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1701 — 1800 Hilfe 1901 — 2000
 1801 — 1900 
Jahr
1801
Frühjahr
Die Theatergruppe «Deutsche Löhlein'sche Theatergesellschaft» bekommt von der Stadtbehörde keine Erlaubnis, in der Stadt aufzutreten. Ihr Bühnenstück, «Die edle Lüge» von August von Kotzebue, wird deshalb in einer Bretterbude im
Langacker gezeigt.
Jahr
1801
14. Oktober
Nachdem das Provisorium im
Langacker nicht genügt, lassen sich die Stadtbehörden schliesslich doch erweichen und stellen der Theatergruppe «Deutsche Löhlein'sche Theatergesellschaft» den Kloster-Marstall zur Verfügung. Zur Premiere des ersten St.Gallertheaters wird «Die Silberne Hochzeit oder das Glück des zufriedenen Landmanns» von Kotzebue aufgeführt.
Jahr
1801
23. Dezember
Erstmals erscheint das neue «St.Gallische Wochenblatt». Es gilt als eigentliche Vorgängerin des «Tagblatts der Stadt St.Gallen», dem heutigen «Tagblatt».
Jahr
1801
Freigabe der Stadtmauer, sie kann jetzt in Privatbesitz übergehen. Häuserbesitzer an der Mauer dürfen nun Fenster einbauen oder unter Umständen sogar Mauerstücke abtragen.
Jahr
1801
Der Waadtländer Marc-Antoine Pellis führt mit der Spinnerei - Aktiengesellschaft St.Gallen die ersten Spinnmaschinen der Schweiz ein, es handelt sich um englische Spinnmaschinen mit Mules und Göpelantrieb. Die Spinnerei wird im Ostteil des aufgehobenen Klosters installiert, das durch die helvetische Konfiszierung aller klösterlichen Güter leer stand.
Ergänzung
Jahr
1802
Caspar Zylis Sohn erwirbt für die Bank Zyli das Haus zum Nothveststein (Notenstein).
Jahr
1802
Ausserhalb der Stadtmauer, am Multertor in Richtung Süden, werden am oberen Graben die ersten Häuser gebaut.
Jahr
1802
Die französische Besatzungsmacht unter General Rey verordnet für die Stadt die Ablieferung aller Waffen zuhanden des Platzkommandos, ausgenommen vom Befehl sind 20 Mann der Bürgerwache und die Bleicher.
Jahr
1803
4. Februar
Unter der Leitung von Hauptmann Wipf aus Schaffausen gehen über 600 Mann der dritten helvetischen Halbbrigade an Bord des französischen Kriegsschiffes Le Redoutable, darunter viele Stadt St.Galler. Sie kämpfen in der Folge auf
Saint Domingue für den französischen Konsul der die seit 1797 verbotene Sklaverei wieder einführen will.
Ergänzung
Jahr
1803
15. April
Ausrufung des Cantons St.Gallen durch den ehemaligen äbtischen Obervogt Karl Müller-Friedberg. Dieses Datum wird als eigentlicher Gründungstag des Kantons St.Gallen bezeichnet. Die Stadt St.Gallen wird Kantonshauptort.
Ergänzung
Jahr
1803
29. Dezember
Ernennung des in königlich-spanischen Diensten gewesenen Josef Stierli aus St.Fiden zum ersten Kommandanten des neu gegründeten St.Gallischen Landjägerkorps.
Jahr
1803
Abt Pankraz Vorster flieht mit einem grossen Teil des klösterlichen Vermögens nach Wien.
Jahr
1803
Rotmonten wird zusammen mit St.Georgen der Gemeinde Tablat zugeteilt.
Jahr
1803
Die Druckerei Johannes Zollikofer übernimmt das St.Gallische Wochenblatt.
Jahr
1803
Karl Müller-Friedberg, ehemaliger Statthalter auf Oberberg, erhält von Napoleon den Auftrag eine konstituierende Versammlung einzuberufen.
Jahr
1803
Der Kanton errichtet im «Grünen Turm» an der Südwestecke der Stadtmauer, dort wo heute die Gallusstrasse vom oberen Graben abzweigt, eine Strafvollzugsanstalt für Kettensträflinge.
Ergänzung
Jahr
1803 bis 1814
Kaspar Steinlin wird Syndicus, bis 1814.
Jahr
1803 bis 1848
18. Mai
Das Appelationsgericht fällt in dieser Zeit 27 Todesurteile wovon 17 auf der Laimat vollstreckt werden.
Jahr
1804
18. Mai
Die kantonale Militärorganisation hält an der bisherigen Verpflichtung fest, Wehrmänner müssen sich die Waffen und die Bekleidung weiterhin selber beschaffen.
Jahr
1805
8. Mai
Der Grosse Rat beschliesst mit 36 zu 33 Stimmen das Kloster aufzuheben. Die Regierungsmehrheit war der Auffassung, dass das Kloster schon 1798 aufgehoben worden sei, demnach war es eher eine Bestätigung als ein Beschluss.
Kommentar
Jahr
1805
Der Umbau im Kloster manifestiert sich vor allem in der leichten Versetzung des Abttrohns und die Umfunktionierung des Hochaltars in einen Gemeindealtar.
Jahr
1805
An den Häusern der Stadt werden, um das Auffinden von Personen zu erleichtern, Assekuranznummern angebracht.
Ergänzung
Jahr
1805
Der erste Landammann des neuen Kantons St.Gallen, Karl Müller-Friedberg, gründet die «Theater-Actionnairs-Gesellschaft», aus dem schliesslich das Theater St.Gallen wird.
Jahr
1806bis 1885
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Carl Arnold Gonzenbach, Maler, Kupferstecher und Zeichner.
Jahr
1806
25. September
Gründung der Heimatschutzsektion St.Gallen.
Jahr
1806
Karl Müller-Friedberg, Mitbegründer des Kantons St.Gallen und Gallus Jakob Baumgartner «Kantonsrat» aus Altstätten gründen die Zeitung «Der Erzähler».
Jahr
1806
Dammbruch am mittleren Burgweiher, dieser muss mit Erde und Lehm neu befestigt werden.
Jahr
1806
Das St.Katharinenklösterchen bekommt eine Orgel im Louis XVI Stil.
Jahr
1806
Der Rat lässt zwischen Multertor, via Kugelmoos nach Platten die Blattenstrasse anlegen.
Jahr
1806
Nach der Klosteraufhebung wird unter anderem auch das bis dahin in dessen Besitz gewesene Schloss Roggwil an Güterhändler verschachert.
Jahr
1806
Das dem Kloster St.Gallen gehörende Wasserschloss Hagenwil, wird nach Aufhebung des Klosters vom damaligen Verwalter, Benedikt Angehrn, gekauft.
Ergänzung
Jahr
1806
Der Kanton St.Gallen verkauft die ehemals dem Koster St.Gallen gehörende Gemeinde Ebringen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald an Baden De.
Jahr
1807
8. Mai
Liquidation des Klosters und seines Besitzes, die Besitztümer und Vermögenswerte der Abtei werden zwischen dem Kanton und den Katholiken aufgeteilt.
Jahr
1807
31. Juli
Obwohl die Behörden den Einsturz der sich kurz vor ihrem Abbruch befindenden Holzbrücke in Kräzern befürchteten, kann ein Glockentransport von über neun Tonnen, gezogen von 18 Pferden die Brücke passieren und zur protestantischen Kirche in Herisau weitergeführt werden.
Ergänzung
Jahr
1807
Die barocke Schutzengelkapelle vor dem nordwestlichen Eingang zur Stiftskirche wird nach nur 41 Jahren wieder abgerissen.
Jahr
1807
Bruggen erhält eine eigene, katholische Pfarrei (St.Martin-Bruggen).
Jahr
1808bis 1868
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Johann Jacob Rietmann, Zeichner und Kupferstecher.
Ergänzung
Jahr
1808bis 1868
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Carl August von Gonzenbach, Historiker, Nationalrat, Kantonsrichter und Präsident des Kaufmännischen Directoriums.
Ergänzung
Jahr
1808
Baubeginn für das Bleicheliquartier.
Jahr
1808
Der Pulver- oder Ladererturm bei St.Mangen, sowie der Harzturm oben an der Metzgergasse und grosse Mauerteile werden geschleift, die Steine werden für den Bau des neuen Waisenhauses an der Rosenbergstrasse verwendet.
Jahr
1808
Das um 1150 herum entstandene romanische Kreuz des Klosters St.Gallen bekommt im Kreuzgang des Klosters Maria vom guten Rat und des hl. Antonius von Padua in Notkersegg einen neuen Platz.
Jahr
1808 bis 1810
Bau des heutigen Hochaltars im Kloster.
Jahr
1808
Der klösterliche Herrschaftssitz, die Rehburg an der Rorschacherstrasse, wird gebaut.
Jahr
1808
Die seit 1801 bestehende «Spinnerei - Aktiengesellschaft St.Gallen», die im Ostteil des leerstehenden Klosters einquartiert, mit modernsten englischen Baumwollspinnereimaschinen arbeitete, muss aus finanziellen Gründen ihre Fabrikation im Tuchhaus an der Neugasse weiter betreiben.
Ergänzung
Jahr
1808 bis 1810
Der einstige Otmarschor im Westen der Kathedrale wird abgebrochen. Joseph Simon Moosbrugger erstellt an dessen Stelle eine Empore.
Jahr
1808/9
Das Gymnasium Katholischer Fundation, später Katholische Kantons Realschule, öffnet im ehemaligen Klostergebäude seine Tore.
Jahr
1808/9
Die St.Martinskirche in Bruggen bekommt einen Glockenturm.
Ergänzung
Jahr
1809
Georg Leonhard Hartmann schafft eine Kupferplatte mit den Grundrissen der Stadt St.Gallen, wobei sich die Genauigkeit hauptsächlich auf das Abschreiten des zu skizierenden Teils beschränkt. Das Original ist im Besitze des Vermessungsamtes.
Jahr
1809
Abbruch der Mauer zwischen Brühl- und Pletztor, mit dabei ist leider auch der zur Befestigung gehörende Michaelsturm der etwa in der Mitte zwischen den beiden Toren stand.
Jahr
1809
In der Stadt werden 7388 Reformierte und 730 Katholiken, insgesamt also 8118 Personen gezählt.
Jahr
1810
Aus einem Bauernhaus auf dem vormals Studegüggi oder Chrützberg genannten Stadthügel, wird das Restaurant Freudenberg errichtet.
Ergänzung
Jahr
1810
Der Holzerker, Metzgergasse 7, wird erstellt.
Jahr
1810 bis 1980
Der um ca. 1518 erstellte Runde Turm neben dem Karlstor, einst Teil der Befestigungsanlagen, wird als Gefängnis genutzt.
Jahr
1811
12. Juli
Das neue Waisenhaus am Fusse des Rosenbergs, später Verkehrsschule, kann bezogen werden. Das Fundamentmaterial stammt aus dem abgebrochenen Pulverturm bei St.Mangen und dem Harzturm oben an der Metzgergasse.
Jahr
1811
16. Oktober
Die Kräzernbrücke wird eingeweiht, es handelt sich hiermit um die erste Vollsteinbrücke die in derartig enormer Höhe (Zeitchronik), 25m einen Fluss, die Sitter überspannt. Für den Bau, der vier statt zwei Jahre dauerte und fünfmal mehr Kosten verursachte als veranschlagt, wurden auch Sträflinge eingesetzt.
Anekdote
Jahr
1811
Der Turm des Karlstores wird zum Kantonalen Untersuchungsgefängnis umgebaut.
Jahr
1811
Michael Weniger und Johann Jakob Rieter bauen am Standort der einstigen oberen Klostermühle und späteren Maestrani Schokoladenfabrik eine Spinnerei.
Ergänzung
Jahr
1811
Gründung der Zinstragenden Ersparungs-Cassa der Stadt-Gemeinde St.Gallen.
Jahr
1811
Das Restaurant der Brauerei Stocken wird eingeweiht.
Jahr
1812bis 1791
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Friedrich Albert Wenner, Industriepionier im Bereich der Textilproduktion in Süditalien..
Jahr
1812
15. August
Dämme, Brücken, Stege werden zum Spielball der hochgehenden Steinach, in der Abraham Hofmann mit Holzfischen beschäftigt, sein Leben lassen muss.
Jahr
1812bis 1888
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Arnold Halder, Kaufmann und Liederdichter.
Jahr
1812
Das Kaufmännische Direktorium (Handelskammer) stellt in einer Eingabe an die Kantonsregierung fest, dass wegen der französischen Zollpolitik mehrere tausend Menschen bitterste Not erleiden müssen.
Jahr
1812
Bartholome Rheiner eröffnet in der Spiservorstadt das momentan einzige öffentliche Bad der Stadt.
Jahr
1812
In der Stadt sind vier Pflastermeister für den Unterhalt von Strassen und Plätzen zuständig.
Jahr
1812
Neun Lohnkutschereien unterhalten den Verkehr in der Stadt und der Umgebung.
Jahr
1812
Die Stadt St.Gallen hat 8900 Einwohner.
Jahr
1812
Die Buchdruckerei Zollikofer und Züblin an der Neugasse geben das erste Adressbuch von St.Gallen heraus.
Jahr
1812
Die Klosterfrauen des St.Wiboradaklosters in St.Georgen werden angewiesen keine Novizinnen mehr aufzunehmen, dass Verdikt führt zum Untergang des kleinen Klosters.
Jahr
1812
Die Besitzer des Geländes, auf dem später der Stadtpark entstehen wird, die Familie Scherer, erbaut einen Pavillon, heute Stadtpark-Pavillon genannt. Vorab die städtische Oberschicht frönt dort dem Badevergnügen.
Jahr
1812
Eröffnung der Landstrasse vom Schibenertor bis Zürich.
Jahr
1813bis 1904
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Gaspard Gsell, Glasmaler.
Ergänzung
Jahr
1813bis 1893
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Marrhäus Hipp, Uhrmacher und Erfinder.
Ergänzung
Jahr
1813bis 1898
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Johann Christoph Kunkler, Architekt.
Ergänzung
Jahr
1813
Teile des 1807 von der Stadt St.Gallen konfiszierten Klosterbesitzes werden den Katholiken zurückgegeben.
Jahr
1813
Die Verwaltung der katholischen Kirchengüter wird dem Kath.- Administrationsrat als Rechtsnachfolger der Abtei anvertraut.
Jahr
1814
31. August
Der katholische und evangelische Konfessionsteil erlangen öffentlich-rechtliche Anerkennung.
Jahr
1814
25. September
Um dem Zorn der anrückenden Rheintaler-Bauern zu entgehen flieht Karl Müller-Friedberg, zusammen mit den Regierungsräten Julius Zollikofer und Dominik Gmür, nach Romanshorn.
Jahr
1814
Teilweise mit Waffengewalt schafft es Karl Müller-Friedberg, den Mediationskanton St.Gallen gegen partikulare Interessen zu verteidigen.
Jahr
1814
syndicus: Johann Jakob Mayer, bis 1816.
Jahr
1815bis 1896
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Jacob Laurenz Gsell, beteiligt an einem Handelsunternehmen in Rio de Janeiro, später nach seiner Rückkehr Gründungsmitglied der Helvetia-Versicherung, Bankpräsident der Deutsch Schweizerischen Creditbank und Bezirksrichter.
Ergänzung / Kommentar
Jahr
1815
Für die Stadt sind vier Polizeidiener angestellt.
Jahr
1815
Die ehemaligen Bleichen werden als Pflanzplätze an die Bürger vermietet.
Jahr
1815
Auf der zuvor geschaffenen Westempore in der Kathedrale St.Gallen kann eine Orgel geweiht werden.
Jahr
1815
Vom grünen Turm oben bei der heutigen Einmündung der Gallusstrasse in den Oberen Graben wird in Richtung Norden der Stadtgraben ausgefüllt.
Ergänzung
Jahr
1815
8. Juni
Die Bürgerliche Witwen- und Waisenstiftung wird gegründet.
Jahr
1816
16. Januar
Die erste St.Galler Loge, die Eintracht, wird gegründet.
Jahr
1816bis 1897
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Arnold Otto Aepli, Jurist, Politiker und Diplomat.
