stadt verweigert dem neuen Abt, Georg von Wildenstein, die Huldigung und wird daraufhin vom Kaiser zum Gehorsam aufgerufen.
1361 Burkhard von Ramschwag verschenkt seine Hälfte an den Besitzungen rund um Waldkirch dem Kloster St. Gallen.
Ergänzung
1362 Die Zunftverfassung wird erlassen.
1362 Erstmals wird eine Metzg aktenkundig.
1362 Die Bäcker organisieren sich zunftmässig.
1362 Die bischöfliche Obrigkeit beschliesst, dass jeder der sich einer Violation des Fried (Kirch- oder Friedhof) schuldig macht, aus der Stadt ausgewiesen wird und diese erst wieder betreten kann, wenn er die Kosten für eine Wiedereinweihung des Begräbnisplatzes übernehmen kann.
1363 21. Januar
Kaiser Karl IV. fordert die Stadt St. Gallen auf, dem Bischof von Speyer zu melden, mit wievielen Gewappneten sie am
Romzug teilnehmen können.
1363 30. Januar
Der Stadtschreiber von Ulm bestätigt der Stadt St. Gallen, dass ihre Reichssteuer 140 Pfund betrage.
1363 Ein Gesetz besagt, es ist verboten bei einem Auflauf, Geschrei oder feindlichem Einfall zu fliehen oder zum Feind überzulaufen. Zuwiderhandelnde werden verbannt und ihr Gut fällt an die Stadt.
1364 Erste Satzung für das Leinwandgewerbe wird erlassen.
1365bis 1411 Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Kuno von Stoffeln, 1379 bis zu seinem Tod von 1411 Fürstabt von St. Gallen.
Ergänzung
1367 12. Juli
Das Kloster kauft von Hermann von Landenberg-Greifensee die Vogtei Romanshorn.
1368 Die Nonnen der Hofstatt am Irabach, übernehmen die Dominikanerinnenregel und erhalten eine eigene Kirche mit zugehörendem Friedhof, zur Patronin wird die Heilige Katharina von Alexandrien gewählt „Katharinenkloster”.
1368 Stadtbrand, betroffen ist die südliche Altstadt vom Gallustor bis zum neuen Bad.
1368 Der Konvent des Katharinenklosters bekommt das Stadtbürgerrecht.
1368 Als Reaktion auf den Grossbrand in der südlichen Altstadt werden für die Gassen Scharwächter und für St. Laurenzen Turmwächter angestellt.
1368 Errichtung des Multertores.
1368 An der Einmündung der Gallusstrasse in den Oberen Graben wird an Stelle des beim Stadtbrand stark mitgenommenen Gallustores ein Rundturm, der grüne Turm, ohne Tor, errichtet.
1368 Neuerrichtung des Müllertores.
1369 Erstmals wird die Existenz eines Rathauses erwähnt, es stand auch wie sein Nachfolgebau aus dem 16. Jahrhundert auf der Stelle wo heute das Vadiandenkmal steht.
1372 7. April
Johann II. von Steinach, Stadtammann von St. Gallen, fällt im Schwäbischen Städtebundkrieg in der Schlacht von Altheim. Mit ihm sterben weitere Städter und auch Appenzeller, letztere standen vermutlich im Sold der Stadt.
Ergänzung
1373 Das Kloster noch über die Münzhoheit verfügend, zwingt die Stadt ihre Münzmale dem Münzmeister auszuliefern.
Ergänzung
1373 Kaiser Karl erteilt der Stadt das Recht, Bürger aufzunehmen und diese wenn nötig gegen ihre früheren Herren zu verteidigen.
1375 26. August
Abt Georg von Wildenstein gebietet der Stadt Wil, Hermann und Hugo von Landenberg zuhanden des Klosters bis zum Spruch des Herzogs von Österreich Gehorsam zu schwören.
1376 12. Januar
Die Klosterfrauen zu St. Katharinen erwerben, da sie sich der engen Grenznachbarschaft zur Stadt hingezogen fühlen, das Stadtbürgerrecht.
