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Jahr
?bis 1301
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Wilhelm I. Graf von Montfort, 1281 bis 1301 St.Galler Fürstabt.
Jahr
1301
Das Kloster St.Gallen übergibt Heinrich II., Bischof von Konstanz, den Ort Wurmlingen (De) mit Kirchensatz.
Jahr
1301
Ein gütlicher Vergleich mit den Habsburgern ermöglicht die Rückgabe der 1292 durch die Habsburger eroberten Stadt Wil an das Kloster St.Gallen.
Jahr
1301
Abt Heinrich von Ramstein, Abt bis 1318.
Jahr
1302
Der Abt verleiht die Vogtei Bernhardzell an die Freiherren von Griessenberg.
Jahr
1302
Die Lehensherrschaft über die Burg Schauenberg oberhalb von Turbenthal wird vom Abt des Klosters St.Gallen dem Dienstmann Walter von Kastell übergeben.
Jahr
1303
In Rotmonten wohnt eine Closnerrun nach Art der Hl. Wiborada in einer Zelle beim Kirchlein St.Peter (später Peter und Paul) eingemauert.
Ergänzung
Jahr
1303
Das Patronat über die der Maria geweihten Kirche in Unterstammheim geht vom Kloster St.Gallen an Ritter Albrecht von Klingenberg über.
Jahr
1303
Werner der Hunt, Bürger von St.Gallen, und seine Gemahlin Berta schenken dem Spital St.Gallen Einkünfte und Besitz als Jahrzeitstiftung.
Jahr
1303
Eine Urkunde bestätigt das Meieramt eines Ulrich Meldeli über Klosterhöfe in «Witebach». Meldeli hat seinen Posten wieder verloren, weil er sich am Meieramt bereichert hat.
Jahr
1306
22. Juni
Adelheid von Regensberg und ihr Sohn Lütold verzichten zugunsten des Klosters St.Gallen auf alle Rechte am
Kehlhof Dielsdorf.
Jahr
1308
In der Kluft bei der Bernegg (Mühlenenschlucht) ist eine einzelne Mühle beurkundet.
Jahr
1308
31. Januar
Wilhelm von Steinach und sein Sohn Wilhelm verkaufen dem Heiliggeistspital St.Gallen den Hof Achen.
Jahr
1311
Heinrich Brunnenmeister baut in der Blatten bei St.Georgen eine Mühle in eine Walche um.
Jahr
1312
Erstmals wird eine Art Stadtrat erwähnt.
Jahr
1312
Zur Sicherung ihrer erlangten Freitheit beschliesst die Stadt mit Bewilligung Kaiser Heinrichs, mit den Städten Zürich, Schaffhausen und Konstanz mittels eines Städte-Bundesbriefes ein Bündnis.
Jahr
1312
Das Stadtwappen mit dem Bär ist verbrieft.
Ergänzung
Jahr
1314
23. Oktober
Stadt und Klosterbrand, von 8 Häusern abgesehen, werden alle Häuser und Kirchen zum Raub der Flammen.
Jahr
1315
8. April
Damit die Stadt die Folgen des Brandes vom 23. Oktober 1314 besser in den Griff bekommt, werden ihr von König Friedrich bis
Martini 1320 alle Abgaben erlassen.
Jahr
1315
Ludwig von Bayern, eben zum deutschen König aufgerufen worden, erlässt der Stadt, damit sich diese von der Brandkatastrophe vom 23. Oktober 1314 erholen kann, für fünf Jahre die Reichssteuer.
Jahr
1315
Der Abt übergibt die Burg Grimmenstein (Gem. St.Margrethen) dem Freiherrn Friedrich von Enne.
Jahr
1315
Nachdem die Ritter auf dem Schlachtfeld von Morgarten auf der Seite der Habsburger kämpfend den Tod fanden, erhält der Abt von St.Gallen deren Burg Alt-Landenberg bei Bauma als Erblehen zurück und verleiht sie an die Freiherren von Bürglen im Thurgau.