Ergänzung
Jahr
1816
Die von den Winterthurer Unternehmer Hans Ulrich Graf und Johann Jacob Rieter erbaute Spinnerei Buchenthal nimmt mit 36 Spinnstühlen den Betrieb auf.
Jahr
1816
Präsident des Stadtrates: Hermann Fels, bis 1829.
Jahr
1816
Eine Hungersnot mit gegen 2000 Toten bewirkt, dass die Hülfsgesellschaft der Stadt St.Gallen wieder ins Leben gerufen wird.
Ergänzung
Jahr
1816
Gemüts- und Geisteskranke Menschen bekommen im Näfenacker beim Steingrübli eine abgesonderte Unterkunft «Tollhaus».
Ergänzung
Jahr
1816
Präsident des Stadtrates: Joachim Steinmann, bis 1831.
Jahr
1816
Das neue Organisationsgesetz bestimmt, dass sich der Gemeinderat neu Stadtrat nennt.
Jahr
1816/17
Mit dem Ziel, der Hungersnot etwas entgegen zu wirken, wird die «bürgerliche Kuhweide» am Bernegghang in zahlreiche Bödenen (Pflanzplätze) aufgeteilt und günstig verpachtet.
Jahr
1817
17. September
Christoph, der eine Sohn von Anna Maria Högger, fällt in der Neugasse, etwa auf der Höhe von Gerber Scheitlin, an der tiefsten Stelle in den Wasserkanal. Ein anderer Knabe, armer Bursche genannt, rettet ihm das Leben.
Jahr
1817
Die Zahl der Polizeidiener wird um eine Person erhöht, es sind jetzt insgesamt deren fünf Mann.
Jahr
1817 bis 1819
Um die Rissbildung und deren Verbreiterung in den Mauern des Klosters zu eliminieren, werden in den Wänden Balken und Klammern zur statische Sicherungen eingebaut.
Jahr
1817
Das Elend der Hungersnot im weiteren Umfeld der Stadt zeigt sich eindrücklich, wenn Mütter Ihre Kinder wie Schafe auf die Weide schicken um dort das Gras zu essen. Ein kleiner Lichtblick kommt aus Russland, Zar Alexander I. sendet immerhin 100'000 Rubel als Hilfsgelder.
Jahr
1818bis 1898
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Dr. med. Theodor Gsell Fels, Sachbuchautor Kunsthistoriker und Mediziner.
Jahr
1818
15. Mai
Eine Verordnung des kleinen Rates über Aufenthalt und Verkehr der Juden, erweitert etwas deren Bewegungsfreitheit.
Jahr
1819bis 1896
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Johann Jakob Weilenmann, Alpinist.
Ergänzung
Jahr
1818
Der Russlandfeldzug bewirkt einen starken Bestellrückgang von Tuch aus St.Gallen. In der Folge wird auf den ehmealigen Bleichen Korn angesäht.
Jahr
1818
Stillegung der Spinnereibetriebe im aufgehobenen Kloster.
Jahr
1819
29. Januar
Die St.Gallische Naturwissenschaftliche Gesellschaft (NWG) wird gegründet.
Jahr
1819
Der Gefängnisturm auf der Hinterseite des Rest. Hirschen in St.Fiden wird abgebrochen.
Jahr
1819
Christian Fischbacher aus dem St.Gallischen Toggenburg legt als 16jähriger den Grundstein für eine Textilfirma in St.Gallen die heute weltweit bekannt ist.
Jahr
1820
Der Rat ersteht das Rietmännische Haus zu St.Gallibrunn (Wassergasse) um das neue Fremdenspital einzurichten.
Ergänzung
Jahr
1820
Der Holzerker zur (Klarheit), Webergasse 20, wird erstellt.
Jahr
1820bis 1904
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Emil Rittmeyer, Sohn des Stickereiunternehmers Jacob Bartholome Rittmeyer, Maler mit Vorliebe für Genre- und Historiengemälde, wie z.B das Gemälde wo Johannes Kessler die Bibel erklärt usw.
Jahr
1821
Michael Weniger aus Sigmaringen (De) eröffnet in St.Georgen (Schlipf) am Bach eine kleine Giesserei.
Jahr
1821
Der Männerchor Harmonie der Stadt St.Gallen wird gegründet.
Jahr
1822
Die in der Stadt niedergelassenen Katholiken gründen eine eigene Schulgemeinde.
Jahr
1823
Die Bulle von Pius VII. bestätigen nun auch die kirchliche Aufhebung des Klosters.
Jahr
1823
Zwecks Nutzung der Wasserkraft, erstellt Michael Weniger im Philosophental einen Stauweiher (Wenigerweiher).
Jahr
1823
Die Torbogen der äusseren Vorwerke des Müller- und des Spisertores werden abgerissen.
Jahr
1824bis 1883
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Theodor Hahn, Apotheker, Heilpraktiker.
Ergänzung
Jahr
1824
27. September
Gründung des Doppelbistums von St.Gallen und Chur, Bischof wird Karl Rudolf von Buol-Schauenstein, die Stiftskirche St.Gallen wird Kathedrale. Sein Amt als Bischof bekleidet er bis 1833.
Jahr
1824
Das Gregoriusfest wird erstmals Jugendfest genannt, heute Kinderfest.
Ergänzung
Jahr
1824
Im Moos bei Bruggen wird ein römischer Münzenschatz gefunden.
Jahr
1824
Gründung der Zofingia am Gymnasium St.Gallen.
Ergänzung
Jahr
1824
Der Stadtrat erachtet es als notwendig den Polizeiverwalter anzuweisen, den Harschieren rund um unsere Hauptkirche (St.Laurenzen) ein besseres Benehmen beizubringen.
Jahr
1824 bis 1841
Im Tuchhaus an der Neugasse, auch Bürgermange genannt, wird die Bürgerliche Knabenrealschule eingerichtet.
Jahr
1825
20. April
Die Finanzkommission im Regierungsgebäude in St.Gallen versteigert die dem Kanton gehörende «Burg Waldegg». Neuer Besitzer ist der St.Galler Kaufmann Johann Jakob Täschler, der darin eine Rotfärberei einrichtet.
Jahr
1825
Die Stadt zählt, Straubenzell und Tablat einberechnet, 177 Quellen und Brunnenstuben. Von Ausnahmen abgesehen werden diese von einem Brunnenmeister, einem Unterbrunnenmeister, vier Brunnenknechten und drei Handlangern unterhalten.
Jahr
1825
Das bald weitherum sehr beliebte und inzwischen schon längst wieder abgebrochene Gasthaus «Zum Pfauen» am Platztor wird erstellt.
1825 Der Name Engelgasse wird erstmals aktenkundig, zuvor wurde sie Vordergasse genannt.
Ergänzung
Jahr
1826
In der Multergasse werden die ersten Gaslaternen aufgestellt.
Jahr
1826
Der übliche Weinzehnt von Wasserburg am Bodensee an das Kloster St.Gallen wird aufgehoben.
Jahr
1826
Der Metzger und Wirt Johann Jakob Müller wird Besitzer des einstigen Zunfthauses der Metzger in der Metzgergasse. Er nennt es Restaurant zum goldenen Lamm, 60 Jahre später wird erstmals der Name zum goldenen Schäfli genannt.
Jahr
1826
Beim Schützengarten wird eine neue Schiessanlage eröffnet.
Jahr
1827
Der Kunstverein wird gegründet.
Jahr
1827
Die Durchfahrt beim Spisertor wird erweitert.
Jahr
1827
Die Leinwandschau, eine einst für die Qualitätstücher unserer Stadt sehr wichtige Kontrolle, wird aufgehoben.
Jahr
1828
31. März
Im Protokoll der Baukomission heisst es, der Wasserkanal im Gänglein ist in sehr schlechtem Zustand und bedarf dringend einer Wiederherstellung.
Ergänzung
Jahr
1828bis 1914
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Otto Henne am Rhyn, Schriftsteller, Staatsarchivar in St.Gallen.
Jahr
1828
Michael Weniger gründet die Maschinenfabrik St.Georgen, die in der Folge bis zu 420 Arbeiter beschäftigt.
Jahr
1828
Zum Trocknen von gefärbten Stoffbahnen wird der Tröckneturm errichtet, er gehört zu einer Rotfärberei die nach Aufhebung des Klosters in der Burg Waldegg eingerichtet wurde.
Jahr
1828
Das Schuh- und Schmalzhaus an der Marktgasse, oben bei der Schiedmauer, wird abgerissen und an selbiger Stelle ein neues Markthaus erstellt.
Jahr
1828
Der Zugang zum Klosterhof, bis dahin eine Verlängerung der Kugelgasse durch das Hoftor in der Schiedmauer, wird um ca. 50m nach Westen verschoben.
Ergänzung
Jahr
1828
Johann Zuber erstellt den ersten trigonometrisch vermessenen Stadtplan.
Jahr
1828
Die aus dem Spätmittelalter stammende Hüslibrücke im Martinstobel (Martinsbrücke), wird durch eine gleichgeartete Brücke ersetzt.
Jahr
1829
Über das frühere St.Fiden steht im «Neujahrsblatt» unter anderem folgende Beschreibung: Dieses Dörfchen liegt auf einer schönen Ebene, eine Viertelstunde nordöstlich von St.Gallen, für dessen katholische Bevölkerung es der Begräbnisort ist.
Jahr
1829
Karl Müller-Friedberg, bittet den einstigen Abt Pankraz Vorster um Verzeihung. Er hatte aus Sicht des Klosters im Toggenburg die Interessen des Klosters verraten. Der ehemalige Abt vergibt ihm mittels eines Briefes.
Jahr
1829
Bankraz Vorster, der letzte Abt von St.Gallen, stirbt im Kloster Muri AG.
Jahr
1829
Präsident des Stadtrates: Dr. med. Bernhard Wild, bis 1830.
Jahr
1830
27. Januar
Während 6 Tagen wütet an der St.Magnihalde ein Grossbrand dem acht Menschen zum Opfer fallen und 12 Gebäude zerstört werden.
Jahr
1830bis 1902
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Friedrich Bernhard Wartmann, Botaniker und Pflanzensammler.
Jahr
1830
Der Brunnen auf dem Brunnenplatz vor der Hexenburg in der Hinteren Lauben wird durch einen neuen aus Eichenholz ersetzt.
Jahr
1830
Ein junger Mann wird wegen öffentlichem Karessieren einer Jungfrau ins Gefängnis gebracht.
Jahr
1830
Präsident des Stadtrates: Karl August Gonzenbach, bis 1831.
Jahr
1830
Das Fehrsche Schössli am Höhenweg erhält einen Treppenturm.
Jahr
1830
Johann Früh aus Mogelsberg kauft dem Wirt im «Gänglein» (Restaurant an der Verbindung zwischen Schmid-Multergasse) dessen Haus für 12'0000 Gulden ab und nennt das Restaurant neu «Toggenburg», damit wird das «Gänglein» zum Toggenburggässlein.
Ergänzung
Jahr
1831
3. Januar
Eine freisinnige Zeitung mit Namen «St.Galler Zeitung» kommt auf dem Markt.
Jahr
1831
12. Januar
Der kantonale Verfassungsrat wird unter Druck gesetzt. Zahlreiche Demokraten aus Altstätten sorgen vor der Türe des Verfassungsrates im Regierungsgebäude für Unruhe, damit dieser das Referendum bejahe, was er unter dem Druck auch macht.
Ergänzung
Jahr
1831
9. Oktober
Die Stadt sieht sich veranlasst, die archivarische Trennung zwischen Ortsbürger- und politischer Gemeinde einzuleiten.
Jahr
1831
Dezember
Der Gemeinderat setzt die Polizeiorganisation fest, da ein eigentlicher Gründungstag offiziell nicht beschrieben ist, wird dies aus heutiger Sicht als Gründungszeit der Stadtpolizei genannt.
Jahr
1831
Gemeindeammann: Karl August Gonzenbach, bis 1835.
Jahr
1831 bis 1833
Verwaltungsratspräsident (Bürgerrat): Johann Jacob Zollikofer.
Jahr
1831
Sein autoritärer, diktatorisch wirkender Führungsstiel macht Karl Müller-Friedberg zum Feindbild der radikal-liberalen Opposition, die im Zug der Regeneration seinen Sturz herbeiführt. Karl Müller-Friedberg zieht sich verbittert nach Konstanz zurück.
Jahr
1831
1816 vom Stadtrat zum Gemeinderat zum umbenannt, wird letzterer neu wieder zum Stadtrat.
Jahr
1832
2. April
Die Polizeikommission stellt fest, dass die Brunnensäule des am Tag zuvor neu erstellten Brunnens beim Rathaus an der Marktgasse zu niedrig und zu geschmacklos ist. Die Kommission beantragt dem zustimmenden Gemeinderat die Erhöhung der Säule mittels eines Aufsatzes von zwei bis drei Schuh, so das die Proportionen einigermassen stimmen.
Jahr
1832
27. Mai
Ein Tuch in St.Gallen hergestellt und bedruckt, das Hambachertuch, schreibt Geschichte. Es bekommt als Erinnerungsstück an das Hambacherfest, in tausenden von Exemplaren, sehr grosse Verbreitung und wurde mit dem Fest zusammen zum Symbol der Demokratie in Deutchland.
Ergänzung
Jahr
1832
26. Juli
Eine Vereinbahrung regelt die Rechte und Pflichten der Stadtpolizei und der Feuerwehr in dem zu
Tablat gehörenden Stiftsumfang.
Jahr
1832
Die «Kranken-, Invaliden und Sterbekasse der Typographen» wird gegründet.
Jahr
1832
An der Kunst- und Industrie-Ausstellung, die im Spätherbst im Saal «Zum Antlitz» an der Neugasse stattfindet, sind unter anderem auch Radierungen von Jacob Rietmann zu sehen.
Ergänzung
Jahr
1832
Eine Pedition von 102 Bürgern verlangt den Abbruch des Multertores.
Jahr
1832
Die Steinach betreibt zur Zeit 14 Mühlen, 3 Spinnereien, 5 Sägen, 6 Appretierereien, 2 Schleifmühlen, 2 Bleichen und 3 andere mechanische Einrichtungen.
Ergänzung
Jahr
1832
Eine Ausscheidungsurkunde regelt zwischen der Politischen- und der Genossengemeinde den Besitz der Ortsbürgergemeinde. Das Stadtarchiv wird letzterer übereignet.
Jahr
1833
Im Hl. Geistspital können arme Menschen eine Nacht gratis übernachten, wer länger bleibt wird aus der Stadt gebracht, Armen- oder Bettelschub genannt.
Jahr
1833 bis 1834
Verwaltungsratspräsident (Bürgerrat): Peter Ehrenzeller.
Jahr
1833
Das Restaurant Freudenberg wird mit einem Turm versehen, was einen burgähnlichen Anblick ergibt.
Jahr
1833
Franz Saurer aus Sigmaringen tritt in die Maschinenwerkstätte St.Georgen von Michael Weniger ein, wo er bald in die Geschäftsleitung aufsteigt. Ergänzung.
Jahr
1833
Die bischöfliche Kurie enthebt den Pfarrer und Professor Alois Fuchs wegen seines Eintretens für eine demokratische Kirchenverfassung aller seiner Ämter.
Jahr
1833
Das Gesetz über die Einteilung des Kantons in Ortsgemeinden tritt in Kraft und bestimmt welches Territorium die Ortsbürgergemeinde St.Gallen ausmacht. Dies sind Altstadt, Kreuzbleiche, St.Leonhard, Nest, Bernegg, Mühlegg, Harfenberg, Linsebühl, St.Jakob, Leimat, Rosenberg. Der Gemeinderat mit fünfzehn Mitgliedern und 11 Mitgliedern aus dem Verwaltungsrat der Ortsbürgergemeinde sind fortan für die Gemeinde zuständig.
1834 3. Juni
Das Frauenkloster St.
Wiborada in St.Georgen wird aufgehoben.
Ergänzung
Jahr
1834
9. November
Bischof von St.Gallen und Chur, Johann Georg Bossi. Sein Amt als Bischof bekleidet er bis 1836.
Jahr
1834
Der 1809 abgesetzte König von Schweden, Gustav der IV. kommt nach vielen Jahren unsteter Herumreiserei unter dem pseudonym Oberst G.A. Gustafsson nach St.Gallen wo er im Gasthaus zum «Weissen Rössli» beim Multertor Wohnsitz nimmt und 1837 stirbt.