1376 14. Juli
Zusammen mit diversen Städten am Nordufer des Bodesees bis hinauf nach Ulm gründet St. Gallen den schwäbischen Städtebund.
1376 31. August
Der Bürger Heinrich Wiener von Konstanz verkauft dem St. Katharinen Klösterchen zu St. Gallen Hof und Mühle in Obersiebeneichen.
1377 Schloss Wartensee, aus einem einstigen Wohnturm hervorgehend, (Wart am See) geht an die Brüder Walter und Diethelm Blarer aus St. Gallen.
Ergänzung
1377 Um die Spiservorstadt wird eine Tül gebaut.
1377 Mit Erlaubnis des Abtes dürfen die Bewohner der Ämter Appenzell, Hundwil, Urnäsch, Gais und Teufen dem Schwäbischen Städtebund beitreten.
1377 Abt Georg von Wildenstein übernimmt das Lindauer Bürgerrecht.
Ergänzung
1377 Erstmals seit den Pogromen mit der Vernichtung der jüdischen Gemeinde von 1349 sind wieder Juden ansässig.
1378 22. Mai
Die Schwäbischen Reichsstädte legen die Stellung der Appenzeller im Bündnis fest. Die Appenzeller werden unter die Obhut von St. Gallen und Konstanz gestellt.
1378 25. Juli
Die Bürgerschaft muss entscheiden ob sie zur Verteidigung der Stadt eine Söldnertruppe unter Vertrag nehmen will, oder mit einer allgemeinen Wehrpflicht auf die eigene Kraft vertrauen soll. Das zweite wird angenommen und gleichzeitig wird die militärische Verteidigung angewiesen, die Brandbekämpfung zu übernehmen (eigentliche Geburt der Feuerwehr).
1378 Erstmals wird urkundlich die Existenz der Neu- und Multergasse sowie des Irertores erwähnt.
1378 Das Stadtgebiet wird innerhalb und ausserhalb der Mauer in insgesamt neun Quartiere eingeteilt.
?bis 1379 Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Georg von Wildenstein, 1360 bis 1379 Fürstabt von St. Gallen.
1379 6. April
Abt Kuno von Stoffeln, Abt bis 1411.
Ergänzung
1379 16. Oktober
König Wenzel befreit den Abt und alle seine Gotteshausleute vom königlichen Hof- und Landgericht.
1380 Der Abt sendet im geheimen seinen Dienstmann Lutz von Landau nach Prag um die Stadt beim Kaiser zu verklagen. Klagepunkte sind, fehlende Huldigung, fehlende Zinszahlungen und Unterlassung anderer rechtmässiger Verpflichtungen. Infolgedessen wird der Stadt ein Ermahnungsschreiben zugestellt, künftig ihre Verpflichtungen wahrzunehmen.
1381 Die Trogener kommen unter die Herrschaft des Klosters.
1381 Die Gebrüder Stäbiner, klein Hans ab dem Kapf und sein Bruder Heinrich vermachen den ehrsamen Schwestern Ursula Brunner aus Rheintal, Elsbeth Schnider aus Berg und Anna Frig aus Utwil (ein Hofstatt in dem Tann gelegen nebent Nöggersegge mit Garten und Boumgarten) das später als Frauenklösterchen Tann beschrieben wird. Dieses kleine Kloster ist Vorgänger des Kapuzinerinnenklosters Maria vom guten Rat und des hl. Antonius von Padua in Notkersegg.
1381 Abt Kuno von Stoffeln beschenkt einige Waldschwestern mit einer Hofstatt bei Teufen, aus der in der Folge das Kloster Wonnenstein, eine Exklave von Innerhoden, hervor geht.
1382 8. Oktober
St. Gallen und Wil erneuern den rheinischen Bund mit 33 Reichsstädten und der freinen Stadt Regensburg.
1382 Ab diesem Jahr wird in der Stadt ein Netz von Gassenbächen erstellt.
1383 Rudolf der Ältere von Rorschach erhält von St. Gallen das Wohnrecht auf St. Annaschloss bei Rorschacherberg.
Ergänzung
1384 Um die Errichtung neuer Mühlen zu ermöglichen, wird in der Mühlenenscghlucht im oberen Teil gegen St. Georgen der Fels ausgehauen.