Jahr
1316
6. Juli
Eglolf und Ulrich von Iberg verkaufen dem Kloster Gnadental ob Mellingen
Erblehen des Klosters St.Gallen.
Jahr
1318
17. November
Abt Hiltbold übergibt der Stadt eine
Handfeste.
Jahr
1318
Bei der St.Jakobskapelle wird eine Inklusin erwähnt.
Jahr
1318
Neben St.Leonhard auf dem Büchel in der «Oberen Klause» sind Frauen «Beginen» bezeugt.
Jahr
1318
Abt Hiltpold von Wertstein, Abt bis 1329.
Jahr
1319
Die Herren von Kastell bei Tägerwilen erhalten vom Kloster St.Gallen die Herrschaft Mammern zu lehen.
Jahr
1319
Erstmalige Erwähnung des Spisertores.
Jahr
1322
Die Bürgerschaft von Wangen im Allgäu verweigert dem Abt von St.Gallen den Treueeid.
Jahr
1325
Das reichbegüterte Kloster St.Gallen hat das Patronat über die Pfarrei zu Haslach (De) übernommen.
Jahr
1327
12. Mai
Rudolf der
Schenk von Landeck verkauft dem Kloster St.Gallen ein Gütlein zu Durstudlen und die dazugehörenden Eigenleute.
Jahr
1327
Für die Fehde zwischen Abt Hiltbold von Wertstein und dem Grafen Friedrich von Toggenburg mussten wie immer die Stadtbürger zu den Waffen greifen.
Ergänzung
Jahr
1327
St.Gallen, Zürich, Basel und Bern beschliessen einen Städtebund.
Jahr
1328
5. Januar
Eglolf Blarer schenkt den Ertrag aus seinem Weingarten Wildrich bei Berneck je zu Hälfte dem Priester und den
Siechen vom Linsebühl.
Jahr
1329
St.Gallen schliesst mit Zürich einen Landfriedensbund.
Jahr
1330 bis 1333
Papst Johannes XXII. gibt die Verwaltung des Klosters St.Gallen in die Hände des Konstanzer Bischofs Rudolf von Montfort.
Jahr
1330
6. August
Kaiser Ludwig der Bayer verpfändet den Herzögen Albrecht und Otto von Österreich für eine Schuld von 20 000 Mark unter anderen auch die Stadt St.Gallen, die sich allerdings sofort selber auslöst.
Jahr
1331
22. April
Der gebannte Kaiser (Ludwig der Bayer) entlässt die Stadt wieder aus der Verpfändung.
Jahr
1331
Das Stift St.Gallen übergibt die Gerichtsbarkeit über Herdern dem neugegründeten Kloster Kalchrain.
Jahr
1331
Aushubarbeiten für den 6 Meter tiefen und gegen 25 Meter breiten Wehrgraben rund um die Stadt.
Jahr
1331
Mit dem Eintritt in den grossen schwäbischen Städtebund neigt sich die Stadt der kaiserlichen Politik, was zugleich das sich entfernen vom Papsttum bedeutet.
Jahr
1333
Es ist verbrieft, Rutmunten gehört zur Vogtei St.Gallen.
Jahr
1333
Nachdem Papst Johannes XXII. Hermann von Bonstetten als Administrator im Kloster von St.Gallen einsetzte, ernannte er ihn im selben Jahr zum Abt. Abt bis 1360
Jahr
1334
Erstmals ist der aufrecht stehende Bär als Wappen der Fürstabtei verbürgt, Abt Hermann von Bonstetten benützte ihn als Siegel.
Ergänzung
Jahr
1334
20. Oktober
Kaiser Ludwig der Bayer gebietet der Stadt St.Gallen, die am 11. November fällige Reichssteuer an Herzog Konrad von
Urslingen zu entrichten.