Jahr
1834
Der Würtemberger Matthäus Hipp, entwirft in St.Gallen das elektrische Pendel für Uhren, englisch und französisch.
Jahr
1834
Das Metzgertor am Hirschengraben, auch Kutzer-, Koster-, Lainbühler- oder Frankentor genannt, wird abgerissen.
Jahr
1834
Die erstmals in Ercheinung getretene Neuteufer-Gemeinde in der Stadt beunruhigt die Öffentlichkeit und steht deshalb unter staatlicher Beobachtung.
Ergänzung
Jahr
1834
Katholisch-Tablat gründet eine Schulgemeinde.
Jahr
1834
Gegen den Willen der städtischen Obrigkeit, die den Verlust des Aus- und Einlasslohns geltend macht, verfügt der kleine Rat des Kantons St.Gallen, dass das nächtliche Sperren der Stadttore aufgehoben wird.
Jahr
1834 bis 1839
Verwaltungsratspräsident (Bürgerrat): Hironymus Wegelin.
Jahr
1835
23. April
Das kantonale Gesetz betreffs Einbürgerung der geduldeten Heimatlosen, bescherrt der Stadt auf Anhieb 13 reformierte Erwachsene und zwei Kinder, sowie 18 katholische Erwachsene mit acht Kindern.
Ergänzung
Jahr
1835
Gemeindeammann: Dr. jur. Christian Friedrich Fels, bis 1839.
Jahr
1835
«Der St.Gallische Wahrheitsfreund», eine neue Wochenzeitung in der Stadt, erblickt das Licht der Welt.
Jahr
1835
Die den Warenverkehr behindernden Flügel der Stadttore werden allesamt an einem einzigen Tag ausgehängt.
Jahr
1835
Auf Peter und Paul wird das Gasthaus Frohe Aussicht erstellt, heute Restaurant Peter und Paul.
Jahr
1835
Das Kind des Wiedertäufers, Georg Joachim Engwiller wird gegen seinen Willen mit der Polizei zur Kirche gebracht und dort getauft.
Jahr
1835
Nördlich des Eichweihers am östlichen Waldrand wird der Buchwaldweiher, Totenweiher genannt, angelegt.
Ergänzung
Jahr
1835
Die Heidengasse wird in Schwertgasse umbenannt.
Jahr
1835
Gründung der «Ersparnisanstalt des Kaufmännischen Directoriums», ab 1966 «Bank des Kaufmännischen Direktoriums».
Jahr
1835
An Stelle des ehemaligen Schwitz- und Wasserbades Lämmlisbrunn eröffnet die Brauerei Bierhof an der Kreuzung Lämmlisbrunnen- Rorschacherstrasse, zwischen Steinach und Sägebach, seine Pforten.
Jahr
1835
Der löbliche Schulrat der Stadt St.Gallen legt den Lehrern nahe, zuweilen mit dem Ziel die Heimat besser kennen zu lernen, mit den Schülern Spaziergänge zu unternehmen.
Jahr
1835
Im Haus vor dem Müllertor (St.Georgenstr. 9) wird eine Hebammenschule, mit dreimonatiger Ausbildung, eingerichtet.
Ergänzung
Jahr
1836
22. Juli
Karl Müller-Friedberg stirbt verbittert in Konstanz, wo er seine Erinnerungen zu Papier brachte.
Jahr
1836bis 1916
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Konrad Menet, Textilhandelsfirma Menet & Cie. in Montevideo, Konsul in Uruguay, Bezirksrichter, Präsident der St.Galler Kantonalbank.
Ergänzung
Jahr
1836
9. Dezember
In der Zeitschrift «Erzähler» ist zu lesen; Auf der Hauptstrasse zwischen Bodensee und Zürich ist endlich das eine der alten unnützen Bollwerke, das Brühltor, ganz abgetragen worden, statt einer unsichern und gefährlichen Schlucht erfreut sich der Verkehr nun einer sehr bequemen und breiten Einfahrt.
Jahr
1836
Das vermutlich nach dem Stadtbrand von 1368 erbaute Müllertor wird abgerissen, und jubelnd wird verkündet, dass nun für Sonne und Licht freier Zugang herrsche.
Jahr
1836
Am Zusammenfluss vom Rütibach und dem Nottentöbelibächli wird der Rütiweiher erstellt. Mit dem Weiher als Wasserspeicher wird sichergestellt, dass die Wasserwerkbesitzer an der Steinach für ihre Fabrikanlagen immer genügend Wasser haben.
Jahr
1836
Die Siftsbibliothek kommt in den Besitz einer Mumie.
Ergänzung
Jahr
1836
Nach dem Tode des Churer Bischofs, Karl Rudolf Graf von Buol-Schauenstein, reklamiert der Kanton St.Gallen das Approbationsrecht placetum regium» für sich allein, was Papst Gregor XVI. bewegt, dass Doppelbistum Chur-St.Gallen zu zerschlagen.
Jahr
1836
Die Hilfsgesellschaft stellt den unbemittelten Mitbürgern einen Armenarzt zur Verfügung, heute Gemeinnützige und Hilfsgesellschaft der Stadt St.Gallen (GHG).
Jahr
1836
Gründung des weiblichen Krankenvereins der Stadt St.Gallen.
Jahr
1837
17. Oktober
Gallus Jakob Baumgartner, Querdenker und Visionär aus Altstätten, stellt im «Erzähler», einer zweimal pro Woche erscheinenden Zeitung, fest, dass es zwischen St.Gallen und Rorschach unbedingt eine Eisenbahnlinie braucht.
Jahr
1837
24. November
Der Kantonsrat geht nicht auf das von Kantonsrat Gallus Jakob Baumgartner aus Altstätten geäusserte Begehren ein, eine Eisenbahnlinie zwischen der Stadt und Rorschach zu erstellen und entscheidet sich statt dessen zu Gunsten einer neu zu erstellenden Kantonsstrasse St.Gallen - Rorschach.
Jahr
1837
Das Schibenertor wird abgebrochen.
Jahr
1837
Eine Zählung der Hausadressen ergibt, dass jetzt ausserhalb der Ringmauer um die Stadt mehr Häuser vorzufinden sind als in der Stadt.
Jahr
1837
Die Baufälligkeit des Heiliggeistspitals als ganzes gibt zu denken. Speziell Sorge bereitet, dass sich die Dicken Aussenmauern immer mehr in Richtung Marktgasse verschieben. Eine Renovation kommt nicht mehr in Betracht, was den Bürgerrat veranlasst sich für einen Neubau auszusprechen.
Jahr
1837
Gründung der «Bank in St.Gallen», sie gewährt in grossem Stil Investitionskredite.
Jahr
1837
Stephan Schlatter gründet die Freie Evangelische Gemeinde St.Gallen.
Jahr
1838bis 1922 Δ
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Leopold Iklé, Textilunternehmer.
Ergänzung
Jahr
1838bis 1891
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Alphonse Bory, Finanzfachmann, Ständerat und Ständeratspräsident.
Jahr
1838
In der Metzgerei Rietmann an der Engelgasse wird die erste St.Galler-Bratwurst mit der heute noch geltenden Rezeptur hergestellt, sie wiegt in etwa 110gr.
Jahr
1838
Das Spitztürmchen in der Stadtmauer beim Hopsgermoos, dort wo heute die Augustinergasse in den Unteren Gaben mündet, wird abgebrochen.
Jahr
1838
Die Blattenstrasse nun korrigiert, führt jetzt vom Kugelmoos direkt via Platten bis an die Grenze der Gemeinde Straubenzell, sie wird zur grenzgesetzlichen Gemeindestrasse erklärt
Jahr
1838
Fabrikanten aus Salerno und englische Partner gründen die Spinnerei Sittertal.
Jahr
1838
Mai
Eine neue Strasse über den Ruppenpass ermöglicht die Einrichtung einer Eilpost zwischen St.Gallen, Altstätten, Feldkirch und zurück.
Jahr
1838
Ein acht Tage dauerndes Eidgenössisches Schützenfest auf dem unteren Brühl.
Jahr
1838
Der seit Urzeiten gelebte Brauch, die älteste Bürgerin und den ältesten Bürger der Stadt mit einem Ehrenpfrund (kostenlose Unterbringung im Pfrundhaus) zu Ehren, wird von der Gemeindsbürgerversammlung aufs neue bestätigt.
Jahr
1838/39
Die immer noch vom Erdbeben von 1774 beschädigte St.Mangenkirche wird renoviert, dabei wird die Männerempore im nördlichen Querschiff entfernt.
Jahr
1839
Gemeindeammann: Albert Kunkler, bis 1860.
Jahr
1839
Edmund Erpf wird Bürgerratspräsident.
Jahr
1839
Zwei Kinder des «Dissidentenpredigers» Wilhelm Wild werden in St.Gallen durch Pfarrer Zollikofer zwangsgetauft.
Jahr
1839
Erstausgabe des «Tagblatts der Stadt St.Gallen», heute «St.Galler Tagblatt».
Jahr
1839
Der alte Brauch des Armen- oder Bettelschubs bekommt eine neue Grundlage. Die neue Armenfuhrordnung ist fortan Sache der politischen Gemeinde.
Jahr
1839
Die Bürgerschaft beschliesst, dass der zur Stadtmauer gehörende Neuturm abgerissen werde und an dessen Stelle eine Verbindung vom Burggraben zur Brühlgasse (Glockengasse) ermöglicht werden soll.
Jahr
1839
Die Linsebühlkirche wird selbständige evang. Pfarrei.
Jahr
1839
Der grüne Turm oder Gallusturm, der an Stelle des ehemaligen Gallustores auch Gallitor genannt am Eingang zur Gallusstrasse stand, wird abgebrochen.
Ergänzung
Jahr
1839
Obligatorisch müssen St.Galler Postillione nun wieder das schon seit langem verstummte Posthorn blasen.
Jahr
1839
Diakon Jakob Heim gründet mit gleichgesinnten den Verein «Rettungsanstalt St.Gallen».
Ergänzung
Jahr
1839
Abriss des Multertores, wegen der Wirtschaft zum «Weissen Rössli» innerhalb neben dem Tor oft auch Rösslitor genannt.
Jahr
1839
Auf dem Leimat wird der Galgen abgebaut.
Jahr
1839
Das Zuchthaus St.Jakob wird seinem Zweck übergeben. Kriminalstrafen und Korrektionsmassnahmen werden nach dem sogenannten Silent System vollzogen.
Jahr
1840
31. Oktober
Wegen einem erlegten, der Wuth verdächtigen Hund wird in der Stadt der Hundebann ausgerufen.
Ergänzung
Jahr
1840
Der Maler und Kupferstecher Johann Baptist Isenring organisiert in seinem Haus vor dem Multertor die erste je durchgeführte Kunstausstellung für Daguerreotypien.
Ergänzung
Jahr
1840
Die Landstrasse vom Pletztor bis zur Thurgauergrenze wird gebaut.
Jahr
1840
Die Spinnerei, Stickerei und Färberei Sittertal nimmt ihren Betrieb auf, um die Wasserkraft zu nutzen musste für die Färberei ein Seitenkanal erstellt werden.
Jahr
1840
Der österreichische Eisenbahnpionier, Alois Negrelli, Erbauer der Spanisch-Brötlibahn (Baden - Zürich) später Planer des Suezkanals, erstellt die Rorschacher Strasse neu.
Ergänzung
Jahr
1840
November
In Zusammenarbeit mit dem 1839 gegründeten Verein «Rettungsanstalt St.Gallen» gründet der
Appreturarbeiter Hensel eine Rettungsanstalt für verwahrloste Kinder.
Jahr
1840
Die Stadtmauer der nördlichen Altstadt, vom Spiser- bis zum Platztor, wird geschleift.
Jahr
1841bis 1920
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Adolf Saurer, Unternehmer.
Ergänzung
Jahr
1841bis 1910
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Alexander Baumgartner, Jesuit und Literaturwissenschafter.
Jahr
1841
Christian Hieronimus Girtanner wird Bürgerratspräsident.
Jahr
1841
Die Landstrasse nach Speicher wird über Tivoli und Notkersegg gebaut.
Jahr
1841
Die Stadt verfügt über insgesamt 49 Gaslaternen. Zehn davon werden duch die Polizei und die übrigen durch Anwohnern besorgt.
Jahr
1841
In der Stadt wird ein Handwerkergesellenverein ins Leben gerufen.
Jahr
1841
Hauptgläubiger der Maschinenfabrik Weniger, Gottlieb Freiherr von Süsskind, übernimmt die in Schwierigkeiten geratene Fabrik.
Jahr
1841
Die Knabenschule kann seine Tätigkeit im Grabenschulhaus aufnehmen.
Jahr
1841
Dem Anbau des Zeughausflügels an die Pfalz im nördlichen Teil des Klosterhofes muss ein weiterer Teil der Schiedmauer und damit auch das Hof- oder Klostertor weichen.
Ergänzung
Jahr
1841
In der Gemeinde Straubenzell, wird an der Zürcherstrasse 126 ein Bürgerasyl erbaut.
Jahr
1842
4. August, 12:00 Uhr
Das Restaurant Freudenberg fällt einem Brand zum Opfer.
Jahr
1842bis 1901
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Jakob Müller, Gemeinderat, Gemeindeammann, Bezirksgerichtspräsident, St.Galler Kantonsrat, Kantonsratspräsident und Nationalrat.
Jahr
1842
In St.Gallen erscheint die erste Ausgabe der «Schweizer Zeitung», vom Alstätter, Gallus Jakob Baumgartner herausgegeben. Nach vier Jahren wird der Titel geändert in «Die Neue Schweiz».
Jahr
1842
In einem Artikel des St.Galler Tagblattes wird bauwilligen das Recht für einen Erkerbau abgesprochen. Die Strasse gehöre schliesslich der Polizei und Eigentum dürfe nicht von Dritten in der Luft überbaut werden.
Jahr
1842
Die Eröffnung der Strasse von St.Gallen via Trogen nach Altstätten wird wahr.
Ergänzung
Jahr
1843
29. November
Auf der Leimat wird die letzte Hinrichtung im Kanton St.Gallen vollzogen. Der Mörder Peter Waser wird durch den bekannten
Scharfrichter Johannes Bettenmann aus Altstätten hingerichtet.
Ergänzung
Jahr
1843
Joh. Mich. Scheitlin wird Bürgerratspräsident.
Jahr
1843
Das Haus Schwertgasse 22 wird gebaut, dort stand zuvor der zur Stadtbefestigung gehörende Miachelsturm.
Jahr
1843
Die Zinstragende Ersparungs-Cassa der Stadt-Gemeinde St.Gallen nennt sich neu Ersparniskasse.
Jahr
1843
Industrie- und Gewerbeausstellung, 11. Kantone beteiligen sich.
Jahr
1843
Die «Leinwand- und Anlehenscassa» wird aufgehoben.
Jahr
1843
Johann Zuber verkauft der Stadt für 25 Gulden den von ihm erstellten trigonometrischen Stadtplan.
Jahr
1843 bis 1846
Beim Kloster wird an der Stelle des früheren Bruderhauses die Kinder- und Schutzengelkapelle erstellt.
Jahr
1843 bis 1847
Die Ärzte Johannes Seitz und Friedrich Vonwiler rufen an der Ecke Ilgen-, Bogenstrasse die Nervenheilanstalt Paradies ins Leben.
Ergänzung
Jahr
1843 bis 1844
Auf der Nordseite des Klosterplatzes entsteht nach den Plänen von Felix Wilhelm Kubly der Zeughausflügel und die katholische Schule, sowie die Kinderkapelle.
Jahr
1844 bis 1845
Bau der Landstrasse nach Heiden und Rehetobel.
Jahr
1844
Die Wachthütte auf der Hochwacht auf Bernegg wird zum Abbruch verkauft.
Jahr
1844
Auf dem Freudenberg wird an Stelle des abgebrannten Gasthauses ein neues erstellt.
Jahr
1844
Franz Elysäus Rittmeyer richtet an der Webergasse mit 12 Maschinen die erste Stickfabrik ein.
Jahr
1845bis 1923
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Gottfried Julius Kunkler, Architekt.
Ergänzung
Jahr
1845
2. Oktober
Das auf der Linsebühlbleiche gebaute Bürgerspital wird eingeweiht, es dient nun an Stelle des Heiliggeistspitals an der Marktgasse.