1384 2. Juni
St. Gallen, Wil, 35 Reichstädte in Schwaben sowie die freie Reichsstadt Regensburg schliessen mit dem Bischof von Basel, dem Hochstift und der Stadt Basel einen Bund, dieser dient vor allem der Erhaltung des Landfriedens.
1384 Erstmals wird von einem Kanal berichtet, der von einem Nagelfluhfelsen oberhalb des Hustores herausgebrochen war. Er diente zur Speisung der Wetti, später als Rosswetti, sie diente der Flutung der Wasserkanäle in den Gassen.
1384 Die Edlen von Eppenberg bekommen das Bürgerrecht in St. Gallen.
Ergänzung
1384 Drei Mühlen werden erwähnt, zwei sind in der Mühlenenschlucht und die andere beim Spisertor. Mit letzterer ist vermutlich die Muosmühle gleich oberhalb des späteren Karlstores gemeint, zu der eine Brücke, die Muosbrücke, hinführte. Fantasielos wurde die Muesbruggstrasse nach der Steinachüberdeckung zur Moosbrückestrasse, heute Moosbruggstrasse.
1386 Etliche Leute aus dem St. Galler Adel müssen im Heer des Herzogs von Österreich dem sie zur Kriegshilfe verpflichtet sind, in der Schlacht von Sempach ihr Leben lassen.
Ergänzung
1385 17. August
König Wenzel gebietet 35 Städten, darunter St. Gallen, dem rechtmässigen Bischof Nikolaus von Konstanz zu gehorchen.
1385 Das Spitalgut Guggayen wird erstmals erwähnt.
1387 Die Stadt vereinbart mit Nürnberg die gegenseitige Zollfreiheit.
1387 Der Rat bestimmt, dass Häuser ennet des Irabaches, also nördlich vom heutigen Marktplatz, nicht aufgestockt werden dürfen, da dies einer möglichen Brandbekämpfung zuwider laufe.
1387 In der Stadt wird ein Büro für die Vermittlung von Waren eingerichtet.
Ergänzung
1388 Der die Kirche St. Mangen umgebende Friedhof wird erweitert.
1388 Das Kloster St. Gallen ersteht von den Gielen von Glattbrugg die Burg Helfenberg ob der Glatt bei Cozeasauva.
1390 Eine Schar diebischer Gesellen veranlasst die Stadt, bei Branthoch von Sax und Hänni Bäbi von Frümsen um Hilfe anzuhalten, die für einen Monat den Dienst antreten. Für jeden getöteten Gesetzesbrecher erhalten sie 15 Pfund.
1390 Eine leichte Erhebung zwischen der „mindere Stadt” oder „Irervorstadt” genannten Siedlung und der Stadtmauer wird geschichtlich erstmalls als Boll (heute Bohl) erwähnt.
Ergänzung
1390 Die Insassen vom Siechenhaus Linsebühl werden, arme elende und verschmähte Siechlin, genannt.
1391 15. April
Johann und Christan von Kappel übereignen dem Heiliggeistspital die Rechte an einem Wald in Rotmonten.
1393 Schon mit 16 Jahren haben Bürger dem Burger-, dem Zunftmeister und den Räten den Treu- und Gehorsamseid zu schwören.
1393 Das grösste landwirtschaftliche Anwesen in Groschlag bei Dieburg (De), ein Dinghof, ist im Eigentum des Klosters St. Gallen.
1396 17. August
Abt Kuno von Stoffeln bestätigt das
Klösterchen Tann und nennt Ursula Brunner als (Meisterin) der Beginen.
1396 Die Ritter von Rorschach verkaufen die um 1150 erbaute Rosenburg in Herisau, im Volksmund auch Ramsenburg genannt, an die Fürstabtei St. Gallen.
1396 Die Gegend vom Bild (Breitfeld) trägt den Namen Watte.
1400 Die Jahresproduktion an guten Tüchern (Leinwand) erreicht deren 2000 à je 130 Ellen (gut 101m) Länge und ca. 1.12m Breite.