Jahr
1334
Die Stadt bekommt von Kaiser Ludwig die Erlaubnis der Erhebung eines Umgeldes.
Ergänzung
Jahr
1336
Erstmalige Erwähnung von Leinwand-Fernhandel.
Jahr
1336
Herzog Johann Heinrich von Kärnten-Tirol sichert den Bürgern und Kaufleuten der Stadt St.Gallen in seinem Gebiet Schutz und Geleit zu.
Jahr
1336
Dem Armenhaus auf dem steinigen Hügel Linsinböl wird der Weiler Hub (Wittenbach) geschenkt.
Jahr
1337
12. April
Wilhelm von Güttingen verkauft dem Kloster St.Gallen
Eigenleute.
Jahr
1338
Eine Fehde zwischen Rudolf und Walter von Altstätten und den Städten St.Gallen, Konstanz und Lindau veranlasst den Abt die Burgen Alt- und Nieder-Altstätten zu zerstören.
1338 Wütende Bürger der Stadt St.Gallen belagern und beschädigen die Burg des Ritters Heinrich von Eppenberg in Oberuzwil. Nach Verhandlungen erklärt er, zusammen mit seiner Schwester Katherin, für die Schäden keine Gutmachung zu verlangen und die Feinde der Stadt für die nächsten fünf Jahre nicht mehr zu unterstützen.
Jahr
1344/47
Die Burg Clanx bei Appenzell, Sitz St.gallischer Klostervögte, wird vorübergehend an die Stadt St.Gallen verpfändet.
Jahr
1345
Der Abt von St.Gallen, Hermann von Bonstetten, erwirbt als Pfand die Reichsvogtei über die Dörfer Appenzell, Huntwilare, Tiuffen und Urnasca.
Jahr
1345
Rückkauf der hohen Gerichtsbarkeit über Rotmonten von Hans von Andwil durch das Kloster St.Gallen.
Jahr
1345
Die Stadt erstellt in Steinach das Gredhaus, das dort noch immer zu bewundern ist.
Jahr
1347
Zwischen den Städten Konstanz, Zürich und St.Gallen wird für drei Jahre ein Schutzbündnis beschlossen.
Jahr
1348
Beginn eines Pestzuges der schliesslich bis zu 30% der Bevölkerung dahinrafft.
Jahr
1349
23. Februar
Im Zusammenhang mit dem schwarzer Tod werden die Juden beschuldigt, die herrschende Epidemie durch Brunnenvergiftung verursacht zu haben. Die hinter der Laube in der Judengasse (später Hinterlauben) lebende jüdische Gemeinde wird verhaftet, zum Teil verbrannt oder aus der Stadt ausgewiesen, ihr Besitz wird konfisziert.
Ergänzung
Jahr
1349
6. November
Werner von Hornberg übergibt die Schneeburg bei Ebringen (De) und den darunterliegenden Hof der Stadt St.Gallen zu eigen und erhält dafür die Herrschaft Ebringen.
Jahr
1349
Die Stadt schliesst sich dem Bund an, den 25 Reichsstätte unter Führung von Ulm und Augsburg gründen.
Jahr
1350
Einführung des Zunftwesens. Die Zünfter bestehen aus den noch zu schaffenden Gewerben der Weber, Schmiede, Schneider, Schuster, Bäcker, sie sind später auch massgeblich an der Regierung beteiligt.
Jahr
1350
13. Dezember
Der Abt interveniert, da Bewohner von
Roten ihren Kostenanteil am Pfarrkirchof in St.Gallen schuldig blieben.
Jahr
1350
Erstes St.Galler Stadtgesetzbuch.
Jahr
1350
Eine städtische Streitmacht hilft den Zürchern die Stadt Rapperswil und die March zu erobern. Es ist zugleich das erste Mal das sie nicht auf Weisung des Abtes und mit eigenem Banner ins Feld ziehen.