Jahr
1845
Belegt ist die Hauptwache der Polizei im alten Spitalgebäude des Heiliggeistspitals.
Jahr
1845
Naturheilarzt Dr. Theodor Hahn gründet die Kuranstalt «Untere Waid».
Ergänzung
Jahr
1845
Der die Stunde ausrufende Nachtwächter hat ausgedient, er wird durch eine Polizei-Patroullie ersetzt.
Jahr
1845
Eine überbaute Verbindung, die vom Martplatz aus gesehen die ersten Häuser in der Spitalgasse, links die Ilge und rechts das Heiliggeist-Spital verbunden hat, wird abgebrochen.
Ergänzung
Jahr
1845
In den Spinnereien Buchental und St.Georgen kommen die ersten Dampfmaschinen zum Einsatz.
Jahr
1845
Der Springbrunnenplatz, heute Grabenpärkli, wird angelegt.
Jahr
1845
Im äusseren Klosterhof wird zwischen der Kinderkapelle und dem Schulhaus ein kleiner Brunnen erstellt.
Jahr
1845 bis 1865
Ab St.Gallen fährt täglich ein Eilpostwagen via Ruppenpass nach Feldkirch.
Jahr
1846
25. Februar
Gründung des vom Kaufmännischen Direktorium und der gemeinnützigen Gesellschaft geförderten «St.Gallisch-Appenzellischen Eisenbahn-Vereins», mit dem Ziel die Stadt von Westen und von Osten mit einer Eisenbahn zu erschliessen.
Ergänzung
Jahr
1846
15. Mai
Der Steinmetz Wild kann dem Gemeinderat die Erstellung des neuen Brunnens auf dem
Lindenplatz bekannt geben.
Jahr
1846bis 1938
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Victor Fehr, Politiker, Präsident der schweizerichen Landwirte und Gutsbesitzer, Kantonsrat TG, Oberst und Brigadekommandant der Kavalleie.
Ergänzung
Jahr
1846
7. Juli
Die Polizeiwache bezieht Räumlichkeiten im Rathaus am Markt.
Jahr
1846bis 1900
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Roderich Kunkler, St.Galler Bezirksammann, Grossrat und Nationalrat.
Jahr
1846
22./23. August
Die Steinach zu einem ausserordentlichen Wildwasser angeschwollen, reisst die
Blöcher der Mühleggsägerei durch die Mühlenenschlucht wo sie die Stützmauern von den Gärten zwischen Müller- und Karlstor sowie die Brücke zur Haberdarre wegreissen.
Jahr
1846
10. Oktober
Bischof Johann Peter Mirer. Er bekleidet sein Amt als Bichof bis 1862.
Jahr
1846
Der Biersieder Hock erstellt im Krontal das Gasthaus Krone.
Jahr
1846
Gesamtrenovation der Klosteranlage Maria vom Guten Rat (Notkersegg).
Jahr
1846
Erwähnt wird zu St.Laurenzen eine Turmwache die Feuer und sonstige Vorkommnisse melden muss.
Jahr
1847
30. August
Johann-Peter Mirer wird zum ersten Bischof von St.Gallen geweiht und waltet seines Amtes bis 1862, er nimmt Sitz im westlichen Teil des Hofflügels. Die beiden Halbkantone von Appenzell unterstehen der apostolischen Administration des Bistums St.Gallen.
Ergänzung
Jahr
1847
Carl Johannes Greith der in München studierte, übernimmt die Leitung der Gesangsgesellschaft und unterrichtet Musiktheorie und Praxis an der Oberstufe.
Jahr
1847
Im ehemaligen St.Wiboradakloster in St.Georgen wird ein Seminar- und Bildungshaus des Bistums eingerichtet.
Jahr
1847
Die Bank in St.Gallen zieht in ihren Neubau beim Portnerhof an der Bankgasse ein.
Jahr
1847
Die Bürgergarde und das Kadettenkorps der Stadt empfangen in Bruggen die vom Sonderbundskrieg heimkehrenden Appenzeller und begleiten diese in einem Triumphzug bis zur Kantonsgrenze vor Vögelinsegg.
Ergänzung
Jahr
1847
Über die Steinach an der Säge, bei der Abzweigung Rorschacher-, Lämmlisbrunnenstrasse wird eine Brücke erstellt.
Jahr
1847
Die «Bank in St.Gallen» kann ihr Domizil an der Schmidgasse einweihen, später Sitz der Nationalbank.
Jahr
1847
Die 1643 zusammen mit dem Bau des Schlössli im Hof Haggen errichtete Umgebungsmauer wird abgebrochen.
Jahr
1847/48
Bau der St.Georgenstrasse.
Jahr
1848bis 1922
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Dr. jur. Emil Heinrich Niklaus Weydmann, Jurist und Politiker und Kantonsrichter Innerrhoden.
Jahr
1848bis 1914
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Carl Theodor Curti, Politiker und Publizist, gilt als eigentlicher Gründer der heutigen Universität St.Gallen.
Jahr
1848
Auf «Drei Linden» wird ein Wassersammler mit Namen Altmannweiher angelegt, heute nennt er sich Altmannenweiher.
Ergänzung
Jahr
1848
Die Stadt übernimmt alle öffentlichen Quellen, Bäche, Brunnen, Weiher, Leitungen und Kanäle von den Ortsbürgern.
Ergänzung
Jahr
1849bis 1921
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Hans Eduard von Berlepsch-Valendas, Archidekt und Kunstmaler.
Jahr
1849bis 1885
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Elisabeth Völkin, erste Ärztin in der Stadt St.Gallen, für den Frauenverband behandelte sie unbemittelte Patientinnen unentgeltlich.
Jahr
1850bis 1928
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Arnold Billwiler, Brauereiunternehmer.
Ergänzung
Jahr
1850
Der Musselin wird mit Stickerei veredelt, was schliesslich zum Stickereiboom führt.
Jahr
1850
Der Brunnen am Übergang von der Bank in die Schmiedgasse, vor der Apotheke im Neubad, wird entfernt.
Jahr
1850
Die städtische Textilindustrie stellt für Kaiserin Eugénie ein in Alençon-Spitze gefertigtes Ballkleid her.
Ergänzung
Jahr
1850
Folgende Postkutschenverbindungen sind aufgezeichnet.
Weinfelden-St.Gallen (über Gossau), Lokalkurs
 St.Gallen-Zürich (über Aadorf) als Tag-Eilwagenkurs
  St.Gallen-Konstanz (über Romanshorn)
   St.Gallen-Feldkirch (über Trogen-Altstätten)
    St.Gallen-Rorschach, Lokalkurs
     St.Gallen-Appenzell (via Teufen-Gais)
      St.Gallen-Heiden (alle jeweils auch umgekehrt).
Jahr
1850 bis 1854
Die St.Laurenzenkirche, ein niederer gedrungener Bau, wird während vier Jahren zu einer Basilika im neugotischen Stil umgestaltet und der neue Turm mit neuem Geläut versehen, gegossen in Konstanz.
Jahr
1850 bis 1864
Die Handelsniederlassung der 1798 offiziell verbotenen Milizgesellschaft der Stadt St.Gallen, beliefert in Shanghai die Truppen des blutigen Taiping-Aufstandes sowie aufständische in Mittel- und Lateinamerika.
Jahr
1850
Die Brauerei Scheitlin (später Uhler) eröffnet Ihren Betrieb.
Jahr
1850
Gründung der freien Schule von Evangelisch-Tablat.
Jahr
1850
Die Stadt zählt inkl. der später eingemeindeten Gebiete 17'858 Einwohner.
Jahr
1850
Die Brauerei Schönenwegen übernimmt an der Ecke Zürcher- Rechenstrasse seinen Betrieb.
Jahr
1850
Im Restaurant Brand wird die (St.Gallische Sektion des östlichen Feldschützenvereins) gegründet.
Jahr
1851
4./5. August
Eidgenössisches Turnfest.
Jahr
1852
14. April bis 2. Mai
Schweizerische Kunstausstellung im Schützengartensaal.
Jahr
1852
15. Juli, 13:00 Uhr
Erster öffentlicher Telegrafendienst zwischen St.Gallen und Zürich.
Jahr
1852bis 1938
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Adolf Schlatter, evang. Theologe und Professor für Neues Testament und Systematik in Bern, Greifswald, Berlin und Tübingen.
Jahr
1852
Eröffnung des Brauereibetriebes der Brauerei Felsenkeller, später Bavaria, an der Speicherstrasse.
Jahr
1852
Carl Rosenlächer aus Konstanz giesst für St.Laurenzen eine 5.9 Tonnen schwere Glocke mit Schlagton g°.
Jahr
1852
Evangelisch Tablat gründet eine Schulgemeinde.
Jahr
1852 bis 54
Mit der Zusage aus Menzingen, eine Novizin und eine Schwester würden nach St.Gallen kommen, gründet Pfarrektor Popp in der Rehburg an der Rorschacher Strasse in St.Fiden eine Schule und ein Pensionat für Katholische Mädchen. Allerdings zog die Schule schon zwei Jahre später, nun als Meitlirealschule, in das Haus zur Akazie am Bruggraben um.
Jahr
1852
Die Zahl der Polizeidiener wird auf 10 Mann aufgestockt.
Jahr
1853
In einem Neujahrsblatt steht, in der Gesellenstube der Handwerkersleute habe am 26. Dezember ein Tannenbäumchen gestanden das mit Kerzen und kleinen Geschenklein geschmückt gewesen sei, letztere zum abschütteln.
Ergänzung
Jahr
1853
Die Giesserei von Michael Weniger in St.Georgen wird von Franz Saurer übernommen, von dessen Söhnen Emil und Adolf weitergeführt.
Ergänzung
Jahr
1853
Spatenstich auf sanktgallischem Terrain für den Bahnbau der St.Gallisch-Appenzellischen Eisenbahngesellschaft, später SBB, der auch die dafür nötigen Exproprirationen einleitet.
Jahr
1853
Ein Hamburger Geschäftsmann verkauft einem New Yorker Unternehmen eine grosse Menge von Maschinenstickereien die er «Hamburghs» nennt, die aber in Tat und Wahrheit aus St.Gallen stammen. Die New Yorker kommen ihm auf die Schliche und importieren nun selber direkt aus St.Gallen.
Jahr
1853
Infolge der Säkularisierung werden die Bestände der Klosterbliothek Pfäffers ins Stiftsarchiv von St.Gallen überführt.
Jahr
1854
7. Dezember
Gründung der «Creditanstalt in St.Gallen», ab 1919 «St.Gallische Creditanstalt».
Jahr
1854
Die St.Galler Palmsonntagskonzerte finden mit dem Oratorium von Louis Sphor und Felix Mendelssohn ihren Ursprung, die Konzerte werden ab 1859 jährlich durchgeführt.
Jahr
1854
Das Waisenhaus am Fuss des Rosenbergs kann für Fr. 42'720.- seine Anstaltsbesitzungen ausdehnen. Das neu hinzugekommene Land bis auf die Höhes des Rosenberges ist ein mit Obstbäumen besetztes Berggut.
Jahr
1854
Der alte Brunnen beim Portnerhof, Ecke Rosengasse, wird abgebrochen.
Jahr
1854
Der St.Galler Daniel Steinmann gründet in Antwerpen die Auswandereragentur Steinmann und Cie. die in Spitzenzeiten mit über 20 gemieteten Schiffen, Nord- und Südamerika ansteuerte.
Jahr
1854
An der Blattenstrasse ungefähr hinter dem Haus Nr. 170 ist eine Teuchelrose belegt.
Jahr
1854
Gründung der Katholischen Mädchenrealschule, geleitet von Lehrschwestern aus Menzingen, (Flade), heute Katholische Kantons Realschule. Sie nimmt ihren Schulbetrieb im Haus zur Akazie am Bruggraben auf.
Jahr
1854
Der Laurenzenbrunnen vor der Kirche St.Laurenzen wird entfernt.
Jahr
1854/55
Im Berggasthaus Äscher beim Wildkirchli schreibt Joseph Victor von Scheffel den bekannten Historienroman «Ekkehard», zur Lebensgeschichte des St.Galler Mönchs Ekkehard II.
Ergänzung
Jahr
1855
Mai
Der Gastwirt A. Höchle-Sequin stellt im Tagblatt das Restaurant Tivoli als Molkenkuranstalt mit Sälen, Zimmern und Gartenanlage vor.
Jahr
1855
12. Juli
Das Gebäude der heutigen Kantonsschule «Am Burggraben» wird feierlich eingeweiht.
Ergänzung
Jahr
1855
25. Juli, 13:00 Uhr
Ein heftiges Erdbeben erschüttert die Stadt und Umgebung, man befürchtet schlimmes für das sich im Bau befindende Sitterviadukt der St.Gallisch-Appenzellischen Eisenbahngesellschaft, später
SBB. Zum Glück muss aber kein Schaden festgestellt werden.
Jahr
1855bis 1913
Architekt Wendelin Heene, er erstellte unter vielen anderen auch das an der Rosenbergstrasse gelegene Haus Washington.
Ergänzung
Jahr
1855
Da die Reitschule dem (alten) Bahnhof weichen muss, wird am unteren Brühl eine neue Reithalle erstellt, 1877 wird unmittelbar daneben das heutige Kunstmuseum erbaut.
Ergänzung
Jahr
1855
Vor der «Bank von St.Gallen», auf dem heutigen Grüningerplatz wird ein Brunnen erstellt.
Jahr
1855
Nachdem die Mittelschule aus dem ehemaligen Klösterchen St.Katharinen in das neue Kantonsschulgebäude umgezogen ist, scheint das Schicksal für St.Katharinen besiegelt. Sorge bereitet nämlich der Maurer Ambrosius Schlatter, der das Klösterchen als Steinbruch erwirbt. Zum Glück überlegt er es sich anders und stellt es der «Freien Evangelischen Kirche» zur Verfügung.
Jahr
1855
Zusammenlegung des kath. Gymnasiums und des Lehrerseminars mit dem evang. Gymnasium und der Industrieschule der Stadt.
Jahr
1855
Gründung des «Verein gegen Haus- und Gassenbettel» der sich karikative Ziele setzt.
Jahr
1856
24. März
Einweihung der 61 Meter hohen, eingleisigen Eisengitter-Bahnbrücke der St.Gallisch-Appenzellischen Eisenbahngesellschaft, später
SBB, über die Sitter. Zwei Lokomotiven mit 18 vollbesetzten Personenwagen rollen über die Brücke.
Jahr
1856
24. März, (Ostermontag)
Eröffnung der Eisenbahnstrecke Winterthur - St.Gallen - der St.Gallisch-Appenzellischen Eisenbahngesellschaft, später
SBB. Krönung der Feierlichkeiten war die Einfahrt des ersten Eisenbahnzuges, dessen Lok den Namen St.Gallen trug, durch eine Ehrenpforte in den sich noch im Rohbau befindenden «alten» Bahnhof St.Gallen, der seine Funktion als solche bis 1913 inne hatte.
Jahr
1856
7. April
Die Waisenanstalt Riederenholz wird eröffnet.
Jahr
1856
14. September
Das Volk bestimmt die Einführung der Gasbeleuchtung in den Gassen.
Jahr
1856
25. Oktober
Eröffnung der Eisenbahnstrecke St.Gallen - Rorschach der Schweizerischen Eisenbahngesellschaft, später
SBB. Die Bahnlinie führte damals noch im Bahngraben auf der Südseite der Grabenturnhalle hindurch, danach auf einem Damm dem Magniberg entlang um dann über die Blumenaubrücke via Schellenacker den Bahnhof St.Fiden zu erreichen.
Jahr
1856
3. November
16 Monate nach Fetigstellung des Kantonsschulgebäudes beginnt am «Am Burggraben» auch «kleiner oder oberer Brühl» die Vertrags-Kantonsschule, heute «Kantonsschule» mit ihrem Unterricht.
Jahr
1856
Auf dem Platz St.Gallen erscheint überraschend eine neue Zeitung, das «Neue Tagblatt aus der östlichen Schweiz».
Jahr
1856
Eidgenössisches Sängerfest.
Jahr
1856
Frau Carolina Zollikofer-Bayer eröffnet am heutigen Bärenplatz einen Spielwarenladen (Zollibolli).
Jahr
1856
Gründung der Kleinen Leihkasse, im Volksmund Schelmenbänkli genannt, 1875 geschlossen.
Jahr
1856
Die «Deutsch-Schweizerische Creditbank» wird gegründet, und geht 1889 über in die «Schweizerische Kreditanstalt».
Jahr
1856
Gründungsdatum der Vertrags-Kantonsschule die direkt zur heutigen Kantonsschule führt.
Ergänzung
Jahr
1856/57
An der Steinachstrasse wird das erste mit Holz und Torf betriebene Gaswerk erstellt. Es diente zunächst der öffentlichen Strassenbeleuchtung.
Jahr
1857
Bau der Kavalleriekaserne an der Steinachstrasse.
Ergänzung
Jahr
1857
1. Mai
Die Vereinigten Schweizerbahnen übernehmen die bis dahin von der «St.Gallisch-Appenzellischen Eisenbahn» unterhaltene und 1855/56 gebauten Strecke; «Winterthur, Wil, Flawil, St.Gallen Winkeln, St.Gallen HB nach Rorschach».
Kommentar
Jahr
1857bis 1927
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Arthur Hoffmann, 4. April 1911 zum Bundesrat gewählt, 19. Juni 1917 zurückgetreten.
Jahr
1857bis 1945
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Johann Künzle, kath. Pfarrer und Publizist.
Ergänzung
Jahr
1857
September
Die um 1853 gegründete Stickmaschinenfabrik Johannes Burkhardt in St.Fiden hat die ersten beiden Stickmaschinen an einen Kunden im sächsischen Plauen verkauft.
Ergänzung
Jahr
1857
1. November
Die Gasbeleuchtung wird in Betrieb genommen, in den Gassen leuchten jetzt insgesamt 212 Gaslaternen.
Jahr
1857
5. November
Auf dem ehemaligen Areal des Klostergartens von St.Katharinen und des Zeughauses, früher
Refektorium, wird das Stadt- und Aktientheater mit der Oper «Don Giovanni» eröffnet.
Jahr
1857
Anwohner beschweren sich ob des üblen Geruchs beim Gemeinderat und verlangen, die Gerberei von Johann Jakob Billwiller von der Neugasse (früher Gerbergasse) zu verlegen oder zu verlangen dass diese zumindest wieder in früher geübter Weise betrieben wird.
Jahr
1857
Die FDP des Kantons St.Gallen wird im Saal der Brauerei Schützengarten ins Leben gerufen.
Jahr
1857
Der erst 19 jährige Leopold Iklé aus Hamburg bekommt in der Stadt das Aufenthaltsrecht und gründet erfolgreich eine Maschinenstickerei.
Jahr
1858bis 1932
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Adolf Fäh, Kath. Priester, Stiftsbibiothekar, Kunsthistoriker, Kirchenbauexperte, Schrifststeller.
Ergänzung
Jahr
1858bis 1922
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Salomon Schlatter, Vorreiter der Heimatschutzbewegung und Archidekt.
Ergänzung
Jahr
1858bis 1927
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
August Hardegger, Architekt und Kunstschriftsteller.
Ergänzung
Jahr
1858
Unter dem Namen Helvetia wird die erste schweizerische Transportversicherung gegründet.
Ergänzung
Jahr
1858
Die politische Gemeinde übernimmt von den Ortsbürgern das Fremdenspital an der Wassergasse.
Jahr
1858 bis 1860
An der Steinach wird auf dem Areal des heutigen Trolleybusdepots ein neuer, schon zu Beginn viel zu kleiner Schlachthof gebaut.
Jahr
1859
9. Mai
Babette Steinmann gründet, durch das Schicksal ihres tauben Bruders angeregt, im Buchental eine
Taubstummenanstalt.
Jahr
1859
1. Juli
Die bis anhin ein Departement bildende protestantische Stadtkirche St.Gallen wird zur unabhängigen evangelischen Kirchgemeinde.
Jahr
1859bis 1925
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Robert Curjel, Archidekt.
Ergänzung
Jahr
1859
Das Turner-Rettungscorps wird gegründet, mit dem Zweck Menschenleben zu retten, Hab und Gut zu bergen und Feuer wirksam zu bekämpfen.
Jahr
1859
Der Schokolatie Ludovico Acquelino Maestrani aus Aquila im Bleniotal Tessin, der zuerst in Luzern Schokolade produzierte, eröffnet in St.Gallen an der Multergasse im Haus zur Meise eine kleine Schokolateria.
Jahr
1859
Der erste Stenographenverein der Schweiz wird gegründet.
Jahr
1859
Mit einer recht weitgehenden Entflechtung von Kirche und Staat wird das Staatskirchentum weitgehend aufgehoben.
Jahr
1859/60
Auf der Webersbleiche wird die Poststrasse erstellt.
Jahr
1860
August
August Naef wird Bürgerratspräsident.
Jahr
1860
Gemeindeammann: Gustav Adolf Saxer, bis 1861.
Jahr
1860
Bei der St.Mangenkirche wird der alte Brunnen durch einen neuen gusseisernen Brunnen mit gotischem Spitztürmchen ersetzt.
Jahr
1860
Um das Jugendfest zu sichern kauft die Stadt die grosse Wiesenfläche am Höggersberg.
Jahr
1860
Erstmals ist auf einem Plan der früher Spinnerei- oder Beckenhaldenweiher genannte Brandweiher ersichtlich.
Ergänzung
Jahr
1860
An der Kugelgasse 19 wird die «Freiwillige Fortbildungsschule für Lehrlinge» geschaffen, sie gilt als anerkannter Ursprung der heutigen Gewerbeschule GBS.
Jahr
1860
Der Schlossermeister Benjamin Kessler baut den Liebeggweiher, auch Riethüsli-, oder Wattweiher genannt.
Jahr
1860
Der untere Brühl wird ab sofort nicht mehr als militärisches Übungsgelände benützt.
Jahr
1860
Der Trägerverein der Taubstummenanstalt kauft das Restaurant Kurzenburg auf dem westlichen Rosenberg, dem heutigen Standort.
Jahr
1860
Auf dem Bahnhofplatz in Richtung Helvetiaplatz wird das Kornhaus gebaut, darum der Name Kornhausstrasse, es ersetzt das Kornhaus vom Rindermarkt.
Jahr
1860
50.7% der Stadtbevölkerung sind katholisch und 48,7% evangelisch-reformiert, 0,6% gehören anderen Glaubensgemeinschaften an. Die Katholiken haben in der einstigen Reformationsstadt St.Gallen die Mehrheit übernommen.
Jahr
1860/61
Das Post- und Brauereigebäude, das später zum Hotel Walhalla-Terminus umgebaut wurde, wird erbaut.
Jahr
1861
3. Juni
Die Session des grossen Rates im Regierungsgebäude wird von Angst und Spannung begleitet, Gewalt liegt in der Luft. Nur eine Verfassungsänderung kann einen Volksaufstand verhindern.
Ergänzung
Jahr
1861
6. Juni
Der Eigentümer des Restaurants Frohe Aussicht, Johannes Heer, zündet geistig verwirrt und betrunken sein Gasthaus an, es brennt bis auf die Grundmauern nieder.
Ergänzung
Jahr
1861bis 1922
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Johann Babtist Jung, Theologe, Mitbegründer der christlichsozialen Bewegung der Schweiz. Ruft die ersten christlichsozialen Arbeiterinnen- und Arbeiterbewegungen ins Leben.
Jahr
1861
Gründung des Historischen Vereins.
Jahr
1861
Trennung der Orts- und Kirchgemeinde.
Jahr
1861
Im Tuchhaus in der Neugasse wird die erste Versammlung der Evangelisch-methodistischen Kirche abgehalten.
Jahr
1861
Gründung der Freimaurerloge «Concordia».
Jahr
1861
Die Helvetia Allgemeine gründet die Helvetia Schweizerische Feuerversicherungsgesellschaft in St.Gallen.
Ergänzung
Jahr
1862bis 1940
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Robert Emden, Physiker, Astrophysiker und Meteorolog, Professor für Physik und Meteorologie an der Technischen Universität München.
Jahr
1862bis 1940
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Dr.jur. Eduard Scherrer, Staatsanwalt, Regierungsrat, Stadtammann von St.Gallen, machte sich vor allem betreffs Stadtverschmelzung vom 1. Juli 1918 mit Straubenzell und Tablat einen Namen.
Jahr
1862
Da der in die Jahre gekommene morsche Holzbrunnen unten an der Goliathgasse genau in der Mitte bei der Einmündung der Magnihalden dem Verkehr sowieso im Wege stand, wird er abgebrochen. Ein neuer Brunnen aus Stein wird neben dem Eckhaus Goliathgasse/Magnihalden installiert.
Jahr
1862
Gründung der Israelitischen Gemeinde St.Gallen. Registriert sind zur Zeit 78 jüdische Einwohnerinnen und Einwohner.
Jahr
1862
Der St.Martinschor Bruggen, ein Chor im Dienste der Liturgie, wird gegründet.
Jahr
1862
Gemeindeammann: Johann Jakob Züblin, bis 1867.
Jahr
1862
Im Café Hecht findet die Gründung des St.Galler Schach-Vereins statt.
Jahr
1863
11. September
Bischof Karl Johann Greith,
Präkonisierung durch Papst Pius IX. Sein Amt als Bischof bekleidet er bis 1882.
Jahr
1863
30. November
Gründung des Bienenzüchtervereins St.Gallen und Umgebung.
Jahr
1863bis 1930
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Dr. phil. Otto Feuerlein, Physiker, Elektrotechniker und Pionier der Glühlampen-Herstellung, ab 1902 Leiter des Glühlampenwerks von Siemens in Berlin.
Jahr
1863
Der erste von Amteswegen verfügte Stadtplan wird durch den im Januar zum Stadtbaumeister gewählten Ingenieur Johann Jakob Fierz und Ingenieur J. Eugster fertig gestellt.
Jahr
1863
21. Juni
Gründung der Stadtmusik.
Jahr
1863
Die Katholische Mädchenrealschule (Flade) zügelt ins «Türmli», einem Anexbau, in welchem einst die Brüder des Klosters wohnten.
Jahr
1863
Der grösste Teil der neu Nedergelassenen Juden schliessen sich in einem Israelitichen Kultusverein zusammen.
Jahr
1863
Die Bank in St.Gallen und Kaufmännischem Direktorium gründen die «St.Gallische Hypothekarkasse», ab 1913 ist sie eine AG.
Jahr
1863
«Der St.Gallische Wahrheitsfreund», eine Wochenzeitung, verschwindet aus der Presselandschaft.
Jahr
1864
1. Oktober bis 5. Dezember
77 der Stadt zugeteilte Polnische Flüchtlinge werden von ihr mit Kleidern und Wäsche versorgt.
Ergänzung
Jahr
1864
Das Kornhaus auf dem Rindermarkt (Marktplatz) wird abgebrochen.
Jahr
1864
Gründung der «Freie Evangelische Gemeinde Stadtmission St.Gallen».
Jahr
1864
Erste Bauordnung der politischen Gemeinde St.Gallen.
Ergänzung
Jahr
1864
27. bis 21. August
Eidgenössisches Turnfest.
Jahr
1864
Auf dem oberen oder kleinen Brühl wird ein Weiher, 25 m lang und 12 m breit, gebaut.
Jahr
1864 bis 1911
Die Steinach wird in verschiedenen Etappen unter die Erde verlegt (Steinachüberwölbung).
Jahr
1865
23. März
Das Neubad wird offiziell in Bankgasse umbenannt. Die Zeughausgasse bekommt ihren heutigen Namen, vorher hiess sie «Hinter Mauren». Der Lindenplatz (Loch) wird vom Gemeinderat offiziell zum Gallusplatz umbenannt.
Jahr
1865
April
Das Irertor auch Stadt-, Markt- oder Färbertor genannt, wird abgerissen.
Ergänzung
Jahr
1865
17. Juli
Eröffnung der von der Ortsbürgergemeinde erbauten Mädchenbadanstaltan an der Nordostecke des heutigen Bubenweihers.
Ergänzung
Jahr
1865
1. November
An der Langgasse wird eine Poststelle eröffnet.
Jahr
1865
Das Land Appenzell und Hundwil beklagen den schlechten Zustand der Hundwilerleiter.
Jahr
1865
Die Polizeihauptwache und die Post wird im Gredhaus untergebracht, es trägt nun den Namen Kaufhaus, heute Waaghaus.
Jahr
1865
Das Zoll- und Niederlagsgebäude, dessen Baubeginn 1863 war, ist nun fertig gestellt
Ergänzung
Jahr
1865
Westlich der Einmündung der Bachweid-, in die St.Georgen-Strasse wird durch die Maschinenfabrik St.Georgen der Bachweidweiher erstellt, aufgehoben in der 1960er Jahren.
Jahr
1865
Friedrich Wenner, Sohn eines St.Galler Industriellen, wird zusammen mit drei Angestellten für eine Lösegeldforderung von 200'000 Lire entführt. Täter sind Briganten aus Italien die die Entführten für längere Zeit in den Bergen versteckten.
Jahr
1865
Der Rathausturm am Rindermarkt wird abgebrochen.
Jahr
1865
Abbruch der Metzg (Schlachthaus) auf dem Rindermarkt (Marktplatz).
Ergänzung
Jahr
1866
Der Bohl wird in Theaterplatz umbenannt.
Jahr
1866
14. Januar
Die kaum merkliche Erleichterung der Niederlassungsbewilligung für Juden, 1818 beschlossen, wird etwas aufgeweicht und 27 Israeliten ihr Niederlassungsantrag gutgeheissen.
Jahr
1866
Die Maschinenfabrik St.Georgen zählt um die 300 Arbeiter.
Jahr
1866
Das ungefähr am heutigen Standort des Vadiandenkmals sich befindende Rathaus, wird von den Ortsbürgern in den Besitz der Politischen Gemeinde übergeben.
Jahr
1866
Der Gesellenverein, ein Sozialwerk, wird gegründet.
Jahr
1866
Der Fabrikant Elysäus Rittmeyer kauft für seine Fertigung eine einst mit Wasserkraft betriebene Flachsspinnerei im Sittertal.
Jahr
1866
Die Orstbürgergemeinde übergibt der Stadt die neu gebaute Mädchenbadanstalt an der Nordostecke des Bubenweihers zum Eigentum.
Jahr
1866
In einem Mietlokal im Hinterhof des Hauses zum Stein am Bohl wird die erste Synagoge der Stadt St.Gallen errichtet.
Jahr
1866
Mit der ersten Kingergärtnerin, Frau Hedwig Zollikofer, wird als Schweizernovum an der Zwinglistrasse 5 in St.Gallen zugleich auch der erste Kindergarten eröffnet.
Jahr
1866/67
Im Kloster werden die ursprünglichen Deckengemälde des Malers Josef Wannemacher gemäss dem Zeitgeschmack von Orazio Moretto übermalt.
Jahr
1867bis 1931
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Gustav Laager, Unternehmer.
Ergänzung
Jahr
1867
Gründung der Sekundarlehramtsschule «SLS», heute Pädagogische Hochschule.
Jahr
1867
Gemeindeammann: Dr. jur. Albert Bärlocher, bis 1873.
Jahr
1867
Das Platztor wird abgerissen.
Jahr
1867
Gründung der spezialisierten Zeichnungsschule für Stickereien, später Textilfachschule.
Jahr
1867
Gegenüber dem Bürgerspital wird der Bau des Gemeindespitals mit 100 Betten verwirklicht.
Jahr
1867
Das grosse, hohe oder halbe Haus an der Gallusstrasse, vormals Postgebäude, wird als Stadthaus zum Verwaltungssitz der Ortsbürgergemeinde und Sitz der Ersparnisanstalt, heute Vadianbank.
Jahr
1867 bis 1869
Das Gemeindeschulhaus Blumenau wird erstellt, für den Bau wird auch Material des abgebrochenen Platztores verwendet.
Jahr
1867
Die Feldschützen bauen die neue Schiessanlage auf dem Gut der Zollerschen Liegenschaft nächst dem westlichen Dorfteil von St.Georgen im Tal der Demut.