Jahr
1353
18. Juni
Abt Hermann von Bonstetten ersteht von Konrad Weibel aus Hundwil die Schwägalp.
Jahr
1353
König Karl der IV., 1346 -1376, auch Kaiser des römischen Reiches mit Sitz in Prag, bestätigt bei einem Besuch des Klosters dem Abt das Münz, Zoll- und Marktregal sowie das Recht selber den Stadtammann und andere Amtsträger einzusetzen. Er nimmt aber auch Reliquien nach Prag mit, darunter ist der Schädel des hl. Otmar sowie Schädelteile und Knochen des hl. Gallus.
Jahr
1353
Die Zünfte sind erstmals im Stadtrat vertreten.
Jahr
1353
Die Vermittlung durch Ulrich von Ems, Heinrich Walther und Hartmann dem Meier von Windegg zwischen Kloster und Stadt ermöglicht letzterer die Gemeinmark als Bleiche zu benützen, ein Drittel des Ertrages soll dem Abt gehören.
Jahr
1354
Es wird zum ersten Mal die Existenz eines Bürgermeisters erwähnt, es ist dies Bilgeri Spiser.
Jahr
1356
13. Oktober um 16:00 Uhr
Das Erdbeben das die Stadt Bssel zum grössten Teil verwüstet, wird auch in St.Gallen verspürt.
Jahr
1357
19. Februar
Die St.Galler Bürger Gerwig Blarer und Johann Wildrich kaufen dem Ritter Johann von Heidelberg in Zihlschlacht und Umgebung verschiedene Güter ab.
Ergänzung
Jahr
1357
12. Juni
Walter von Bichelsee verkauft dem Kloster St.Gallen
Eigenleute.
Jahr
1357
17. Oktober
Eigenleutetausch zwischen Graf Heinrich von Montfort zu Tettnang und dem Kloster St.Gallen.
Jahr
1357
Die Pfleger und Bewohner des Heiliggeistspitals lassen sich vom Abt das alleinige Recht zur Kaplanswahl, bestätigen.
Jahr
1359
10. Dezember
Die Pfarrkirche St.Laurenzen wird mit allen ihren Gütern,
Kaplaneien und Einkünften in den Stift
inkorporiert.
Jahr
1360
Abt Georg von Wildenstein, Abt bis 1379.
Ergänzung
Jahr
1361
Die Stadt verweigert dem neuen Abt, Georg von Wildenstein, die Huldigung und wird daraufhin vom Kaiser zum Gehorsam aufgerufen.
Jahr
1361
Burkhard von Ramschwag verschenkt seine Hälfte an den Besitzungen rund um Waldkirch dem Kloster St.Gallen.
Ergänzung
Jahr
1362
Die Zunftverfassung wird erlassen.
Jahr
1362
Erstmals wird eine Metzg aktenkundig.
Jahr
1362
Die Bäcker organisieren sich zunftmässig.
Jahr
1362
Die bischöfliche Obrigkeit beschliesst, dass jeder der sich einer Violation des Fried (Kirch- oder Friedhof) schuldig macht, aus der Stadt ausgewiesen wird und diese erst wieder betreten kann, wenn er die Kosten für eine Wiedereinweihung des Begräbnisplatzes übernehmen kann.
Jahr
1363
21. Januar
Kaiser Karl IV. fordert die Stadt St.Gallen auf, dem Bischof von Speyer zu melden, mit wievielen Gewappneten sie am
Romzug teilnehmen können.
Jahr
1363
30. Januar
Der Stadtschreiber von Ulm bestätigt der Stadt St.Gallen, dass ihre Reichssteuer 140 Pfund betrage.
Jahr
1363
Ein Gesetz besagt, es ist verboten bei einem Auflauf, Geschrei oder feindlichem Einfall zu fliehen oder zum Feind überzulaufen. Zuwiderhandelnde werden verbannt und ihr Gut fällt an die Stadt.