Jahr
1867
Das Restaurant Zeughaus an der Schiedmauer in der Zeughausgasse (früher Hintermauer) wird das erste mal als Restaurant erwähnt, zuvor diente das Häuschen als Pferdestall.
Jahr
1868
13. Februar
An der Gallusstrasse kann, westlich ans blaue Haus angebaut, die Volksküche ihrer Bestimmung übergeben werden.
Ergänzung
Jahr
1868
27. Februar
Entgegen der Meinung der evangelischen Kirchenvorsteherschaft, die eine Ausuferung befürchtete, genehmigt der Gemeinderat einen Fasnachts-Kinderball.
Jahr
1868bis 1960
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Robert Rittmeyer, Architekt.
Ergänzung
Jahr
1868
Juni
Für das Kantonalschützenfest wird auf der Weiherweid im Tal der Demut ein Schiessplatz eingeweiht.
Jahr
1868
Laut Ortslexikon ist Riethäusle eine kleine Häusergruppe mit den Wirtshäusern «Zum Nest» und «Kleines Riethüsli» und gehört zur politischen Gemeinde Tablat.
Jahr
1868
Sechs junge Männer aus der Gemeinde Tablat treffen sich regelmässig zur Ausübung der Instrumentalmusik. Bald darauf erfolgt die offizielle Vereinsgründung der Musikgesellschaft Harmonie Tablat.
Ergänzung
Jahr
1868
Der Israelitische Frauenverein wird ins Leben gerufen.
Jahr
1869
27. Januar
An der Marktgasse werden infolge einer Feuersbrunst mehrere Häuser in Mittleidenschaft gezogen.
Jahr
1869
3. März
Mit der ersten Beisetzung wird der jüdische Friedhof im Hagenbuch
inauguriert. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die Verstorbenen der jüdischen Gemeinde in Hohenems beigesetzt.
Jahr
1869
26. Mai
Gründung der Studentenverbindung Rhetorika.
Ergänzung
Jahr
1869
4. Juli
Die Bürgerversammlung als letzte Instanz, stimmt nach jahrelangem Kampf von Dr. med. Laurenz Sonderegger aus Altstätten endllich der Erweiterung des Gemeindespitals zu einem Kantonsspital zu.
Jahr
1869bis 1927
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Otto Pfleghard, Archidekt, bekannt für seine von ihm konzipierten Geschäfts- und Warenhäuser.
Jahr
1869
Joseph Wyler aus Endingen wird als erstem Juden das St.Galler Bürgerrecht erteilt.
Jahr
1869
Gründung des Stadtsängervereins Frohsinn, aus dem 2003 der Oratorienchor St.Gallen wird.
Jahr
1869
Brand des Waisenhauses an der Rosenbergstrasse.
Jahr
1869
Die Familie Scherrer vom unteren Brühl, durch Handel und Heirat reich geworden, verkauft der Stadt Ihre Parkanlage, mit dem auf dem Areal stehenden Pavillon, es handelt sich dabei um den heutigen Stadtpark.
Ergänzung
Jahr
1870
Die Wasserheilanstalt Oberwaid übernimmt ihren Betrieb.
Jahr
1870
Erstmals führt die Kantonspolizei einen Rekrutenkurs durch.
Jahr
1870
Die Bevölkerung der Stadt ist aktuell bei 26'398 Personen angelangt.
Jahr
1870
Die Textil-Handelsfirma Ulrich de Gaspard Vonwiller kauft das ehemalige Bürgermeisterhaus zur Münze, sowie das ehemalige Hotel du Lion und ein weiteres Haus zwischen Löchlebad und Schibenertor und baut die Häuser für ihre Zwecke um. Ab 1892 nennt sich die Firma Hoffmann, Huber & Co. und wird später zur Union AG.
Jahr
1870
Die Badeanstalt St.Leonhard wird erweitert.
Jahr
1871
5. Februar
Die 90'000 Mann der geschlagenen französischen Bourbaki-Armee werden in der Schweiz verteilt. Die Stadt muss 1'437 Soldaten übernehmen. Als Notunterkünfte dienen die St.Leonhards-, St.Mangen- und Katharinenkirche sowie das Tuch- und Kornhaus und die Kavalleriekaserne am Brühl.
Jahr
1871bis 1946
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Carl August Liner, Maler, Zeichner, Grafiker und Erfinder.
Jahr
1871
Auf dem Friedhof beim Pfrundhaus (Pfarrhaus) in St.Fiden werden Soldaten der geschlagenen franzöischen Bourbaki-Armee bestattet.
Jahr
1871
Im Moos wird eine Natureisbahn erstellt.
Jahr
1871
Eröffnung der Postkutschenlinie St.Gallen - Rehetobel.
Jahr
1871
Eröffnung der Postkutschenlinie St.Gallen - Heiden.
Ergänzung
Jahr
1871
Der Hirschen in St.Fiden dient während des Arbeiterstreiks als Versammlungsort.
Jahr
1872
1. September
Gründung des
Taubstummenvereins St.Gallen.
Jahr
1872
9. März
Gründung der Bürgermusik, die sich später «Blechmusikgesellschaft St.Georgen» und heute «Musikgesellschaft St.Georgen» nennt.
Jahr
1872
Bohrversuch für einen artesischen Brunnen auf dem heutigen Vadianplatz, nach 60m ohne Resultat eingestellt.
Jahr
1872
Übernahme der Handwerkerbank durch die Creditanstalt in St.Gallen.
Jahr
1872
Das obere Prestenhaus wird abgebrochen, es schafft Platz für den Bau des Doppelpfarrhauses an der Steingrüeblistrasse.
Jahr
1873
29. Januar
Der Verein
liberale Katholiken wird gegründet.
Jahr
1873bis 1946
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Karl Nef, Musikwissenschaftler.
Jahr
1873
10. Oktober
An der Zwinglistrasse 5 wird der «Fröbelsche Kindergarten» eingeweiht. Er entspricht den Vorstellungen des Pestalozzi-Schülers Friedrich Fröbel.
Jahr
1873
Gemeindeammann: Eduard Steiger, bis 1883.
Jahr
1873
Gründung des Bürgerturnvereins.
Jahr
1873
Baubeginn für eine Hochdruckleitung vom Mühleggweiher ins Hydrantennetz der Stadt.
Jahr
1873
Im Tuchhaus an der Neugasse, auch Bürgermange genannt, wird erstmals eine ständige Feuerwache eingerichtet.
Jahr
1873
Der erste Katholik wird in die Bürgergemeinde aufgenommen.
Jahr
1873
Das «Neue Tagblatt aus der östlichen Schweiz» erscheint zum letzten Mal.
Jahr
1873
Auf Dreilinden wird das Waisenhaus als Zweiganstalt des Waisenhauses an der Rosenbergstrasse eröffnet.
Ergänzung
Jahr
1873
Ein Vertrag zwischen der Politischen Gemeinde und dem Kanton führt zur Eröffnung des Kantonsspitals.
Ergänzung
Jahr
1873
Die evangelisch-methodistische Kirche erstellt an der Kapellenstrasse ihre Zionskapelle.
Jahr
1874
3. Januar
Erscheinen der ersten Ausgabe der «Ostschweiz».
Ergänzung
Jahr
1874bis 1946
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Otto Fischbacher, Textilkaufmann und Kunstsammler, seine bedeutende Segantini-Sammlung ist im Segantinimuseum in St.Moritz als Dauerleihgabe untergebracht.
Jahr
1874bis 1952
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Prof. Dr. med. Ernst Rüdin, Arzt, Psychiater, Eugeniker, aktives Mitglied der «Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei» (NSDAP),
Eugeniker.
Ergänzung
Jahr
1874
19. bis 27. Juli
Eidgenössisches Schützenfest bei St.Fiden.
Jahr
1874bis 1946
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Hans Fehr, Rechtshistoriker.
Jahr
1874
Die Zwiebelkuppel auf dem Kirchturm St.Fiden wird durch einen Spitzturm ersetzt.
Jahr
1874
Am eidgenössichen Schützenfest in St.Gallen übermittelt ein Scheibentelegraph mit einer Unzahl von Drähten die Resultate vom Scheibenstand ins Schützenhaus.
Jahr
1874
Die Postkutschenlinie St.Gallen - Heiden wird wegen der Rorschach-Heiden-Bergbahn wieder eingestellt.
Jahr
1874
Erstmals wird das kleine Häuschen (Käsehalle) an der Magnihalden 13 als geschlossenes Sommerhaus erwähnt.
Ergänzung
Jahr
1874
Laut Dienstreglement haben die Polizeimänner der Stadpolizei eine Dienstzeit von über 14 Std. pro Tag zu absolvieren..
Jahr
1874
Die «St.Galler Zeitung» stellt ihr Erscheinen wieder ein.
Jahr
1874
Die Brotlaube mit dem Gasthaus zum Bären, in der sich einst die Leinwandbank befand und durch die ein Durchgang in die Hinterlauben führt, wird abgerissen.
Jahr
1874
Die Hülfsgesellschaft der Stadt St.Gallen errichtet ein paar Schritte vom Tempelacker entfernt eine Kleinkinderbewahranstalt.
Jahr
1874
Während der Stickereiblüte wird weit weg von der Stadt, im Vorderfeldgut als grossstädtische Anlage im Stil eines englischen Parks der Friedhof Feldli angelegt, erste Bestattung 1876.
Jahr
1875
Nachdem an der Marktgasse 28, im laufe der Jahre verschiedene Mode- und Fachgeschäfte domiziliert waren, eröffnet Ludwig Ferrai dort das Café Ferrari, seit 1939 Conditorei-Confiserie Scherrer.
Ergänzung
Jahr
1875
Das Familienunternehmen Maestrani übernimmt für die Herstellung von Schokolade ein Fabrikgebäude an der Espentobelstrasse, dass es mit modernsten Wasserkraft und Wasserdampf-Maschinen einrichtet.
Jahr
1875
Erste christkatholische Messe in der St.Laurenzenkirche.
Jahr
1875
Erste schriftliche Erwähnung der Musikgesellschaft Harmonie Tablat.
Ergänzung
Jahr
1875
Die Schweizerische Gesellschaft für Localbahnen nimmt das Teilstück von Winkeln via Herisau nach Urnäsch in Betrieb.
Jahr
1875
Die Gemeindeversammlung beschliesst, wohlwissend dass ein Servitut von 1848 einen derartigen Bau ausschliesst, die Erstellung des neuen Rathauses auf dem unteren Brühl.
Ergänzung
Jahr
1875/76
Die Brühlgasse wird gegen den Bohl hin geöffnet (Tempeldurchbruch).
Jahr
1876
13. März
Weil Wasser fehlt zerstört ein Brand das Tivoli bis auf die Grundmauern.
Jahr
1876
19. April
Im Tagblatt der Stadt St.Gallen ist zu lesen; Es gibt wohl wenige Städte in der Schweiz, welche mit so schönen Hügeln und Höhen geziert sind, wie St.Gallen mit seinem Rosenberg und dem freundlichen Plateau gegen Rotmonten hin, sicherlich aber keine, die ihre schönsten Umgebungen in einem so unzugänglichen Zustande lässt, wie St.Gallen den Rosenberg.
Jahr
1876
September
Mit Hilfe von Spenden und der damals für solche Zwecke zuständigen Polizeikasse kann eine Passarelle über die Ostseite des Bahnhofareals eingeweiht werden. Die Passarelle war quasi die Verlängerung der Schlösslitreppe zum Bahnhofplatz.
Jahr
1876
Die Christkatholiken gründen eine eigene Kirchgemeinde.
Jahr
1876
Im Feldli wird ein Friedhof erstellt, dazu kommt eine von Katholiken wie Protestanten genützte Abdankungskapelle.
Jahr
1876
Zeitungsartikel zum Besuch der doch recht weit von der Stadt entfernten Eisbahn im Moos.
Jahr
1876
Die Brücke bei der Nordmühle, die über den Wattbach führt wird 95 Fuss neben der alten Brücke erbaut, die 1787 von Jörg Altherr erbaut wurde. Die Brücke verbindet die Hauteten-Stein und St.Gallen-Haggen.
Jahr
1876
Das Waaghaus wird auf der Westseite um einige Meter gekürzt und mit dem charakteristischen Treppengiebel versehen.
Jahr
1876
An der Museumsstrasse wird das Wohnhaus des Stickereikaufmanns Oberst Paul Kirchhofer (Kirchhoferhaus) gebaut.
Jahr
1876 bis 1878
Johann Christoph Kunkler und sein Sohn Gottfried Julius errichten das klassizistische Helvetiagebäude am Helvetiaplatz, heute steht dort die Kantonalbank.
Jahr
1877bis 1962
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Dr. med. Frida Imboden-Kaiser.
Ergänzung
Jahr
1877
Das Naturmuseum (altes Museum) im Neoklassizistischen Stil, erbaut durch Architekt Johann Christoph Kunkler, öffnet seine Tore, jetzt Natur- und Kunstmuseum.
Jahr
1877
Die 1828 erbaute Holzbrücke (Hüslibrücke) im Martinstobel wird abgebrochen und durch eine Eisenfachwerkbrücke ersetzt.
Jahr
1877
In der Neugasse wird ein Durchbruch realisiert (Neugasse-Durchbruch), er erlaubt nun eine direkte Verbindung zum Oberen Graben und zur Poststrasse.
Jahr
1877
Domkapellmeister Johann Gustav Stehle kann den locker geführten Kirchenchor zu einem festgefügten Domchor zusammenfüren.
Jahr
1877
Der Konzertverein St.Gallen gründet das Sinfonieorchester.
Jahr
1877
Bei der Spisegg «Filtrox AG» wird eine eiserne Fachwerkbrücke eingeweiht.
Jahr
1877
Das 300 Jahre alte Rathaus am Markt muss wegen Verlotterung abgebrochen werden.
Ergänzung
Jahr
1878bis 1946
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Ernst Löpfe, Verleger und Politiker.
Jahr
1878
3. bis 6. August
Eidgenössisches Turnfest.
Jahr
1878
August
Ruckstuhl gründet die Fuhrhalterei an der Bahnhofstrasse in St.Gallen.
Jahr
1878
Dort wo am Marktplatz bis 1877 das Rathaus stand wird eine Parkanlage erstellt, in dessen Mitte etwas nördlich vom heutigen Vadiandenkmal trohnt eine Wettersäule in genau 9° 22' 42' öSt. Länge. und 47° 25' 36' nördlicher Breite, die zugleich auch die Mitte der Stadt repräsentiert.
Jahr
1878
Der Plan, aus dem Seealpsee Wasser für die Stadt zu beziehen, scheitert am Eigentümer des Seealpsees, es ist dies der Kirchenrat Appenzell.
Jahr
1878
Die Christkatholiken bekommen in der evangelischen Kirche St.Mangen für ihre Messen das Gastrecht.
Jahr
1878
Ein Kondom aus Schafsdarm dient in einem Gerichtsfall gegen Josephine Jucker, die in der Stadt verbotenerweise ein Etablissement betreibt, als Beweisstück.
Jahr
1878
Prof. Dr. Bernhard Wartmann, Museumsdirektor, gründet nordöstlich des heutigen Natur- und Kunstmuseums einen Botanischen Garten.
Jahr
1878
Gründung der Strassenbeleuchtungs-Gesellschaft Langgass-Heiligkreuz.
Jahr
1878
Fertigstellung und Inbetriebnahme der Militärkaserne auf der Kreuzbleiche.
Jahr
1878
Die Schiessanlage Grütli beim Krontal wird erstellt.
Ergänzung
Jahr
1878
Artikel in der St.Galler-Zeitung: Die politische Gemeinde St.Gallen ist Willens, das Eis von den Mühleck-, Kreuz- und Eichweihern für das Winterjahr 1879/80 zu verpachten.
Ergänzung
Jahr
1878
Arnold, der Sohn des Braumeisters und Schützengartenbesitzers David Billwiler, übernimmt die Brauerei zum Preis von Fr. 170'000.-, die Anzahlung beträgt Fr. 56.70.
Jahr
1878
Die Deutschen als grösste Ausländergruppe in der Satdt gründen den Deutschen Hifsverein.
Jahr
1879
19. April
Beat Stoffel, ein Mann aus der Dynastie der Textilfirma Stoffel AG, der bei einem Studium in England das Fussballspiel entdeckte, gründet mit ein paar Kollegen im Restaurant Hörnli den FC St.Gallen, der in der Folge lange zur Hauptsache aus Angestellten der Stoffel AG besteht.