Jahr
1364
Erste Satzung für das Leinwandgewerbe wird erlassen.
Jahr
1365 bis 1411
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Kuno von Stoffeln, 1379 bis zu seinem Tod von 1411 Fürstabt von St.Gallen.
Ergänzung
Jahr
1367
12. Juli
Das Kloster kauft von Hermann von Landenberg-Greifensee die Vogtei Romanshorn.
Jahr
1368
Die Nonnen der Hofstatt am Irabach, übernehmen die Dominikanerinnenregel und erhalten eine eigene Kirche mit zugehörendem Friedhof, zur Patronin wird die Heilige Katharina von Alexandrien gewählt «Katharinenkloster».
Jahr
1368
Stadtbrand, betroffen ist die südliche Altstadt vom Gallustor bis zum neuen Bad.
Jahr
1368
Der Konvent des Katharinenklosters bekommt das Stadtbürgerrecht.
Jahr
1368
Als Reaktion auf den Grossbrand in der südlichen Altstadt werden für die Gassen Scharwächter und für St.Laurenzen Turmwächter angestellt.
Jahr
1368
Errichtung des Multertores.
Jahr
1368
An der Einmündung der Gallusstrasse in den Oberen Graben wird an Stelle des beim Stadtbrand stark mitgenommenen Gallustores ein Rundturm, der grüne Turm, ohne Tor, errichtet.
Jahr
1368
Neuerrichtung des Müllertores.
Jahr
1369
Erstmals wird die Existenz eines Rathauses erwähnt, es stand auch wie sein Nachfolgebau aus dem 16. Jahrhundert auf der Stelle wo heute das Vadiandenkmal steht.
Jahr
1372
7. April
Johann II. von Steinach, Stadtammann von St.Gallen, fällt im Schwäbischen Städtebundkrieg in der Schlacht von Altheim. Mit ihm sterben weitere Städter und auch Appenzeller, letztere standen vermutlich im Sold der Stadt.
Ergänzung
Jahr
1373
Das Kloster noch über die Münzhoheit verfügend, zwingt die Stadt ihre Münzmale dem Münzmeister auszuliefern.
Ergänzung
Jahr
1373
Kaiser Karl erteilt der Stadt das Recht, Bürger aufzunehmen und diese wenn nötig gegen ihre früheren Herren zu verteidigen.
Jahr
1375
26. August
Abt Georg von Wildenstein gebietet der Stadt Wil, Hermann und Hugo von Landenberg zuhanden des Klosters bis zum Spruch des Herzogs von Österreich Gehorsam zu schwören.
Jahr
1376
12. Januar
Die Klosterfrauen zu St.Katharinen erwerben, da sie sich der engen Grenznachbarschaft zur Stadt hingezogen fühlen, das Stadtbürgerrecht.
Jahr
1376
14. Juli
Zusammen mit diversen Städten am Nordufer des Bodesees bis hinauf nach Ulm gründet St.Gallen den schwäbischen Städtebund.
Jahr
1376
31. August
Der Bürger Heinrich Wiener von Konstanz verkauft dem St.Katharinen Klösterchen zu St.Gallen Hof und Mühle in Obersiebeneichen.
Jahr
1377
Schloss Wartensee, aus einem einstigen Wohnturm hervorgehend, (Wart am See) geht an die Brüder Walter und Diethelm Blarer aus St.Gallen.
Ergänzung
Jahr
1377
Um die Spiservorstadt wird eine Tül gebaut.
Jahr
1377
Mit Erlaubnis des Abtes dürfen die Bewohner der Ämter Appenzell, Hundwil, Urnäsch, Gais und Teufen dem Schwäbischen Städtebund beitreten.
Jahr
1377
Abt Georg von Wildenstein übernimmt das Lindauer Bürgerrecht.
Ergänzung
Jahr
1377
Erstmals seit den Pogromen mit der Vernichtung der jüdischen Gemeinde von 1349 sind wieder Juden ansässig.
Jahr
1378
22. Mai
Die Schwäbischen Reichsstädte legen die Stellung der Appenzeller im Bündnis fest. Die Appenzeller werden unter die Obhut von St.Gallen und Konstanz gestellt.
Jahr
1378
25. Juli
Die Bürgerschaft muss entscheiden ob sie zur Verteidigung der Stadt eine Söldnertruppe unter Vertrag nehmen will, oder mit einer allgemeinen Wehrpflicht auf die eigene Kraft vertrauen soll. Das zweite wird angenommen und gleichzeitig wird die militärische Verteidigung angewiesen, die Brandbekämpfung zu übernehmen (eigentliche Geburt der Feuerwehr).
Jahr
1378
Erstmals wird urkundlich die Existenz der Neu- und Multergasse sowie des Irertores erwähnt.
Jahr
1378
Das Stadtgebiet wird innerhalb und ausserhalb der Mauer in insgesamt neun Quartiere eingeteilt.
Jahr
?bis 1379
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Georg von Wildenstein, 1360 bis 1379 Fürstabt von St.Gallen.
Jahr
1379
6. April
Abt Kuno von Stoffeln, Abt bis 1411.
Ergänzung
Jahr
1379
16. Oktober
König Wenzel befreit den Abt und alle seine Gotteshausleute vom königlichen Hof- und Landgericht.
Jahr
1380
Der Abt sendet im geheimen seinen Dienstmann Lutz von Landau nach Prag um die Stadt beim Kaiser zu verklagen. Klagepunkte sind, fehlende Huldigung, fehlende Zinszahlungen und Unterlassung anderer rechtmässiger Verpflichtungen. Infolgedessen wird der Stadt ein Ermahnungsschreiben zugestellt, künftig ihre Verpflichtungen wahrzunehmen.
Jahr
1381
Die Trogener kommen unter die Herrschaft des Klosters.
Jahr
1381
Die Gebrüder Stäbiner, klein Hans ab dem Kapf und sein Bruder Heinrich vermachen den ehrsamen Schwestern Ursula Brunner aus Rheintal, Elsbeth Schnider aus Berg und Anna Frig aus Utwil (ein Hofstatt in dem Tann gelegen nebent Nöggersegge mit Garten und Boumgarten) das später als Frauenklösterchen Tann beschrieben wird. Dieses kleine Kloster ist Vorgänger des Kapuzinerinnenklosters Maria vom guten Rat und des hl. Antonius von Padua in Notkersegg.
Jahr
1381
Abt Kuno von Stoffeln beschenkt einige Waldschwestern mit einer Hofstatt bei Teufen, aus der in der Folge das Kloster Wonnenstein, eine Exklave von Innerhoden, hervor geht.
Jahr
1382
8. Oktober
St.Gallen und Wil erneuern den rheinischen Bund mit 33 Reichsstädten und der freinen Stadt Regensburg.
Jahr
1382
Ab diesem Jahr wird in der Stadt ein Netz von Gassenbächen erstellt.
Jahr
1383
Rudolf der Ältere von Rorschach erhält von St.Gallen das Wohnrecht auf St.Annaschloss bei Rorschacherberg.
Ergänzung
Jahr
1384
Um die Errichtung neuer Mühlen zu ermöglichen, wird in der Mühlenenscghlucht im oberen Teil gegen St.Georgen der Fels ausgehauen.
Jahr
1384
2. Juni
St.Gallen, Wil, 35 Reichstädte in Schwaben sowie die freie Reichsstadt Regensburg schliessen mit dem Bischof von Basel, dem Hochstift und der Stadt Basel einen Bund, dieser dient vor allem der Erhaltung des Landfriedens.
Jahr
1384
Erstmals wird von einem Kanal berichtet, der von einem Nagelfluhfelsen oberhalb des Hustores herausgebrochen war. Er diente zur Speisung der Wetti, auch Rosswetti Rosswetti genannt, sie diente der Flutung der Wasserkanäle in den Gassen für die Gerben oder zu den Webern usw. und dienten auch der allgemeien Reinigung.