Ergänzung
Jahr
1879
14. Juli
Die Ornithologische Gesellschaft der Stadt St.Gallen wird gegründet, sie stellt im Stadtpark auch gleich die erste
Volière auf.
Jahr
1879bis 1973
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Otto Schlaginhaufen, Anthropologe, Ethnologe.
Jahr
1879
31. Dezember
Unmittelbar an der Stelle der späteren Vonwilbrücke entgleist ein von Zürich kommender Zug mit zwei Lokomotiven. Der Zugführer und ein Passagier sterben bei diesem Unfall.
Ergänzung
Jahr
1879
Stefan Rothenhäusler, ein Bierbrauer, eröffnet an der Hinterlauben 4 das Restaurant Papagei.
Jahr
1879
Der eiserne Fachwerk-Billenbergsteg wird infolge eines Erdrutsches an den heutigen Standort verlegt und mit einer Holzkonstruktion verlängert.
Jahr
1879
Die Städter können an einer Demonstration an der Vadianstrasse erstmals ein elektrisches Licht bestaunen.
Jahr
1879
Das letzte Stadttor, dass Spisertor, wird abgerissen.
Jahr
1879
Verschmelzung der konfessionellen Schulen in der Stadt St.Gallen, davon ausgenommen sind die Realschulen des katholischen Konfessionsteils.
Jahr
1880bis 1945
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Rudolf Miescher, Politiker und Berufsoffizier (Kommandant der 4. Division).
Jahr
1880bis 1955
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Wilhelm von Gonzenbach, Professor für Hygiene und Bakteriologie an der ETH in Zürich.
Ergänzung
Jahr
1880bis 1974
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Heinrich Greinacher, Physiker und Experimentator, Erinder des Magnetrons zur Erzeugung elektromagnetischer Strahlung.
Jahr
1880
30. Mai
Die Bürgerschaft beschliesst, die
Gädmen-Quelleitung teilweise als Wasserversorung der Stadt zu benützen.
Jahr
1880bis 1971
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Wilhelm Meier, Bildhauer, er schuf unter vielem anderen auch den Globusbrunnen (Marktfrauen).
Jahr
1880
14. Oktober
Versuche mit einem Bellschen Mikrotelefon zwischen der Polizeiwache im Waaghaus und dem Rathaus sind zur grossen Zufriedenheit aller beteiligten Personen ausgefallen. Verwunderung löst dabei auch die vorzügliche Übertragung eines Harmonikaspiels aus.
Jahr
1880
Theodor Herzig startet in einer Fabrik an der Mühlenenstrasse 30 seine Teigwarenproduktion.
Jahr
1880
Im Zusammenhang mit der Quartierplanung Davidsbleiche wird der St.Leonhardspark erstellt.
Jahr
1880
Ludovico Acquelino Maestrani, Gründer der Schokoladefabrik in St.Gallen. Seine drei Söhne führen das Unternehmen weiter.
Jahr
1880
Die Brauerei Hirschen öffnet die Tore und produziert Biere nach Münchner- und Pilsnerart.
Jahr
1880
Einweihung des Schulhauses Haggen-Bruggen.
Jahr
1880
An Stelle des 1878 abgebrannten Tivoli, wird ein neues eingeweiht, es wirbt mit Konzerten, Tanzveranstaltungen und einer Rollschuhbahn.
Jahr
1880
Die Stadt zählt inkl. der später eingemeindeten Gebiete 34'265 Einwohner.
Jahr
1880
Louis Bamberger eröffnet im Tigerhof das erste Warenhaus in der Stadt St.Gallen.
Jahr
1880
Die Stickereiproduktion der Stadt St.Gallen deckt sagenhafte 20% des gesamten Weltbedarfs.
Jahr
1880
Arnold Billwiler installiert in seiner Brauerei, später Schützengarten, ein technisches Wunderwerk, nämlich eine Kältemaschine.
Jahr
1880
Die Firma Iklé-Frères an der Feldlistrasse 31/31a richtet die erste Schifflistickerei der Ostschweiz ein.
Jahr
1881bis 1951
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Konrad Nägeli, Redakteur St.Galler Tagblatt, Kantonsrat, St.Galler Stadtammann.
Ergänzung
Jahr
1881
26. Februar
Gründung der Standschützen St.Gallen Ost.
Jahr
1881
21. September
Einweihung der
Synagoge an der Frongartenstrasse im Bleicheliquartier.
Jahr
1881
31. Dezember
Die freisinnige St.Galler Zeitung beendet ihre Erscheinen.
Jahr
1881
Gemeindeammann: Jakob Müller, bis 1901.
Jahr
1881
Gründung der Baptisten-Gemeinde St.Gallen.
Jahr
1881 bis 1912
Eisbahn auf dem Grossacker, sie war Westlich der Schulanlage Gossacker, und wurde mit Wasser aus dem damals noch vorhandenen Langenackerweiher, etwas nördlich der Einmündung Grossacker-, Flurhofstrasse, gespiesen.
Jahr
1881
Der jüdische Stickerifabrikant Leopold Iklé erstellt im Rosenfeld die in der Ostschweiz erste Schifflistickerei.
Ergänzung
Jahr
1881
Einweihung des Bachschulhauses.
Jahr
1881
Erstmals erscheint der «St.Galler Stadtanzeiger».
Jahr
1881
Auf drei Linden werden Weiheranteile (Eisrechte) verpachtet um für Kühlzwecke Eis aus den Weihern zu gewinnen. Kunden sind vor allem die zahlreichen Brauereien.
Jahr
1881
Der einst barocke Grossratssaal wird vom Kantonsbaumeister Theodor Gohl vollständig umgebaut. Die Profanmalereien sind die ältesten, noch in der Leimfarbentechnik erhaltenen im Kanton St.Gallen.
Jahr
1882
25. Mai
Bischof Augustin Egger,
Präkonisierung durch Papst Leo XIII. Sein Amt als Bischof bekleidet er bis 1906.
Jahr
1882bis 1950 Δ
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Saly Mayer, Textilunternehmer, Präsident des Dachverbandes der jüdischen Gemeinden in der Schweiz. 1930 Einbürgerung in St.Gallen. Mitglied (
FDP) des Stadtparlamentes. Gegen Ende des Krieges hat er mit viel Engagement und Geld die (illegale) jüdische Einwanderung nach Palästina unterstützt.
Jahr
1882
Bernhard Scherrer wird Bürgerratspräsident
Jahr
1882
Die Brauerei Felsenkeller wird in Bavaria umgetauft.
Jahr
1882
12. März
Eröffnung des Polizeiaussenpostens im Birkenfeld an der Oberstrasse 23.
Jahr
1882
Die Union bezieht ihr neues, mächtiges Geschäftshaus, der Standort am Schibenertor wird im Volksmund heute noch Unionplatz genannt.
Jahr
1882
Der 65.65m lange Rechensteg wird durch die Eisengiesserei und Faconschmiede Romanshorn erstellt.
Jahr
1882
Um der Wasserknappheit Herr zu werden, starten private Investoren auf der Davidsbleiche eine Bohrung für einen artesischen Brunnen, geben jedoch nach 78m auf.
Jahr
1883bis 1942
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Fritz Platten, Sohn des Schreiners Peter Platten von St.Fiden, Gründungsmitglied der KPS (Kommunistische Partei der Schweiz).
Ergänzung
Jahr
1883
September
Bekanntmachung: Zum Zwecke der neuen
Katastervermessung in der Stadtgemeinde müssen auf öffentlichem und privatem Boden Signale (Stangen, Pfähle, Steine) gesetzt werden. Die Grundbesitzer werden eingeladen, dem Vermessungspersonal den Zutritt zu ihren Grundstücken ..........
Jahr
1883
6. Dezember
Gründung des Linsebühlquartier-Vereins als Nachfolge der Vorstadtgesellschaft.
Jahr
1883 bis 1925
Eine Zweispännige Kutsche verbindet nun St.Gallen mit Engelburg.
Jahr
1883
Der Friedhof St.Georgen wird erstellt.
Jahr
1883
Gründung des Frauenverbandes St.Gallen.
Jahr
1883
Den Protestanten steht an der Vonwilstrasse nun ein eigenes, dass Lachenschulhaus zur Verfügung.
Jahr
1883
Da sich der jüdische Marxist und Kaufmann Bamberger aus Zürich im Stadtanzeiger kritisch über die schweizerische Landesaustellung äussert, kommt es zum sogenannten (Bamberger-Handel).
Ergänzung
Jahr
1883
Die Zentralstation des ersten Telefonnetzes des Kantons St.Gallen, nimmt im Dachgeschoss des Zeughausflügels des Regierungsgebäudes seine Arbeit mit 66 Anschlüssen auf.
Jahr
1883
Gründung des Männerchors Frohsinn.
Jahr
1883
Um den Forderungen der genauen Stadtvermessung gerecht zu werden wird das Vermessungsamt gegründet.
Jahr
1883
Ein Brauchwasserreservoir am Gallusplatz, die Wetti wird zugeschüttet, sie diente der Flutung der Wasserkanäle in den Gassen, als diese nicht mehr gebraucht wurde benützte man sie auch als Rosswetti.
Jahr
1883
Erstmals erscheint auf einem Plan eine Teuchelrose auf Dreilinden, sie musste aber schon wesentlich früher entstanden sein.
Jahr
1883 bis 1894
Zweite amtliche Vermessung der Stadt St.Gallen, die schon bald die Mängel der amtlichen Vermessung von 1863 bemerkbar machen.
Jahr
1884bis 1961
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Regina Ullmann, Dichterin und Erzählerin.
Jahr
1884
Gründung des Vereins der katholischen Lehrerinnen, Sektion Gallus.
Jahr
1884
Die Brauerei Hock eröffnet an der Brauerstrasse 25 seine Pforten.
Jahr
1884
Um seinen Zweck erfüllen zu können wird der Damm des Rütiweihers erhöht.
Jahr
1884
Der Bundesrat erteilt der Stadt St.Gallen die Konzession für ein Pferdetram.
Ergänzung
Jahr
1884
Eröffnung der Städtischen Mobiliar-Leihkasse im Haus Moosbrückestr. 4 (Moosbruggstr).
Jahr
1884
Auf dem Breitfeld werden die ersten Internationalen Pferdesporttage, Vorläufer des CSIO, durchgeführt.
Jahr
1884
An der Schützengasse 1 wird der Hauptsitz der Kantonalbank erstellt.
Jahr
1884
Der Bundesrat erteilt eine Konzession für den Betrieb einer Trambahnstrecke Hauptbahnhof - Neudorf.
Ergänzung
Jahr
1884
Die Hilfsgesellschaft eröffnet an der Goliathgasse 12 die Kaffeehalle wo bedürftigen Suppe, Brot und Kaffee zu günstigen Preisen angeboten werden.
Jahr
1884/85
Das Kongresshaus Schützengarten wird erstellt.
Jahr
1885
15. Juli
Fünf Sammler gründen den Philatelisten-Club St.Gallen.
Jahr
1885
Maestrani installiert im Gebäude der ehemaligen Firma Rieter & Co, das zuvor die Klostermühle beherbergte, eine moderne Schokoladefabrik.
Jahr
1885
Das Löchlebad wird Clublokal des FCSG
Jahr
1885
Das einstige Waisenhaus im Feldli dient jetzt als Schulhaus, «Feldli-Schulhaus».
Jahr
1885
Die evangelische Schulgemeinde erstellt das Schulhaus Krontal.
Jahr
1885
Gründung des Quartiervereins Vonwil.
Jahr
1885
An der Kugelgasse wird ein Arbeiterinnenwohnheim seinem Zweck übergeben.
Jahr
1885
Der Schützengartensaal kann eingeweiht werden.
Jahr
1885
Gründung des Turnvereins Tablat.
Jahr
1885
Gründung der Textilkontrollstelle und der Schweizerischen Versuchsanstalt St.Gallen.
Jahr
1885
Abbruch des Kornhauses beim Bahnhof, es muss dem neuen Postgebäude (später zum Rathaus umfunktioniert) weichen.
Ergänzung
Jahr
1885
Die Stadt sichert sich in der Gemeinde Hundwil verschiedene Quellrechte.
Jahr
1885
Das Evangelische Pfarramt am Kantonsspital wird als Dienst der ev.-ref. Landeskirche an den Kranken gegründet.
Jahr
1885
Gründung der Arbeiterunion der Stadt St.Gallen.
Jahr
1886bis 1951
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Heinrich Otto Henri Kunkler, Konstrukteur, Flugpionier.
Ergänzung
Jahr
1886
Franz Rittmeyer nimmt mit seiner Stickereifabrik auf der Engelwiese in Bruggen den Betrieb auf.
Jahr
1886
Der Verein «Rettungsanstalt St.Gallen» eröffnet im Feldli eine weitere Rettungsanstalt.
Ergänzung
Jahr
1886
Das im Stil der italienischen Renaissance für das Industrie- und Gewerbemuseum, heute Textilmuseum, erbaute «Palazzo Rosso» wird eröffnet.
Jahr
1886/87
Die Stadt erwirbt ein Quellgebiet bei Hundwil und erschliesst die Stadt mit einer Zuleitung.
Jahr
1886
Erstmalige Ausgabe des Verzeichnisses sämtlicher Hausnummern und Hauseigentümer, mit der um etwa 1850 beschlossenen neuen Strassenbezeichnung.
Jahr
1886
Eidgenössisches Sängerfest auf der Kinderfestwiese.
Jahr
1886
Die neue St.Leonhardkirche, südlich des alten Kirchleins von 1566 auf dem ehemaligen Girtanner'schen Landgut erbaut, wird eingeweiht, integriert ist auch der Taufstein des erwähnten Kirchleins.
Jahr
1886
Im Gaswerk wird zur Stromerzeugung eine durch einen Gasmotor betriebene Anlage installiert.
Jahr
1886
Gründung des Arbeiterinnenvereins St.Gallen.
Jahr
1886
An der Südwestecke Schützengasse St.Leonhardsstrasse kann die 1868 gegründete Kantonalbank, ihren Sitz übernehmen.
Jahr
1886
Konsessionsgesuch, eingereicht von den Herren Dr. Weder (Redaktor) und Ingenieur A. Mooser, für eine Bahn von St.Gallen auf den Säntis.
Ergänzung
Jahr
1886
Die Appenzeller Strassenbahn-Gesellschaft berät verschiedene die Stadt betreffende Varianten, für die Strassenbahn St.Gallen - Gais. Eine davon mit Zahnradbetrieb und Ruckhaldenrank kommt bald danach zur Ausführung.
Ergänzung
Jahr
1886
Die Arbeitsanstalt des Bürgerspitals bekommt für seine Arbeitsunwilligen Insassen eine Holzspalterei und eine Waschanstalt.
Jahr
1886
1. Januar
Die Strafanstalt St.Jakob, für etwa 40 Häftlinge gebaut, kann einen Erweiterungsbau für 230 Gefangene in Betrieb nehmen.
Jahr
1886
Das Restaurant Toggenburg in der Gasse gleichen Namens wird abgebrochen und durch einen Neubau mit einem Café namens Metropole ersetzt.
1886bis 1972 Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Johann Linder, Chansonier, Bänkelsänger und Solokabarettist.
Jahr
1887
1. Oktober
Die Kantonspolizei zieht vom Regierungsgebäude in den Klosterhof 12 um. Das Gebäude diente einst unter Fürstabt Beda als
Marstall, wurde später zum Löleinschen Theater umgebaut und diente danach als Wagenremise für das Militär.
Jahr
1887
2. Oktober
Die deutschen Sozialdemokraten tagen im Saal der Brauerei Schönenwegen, ihnen ist es verwehrt, in Deutschland einen Kongress abzuhalten.
Jahr
1887
Die Brauerei Schönenwegen stellt dem Bürgerturnverein einen Saal als Turnhalle zur Verfügung.
Jahr
1887
Gründung des Stadt St.Galler Wirtevereins.
Jahr
1887
Die zunehmende Arbeitslosigkeit erzwingt die Schaffung eines städtischen Arbeitsamtes.
Jahr
1887
Erste Telefonverbindung St.Gallen - Zürich.