Jahr
1384
Die Edlen von Eppenberg bekommen das Bürgerrecht in St.Gallen.
Ergänzung
Jahr
1384
Drei Mühlen werden erwähnt, zwei sind in der Mühlenenschlucht und die andere beim Spisertor. Mit letzterer ist vermutlich die Muosmühle gleich oberhalb des späteren Karlstores gemeint, zu der eine Brücke, die Muosbrücke, hinführte. Fantasielos wurde die Muesbruggstrasse nach der Steinachüberdeckung zur Moosbrückestrasse, heute Moosbruggstrasse.
Jahr
1385
17. August
König Wenzel gebietet 35 Städten, darunter St.Gallen, dem rechtmässigen Bischof Nikolaus von Konstanz zu gehorchen.
Jahr
1385
Das Spitalgut Guggayen wird erstmals erwähnt.
Jahr
1386
Etliche Leute aus dem St.Galler Adel müssen im Heer des Herzogs von Österreich dem sie zur Kriegshilfe verpflichtet sind, in der Schlacht von Sempach ihr Leben lassen.
Ergänzung
Jahr
1387
Die Stadt vereinbart mit Nürnberg die gegenseitige Zollfreiheit.
Jahr
1387
Der Rat bestimmt, dass Häuser ennet des Irabaches, also nördlich vom heutigen Marktplatz, nicht aufgestockt werden dürfen, da dies einer möglichen Brandbekämpfung zuwider laufe.
Jahr
1387
In der Stadt wird ein Büro für die Vermittlung von Waren eingerichtet.
Ergänzung
Jahr
1388
Der die Kirche St.Mangen umgebende Friedhof wird erweitert.
Jahr
1388
Das Kloster St.Gallen ersteht von den Gielen von Glattbrugg die Burg Helfenberg ob der Glatt bei Cozeasauva.
Jahr
1390
Eine Schar diebischer Gesellen veranlasst die Stadt, bei Branthoch von Sax und Hänni Bäbi von Frümsen um Hilfe anzuhalten, die für einen Monat den Dienst antreten. Für jeden getöteten Gesetzesbrecher erhalten sie 15 Pfund.
Jahr
1390
Eine leichte Erhebung zwischen der «mindere Stadt» oder «Irervorstadt» genannten Siedlung und der Stadtmauer wird geschichtlich erstmalls als Boll (heute Bohl) erwähnt.
Ergänzung
Jahr
1390
Die Insassen vom Siechenhaus Linsebühl werden, arme elende und verschmähte Siechlin, genannt.
Jahr
1391
15. April
Johann und Christan von Kappel übereignen dem Heiliggeistspital die Rechte an einem Wald in Rotmonten.
Jahr
1393
Schon mit 16 Jahren haben Bürger dem Burger-, dem Zunftmeister und den Räten den Treu- und Gehorsamseid zu schwören.
Jahr
1393
Das grösste landwirtschaftliche Anwesen in Groschlag bei Dieburg (De), ein Dinghof, ist im Eigentum des Klosters St.Gallen.
Jahr
1396
17. August
Abt Kuno von Stoffeln bestätigt das
Klösterchen Tann und nennt Ursula Brunner als (Meisterin) der Beginen.
Jahr
1396
Die Ritter von Rorschach verkaufen die um 1150 erbaute Rosenburg in Herisau, im Volksmund auch Ramsenburg genannt, an die Fürstabtei St.Gallen.
Jahr
1396
Die Gegend vom Bild (Breitfeld) trägt den Namen Watte.
Jahr
1400
Die Jahresproduktion an guten Tüchern (Leinwand) erreicht deren 2000 à je 130 Ellen (gut 101m) Länge und ca. 1.12m Breite.