Jahr
1887
Verehrer des Dichters Joseph Victor von Scheffel errichten am Westhang der Bernegg einen Gedenkstein.
Ergänzung
Jahr
1887
Das noch nordöstlich von der neuen St.Leonhardskirche stehende Kirchlein von 1470 wird abgebrochen.
Jahr
1887
Auf den Vorsitzenden des Grütlivereins, Eduard Saluz, Wirt im Restaurant Insel an der Goliathgasse, wird ein anarchistisches Attentat ausgeführt, er stirbt an den Folgen.
Jahr
1887
15 Prozent der städtischen Gebäude besitzen einen direkten Wasseranschluss.
Jahr
1887
Im Dienstreglement der Kantonspolizei werden erstmals Detektive erwähnt.
Jahr
1887 bis 1890
Bau einer Wassertransportleitung von den Hundwilerquellen nach St.Gallen.
Jahr
1887
Auf dem Gelände des Kantonsspitals übernimmt die kantonale Entbindungsstation ihre Bestimmung.
Ergänzung
Jahr
1887
31. Oktober
Das auf der Davidsbleiche als städtische Oberschule erbaute St.Leonhardschulhaus kann seiner Bestimmung zugeführt werden.
Jahr
1887
Die Ortsbürgergemeinde St.Gallen erwirbt das Gut Peter und Paul mit Wohnhaus, Wirtschaft samt Inventar, Stall, Wiese, Wald und das alte Kirchli.
Jahr
1887
An Stelle der vormaligen Kornhalle wird das neue Postgebäude am Bahnhofplatz, das von 1915 bis 1977 als Rathaus diente, vollendet.
Jahr
1887
Die politische Gemeinde übernimmt die Gasfabrik. Das Gas wird ausschliesslich für die Strassenbeleuchtung gebraucht.
Jahr
1888
März
Ein Dossier im städtischen Bauarchiv, bestätigt das Projekt einer Dampf-Tramway von Bruggen zur Oberen Waid.
Jahr
1888bis 1961
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Heinrich Rothmund, Chef Eidgenössiche Fremdenpolizei.
Ergänzung
Jahr
1888
Die Zunahme der Telefonapparate bedingt, dass für die Telefonistinnen auch ein Nachtdienst eingerichtet werden muss.
Jahr
1888
Zwischen der Blattenstrasse und der Fellenbergstrasse wird der Blattenweiher aufgehoben.
Jahr
1888
Gründung des Quartiervereins Rosenberg. Erschliessungsaufgaben für Verkehr, Strassenbeleuchtung, Kanalisation und Begrünung waren Anlass der Vereinsgründung.
Jahr
1888
Gründung der Stadtmusik St.Gallen.
Jahr
1888
Die Hilfeinstitution für gestrauchelte oder kurzfristig in Wohnungsnot geratene Menschen, die Herberge zur Heimat, wird auf die Beine gestellt.
Jahr
1888
Das Mädchenheim Wienerberg wird gegründet, es ist ein Heim für gefährdete oder erstgefallene Mädchen.
Jahr
1888
Der Archidekt und gleichzeitige Bauherr Wilhelm Dürler erstellt hinter dem Bahnhof das Klubhaus mit Restaurant. In den zwei Gebäudeflügeln sind je 4 Kegelbahnen untergebracht.
Jahr
1888/89
Auf der Kreuzbleiche wird eine Reithalle mit Stallungen erstellt.
Jahr
1888/89
An der Teufenerstrasse 11, nördöstlichen Ecke Teufenerstrasse, Kruggasse wird das Stickereigebäude der Firma Reichenbach & Co. erstellt.
Jahr
1889bis 1961
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Dr. Martin Otmar Winterhalter, entwickelt ein vom Schweden Gideon Sundback gekauftes Patent mit der Nr. 99924 weiter und erfindet den heute noch üblichen Reissverschluss, er nennt ihn (
RiRi).
Ergänzung
Jahr
1889bis 1970
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Carl Böckli, Schriftsteller, Karikaturist und Redakteur.
Ergänzung
Jahr
1889
1. Oktober
Die Appenzeller Strassenbahngesellschaft eröffnet die Linie St.Gallen - Gais (
Gaiserbähnli SGA).
Jahr
1889
Das nach neuesten Erkenntnissen gebaute Schulhaus St.Fiden kann seiner Bestimmung zugeführt werden.
Jahr
1889
Im Stadthaus wird nebst der engen Wendeltreppe die bis zum Dachboden führt eine neue Haupttreppe erstellt.
Jahr
1889
Das Ausflugsrestaurant Solitüde übernimmt seinen Betrieb, in dieser Zeit wird auch der beliebte Saal angebaut.
Kommentar
Jahr
1889
An der Bogenstrasse wird anstelle der Bierbrauerei Scheitlin die Brauerei, Conzert und Trinkhalle Uhler eröffnet.
Jahr
1889
Am oberen Graben 1, beim Schibenertor, auch Unionplatz genannt, wird das Hotel St.Gallerhof erstellt.
Jahr
1889
Der Verein der Freundinnen junger Mädchen mietet an der Badstrasse eine Wohnung, Ziel ist die Führung und Erziehung gefährdeter und gefallener Mädchen.
Jahr
1889
Auf dem Areal der einstigen Stadtvilla «Schenken- oder Freihof» baut die neu gegründete Schweizerische Unionbank als Rechtsnachfolgerin von Jakob Brunner und Deutsch-Schweizerische Creditbank ihren Sitz, 1897 Übergang in den Schweizerischen Bankverein.
Ergänzung
Jahr
1889
Unter der Führung des Stadtrates bildet sich ein Initiativkomitee für eine Bodensee-Toggenburg-Bahn.
Jahr
1889bis 1946
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Robert Gsell, St.Galler Flugpionier.
Ergänzung
Jahr
1889
Dr. Johann Ulrich Schmidt-Reiser, zuvor Lehrer an der Mädchen-Realschule «Talhof», gründet das Knabeninstitut Schmidt, das spätere Institut auf dem Rosenberg.
Jahr
1890bis 1969
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Paul Scherrer, Physiker, bekannt für Atomwissenschaften und Experimentalphysik. Mitbegründer des CERN bei Genf und vieles mehr.
Ergänzung
Jahr
1890
1. Mai
Die Arbeiterunion führt mit etwa 1200 Personen das erste Mal eine Mai-Feier durch. Sie findet im St.Leonhardquartier statt und endet nach einem Fackelzug im Schützengarten.
Jahr
1890
Die Brauerei Bavaria wird Zweigbetrieb der Vereinigten Schweizer Brauereien, Winterthur.
Jahr
1890
An der Dufourstrasse 77 wird ein Konzerthaus erstellt.
Ergänzung
Jahr
1890
Die Vereinigten Schweizerbahnen erwerben die Geltenwilerbleiche, die ca. 10 Jahre später planiert wird um darauf den Güterbahnhof zu erstellen.
Jahr
1890
Der sich an der Verzweigung Multer-, Neugasse befindende (Neugassbrunnen) ist dem Verkehr im Wege und muss entfernt werden. Als Ersatz wird am Eckhaus, der beiden Gassen (an der Westseite am Haus zur Waage) ein Wandbrunnen installiert.
Jahr
1890
Kantonsschüler gründen den Footballclub Gymnasia, der später in der Umgangssprache zum FC Bühl mutiert, dies weil sie auf dem unteren Brühl, dem heutigen Spelteriniplatz ihrem Sport fröhnten.
Jahr
1890
Gründung des Quartiervereins Bahnhof-Nest.
Jahr
1890
Die Gemeinde Tablat erstellt im Schaugenbädli einen Schützenstand.
Jahr
1890
Die Hülfsgesellschaft kann für ihre Kinderhilfe den Tempelacker erwerben.
Jahr
1890
Konstituierung des St.Galler Feuerbestattungsvereins.
Jahr
1891
Am Multertor wird durch den Architekten Wendelin Heene die Unionbank, heute UBS, eingeweiht.
Jahr
1891
1. Januar
Tablat erlässt ein Reglement wonach die Beleuchtung der öffentlichen Strassen und Plätze Sache der Gemeinde sei.
Jahr
1891
April
Das Waisenhaus zieht von der Rosenbergstrasse an die Dufourstrasse (Girtannersberg) um.
Jahr
1891bis 1968
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Karl Kobelt, Regierungsrat (Baudepartement) des Kantons St.Gallen, Bundesrat EMD.
Ergänzung
Jahr
1891
5. August
Karl Märki Staabskapitän des Heilsarmeekorps St.Gallen eröffnet an der Blumenaustrasse die erste Stadtniederlassung.
Jahr
1891bis 1972
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Paul Grüninger, Polizeihauptmann in St.Gallen.
Ergänzung
Jahr
1891
Das heute noch bestehende und zu den schützenswerten Bauten zählende Bahnhofgebäude St.Fiden wird eingeweiht.
Jahr
1891
Eine Streitschrift in der der St.Galler Historiker Professor Johannes Dierauer die Bedeutung der Schlacht am Hauptlisberg (Rotmonten) glorifiziert, die Schlacht bei Wolfhalden hingegen nicht einmal erwähnt, bringt die Appenzeller in Rage.
Ergänzung
Jahr
1891
Gründung des Quartiervereins Langgass-Heiligkreuz.
Jahr
1891
Die Stickereifabrik von Elisäus Rittmeyer an der Austrasse in Straubenzell muss infolge der Stickereikriese bis zu 300 Beschäftigte entlassen und den Betrieb mit 120 Stickmaschinen schliessen.
Jahr
1891
Die Musikgesellschaft St.Georgen kauft sich die ersten Uniformen und zwar zum Preis von Fr. 27.--. pro Stück.
Jahr
1891
Ostschweizer Musikfest.
Jahr
1891
Im Vonwil wird über die Bahnanlagen eine Brücke, Vonwilbrücke, erstellt.
Ergänzung
Jahr
1891
Der Bahnhof St.Fiden, der anfangs nur als Dienststation gedacht war, dann aber 1876 den Status als Güterbahnhof bekam, kann jetzt auch für den Personenverkehr eingeweiht werden.
Jahr
1892
16. Februar
Ein privates Hirschgehege im Schellenacker muss für das neue Tramdepot aufgehoben werden. Die Gelegenheit nutzend gründet der Jäger- und Wildschutzverein Diana auf Initiative von Forstverwalter Martin Wild den Wildpark Peter und Paul, wo die besagten Hirsche ein neues Zuhause finden.
Jahr
1892
Erstellung der städtischen Telefonzentrale im Postgebäude, dem späteren und inzwischen auch wieder abgerissenen Rathaus, am Bahnhofplatz.
Jahr
1892
Emil Nolde (Nolde (7. 8. 1867 - 13. 4. 1956) ein führender Maler des Expressionismus und grosser Aquarellist tritt im St.Galler Gewerbemuseum bis 1998 eine Stellung als Lehrer für ornamentales Entwurfszeichnen an.
Ergänzung
Jahr
1892
Im Stadtpark wird neben einem idyllischen Weiher eine achteckige Volière erstellt.
Jahr
1892
Aus der Verschmelzung der beiden konfessionellen Schulgemeinden entsteht in Straubenzell die bürgerliche Schulgemeinde.
Jahr
1892
Die Katholiken planen auf dem Büchel, gleich über der St.Leonhardskirche, einen monumentalen Kirchenbau. Das dazu benötigte Grundstück ist bereits in ihrem Besitz. Heftiger Widerstand seitens der Reformierten hält sie davon ab und veranlasst sie, einen Bau auf dem Wetzelgut mit der St.Otmarkirche vorzuziehen.
Jahr
1892
Der Verein der Freundinnen junger Mädchen zügelt ihr Mädchenasyl an die Tannenstrasse. Hier wird die erste Wäscherei und Glätterei eingerichtet, um die jungen Frauen einer als sinnvoll erachteten Beschäftigung zuzuführen.
Jahr
1892
Der Bau des Bürglischulhauses wird vollendet.
Jahr
1892
Der Quartierverein Winkeln wird aus der Taufe gehoben.
Jahr
1892
Der Architekt Wendelin Heene erstellt an der Rosenbergstrasse das Haus Washington.
Jahr
1892
Beschlussfassung: Der Schlachthof- und die Bahnhaltestelle Schellenacker werden elektrisch beleuchtet.
Jahr
1893bis 1920
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Sebastian Albert Oesch, Zeichner und Kunstmaler.
Jahr
1893
Eduard Zimmermann, 1852 in Bazenheid geboren, startet mit seinem Ballon Urania, vom unteren Brühl, später Spelteriniplatz genannt.
Ergänzung
Jahr
1893
Inmitten einer ruhigen Wiesenlandschaft wird östlich von der Bildkapelle das Schulhaus Bild eingeweiht.
Jahr
1893
Der Brunnen an der Ecke Brühl-, Spisergasse wird entfernt.
Jahr
1893
Das Bankhaus Zyli wird zur Kommanditgesellschaft und nennt sich vortan Bank Wegelin & Co.
Ergänzung
Jahr
1893
Die Ortsbürgergemeinde St.Gallen errichtet auf dem Steingrüebliareal die neue Stadtsägerei, die alte Säge stand zuvor dort wo die Lämmlisbrunnenstrasse, in die Rorschacherstrasse einmündet.
Jahr
1893
14. Dezember
Das erste öffentliche Verkehrsmittel der Stadt St.Gallen wird in Betrieb genommen. Die Mühlenenschlucht wird nun mit einer Wassergewichtsseilbahn (
Mühleggbahn) überwunden. Bei Dunkelheit wird sie mit Petroliumlicht und die Stationen mit Gaslicht erhellt.
Ergänzung
Jahr
1893
Im Haus Tannenbäumle an der Linsebühlstrasse wird ein Polizeiwachtlokal untergebracht.
Jahr
1893
Der «Drei-Röhrenbrunnen» im Lämmlisbrunn muss der Steinachüberdeckung weichen.
Ergänzung
Jahr
1893
Die Idee, für die Stadt eine Dampf-Strassenbahn anzuschaffen, wird in Erwägung gezogen.
Jahr
1893/94
Die Überwölbung der Steinach erfordert im Lämmlisbrunnen die Eliminierung der Färbergasse.
Jahr
1894
13. Januar
Ein Offiziersball im alten Museum, für den eigens eine Tanzkapelle von 18 Mann der königlich-würthenbergischen Weingartner Regimentsmusik bestellt worden war erhitzt die Gemüter. Beim spontanen Volksauflauf vor dem alten Museum von ca. 1000 Personen, gehen viele Fenster zu Bruch.
Jahr
1894bis 1937
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Walter Mittelholzer, Flug- und Luftfahrtpionier.
Ergänzung
Jahr
1894
1. Juni
Die städtischen Uhren werde nun nach der mitteleuropäischen Zeit gerichtet. Die bisherige Ortszeit (Bernerzeit) ging um 30 Minuten vor.
Jahr
1894bis 1959
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Werner Näf, Historiker und Gymnasiallehrer an der städtischen Mädchen-Sekundar- und Realschule.
Ergänzung
Jahr
1894
Die Feldschützengesellschaft führt auf dem Grossacker das Eidg. Schützenfest durch.
Jahr
1894
Walter Gsell wird Bürgerratspräsident.
Jahr
1894
Arnold Billwiller, der Eigentümer und Biersieder vom Schützengarten, erstellt im Erlenholz (Wittenbach) ein eigenes Wasserkraftwerk.
Jahr
1894
Der Gemeinderat der Stadt St.Gallen bittet den Kanton, einheitlich die MEZ einzuführen.
Jahr
1894
Im Schulhäusern Bürgli und St-Leonhard wird je ein Telefonapparat installiert.
Jahr
1895
1. Mai
Die Stadt wird nebst dem Quell- nun auch mit Seewasser versorgt. Letzteres wird im
Rietli 372 Meter vom Ufer entfernt aus eine Tiefe von 45m dem Bodensee entnommen. Endlich hat der jahrzehntelange, periodische Wassermangel ein Ende.
Ergänzung
Jahr
1895bis 1946 Δ
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Werner Johannes Guggenheim, Schauspieler und Dramaturg.
Jahr
1895
10. November
Die Bürgerversammlung der Stadt St.Gallen beschliesst den Bau einer Trambahn, vorerst mit zwei Linie, die eine führt von Stocken bis zum Heiligkreuz, die andere vom Bahnhof bis zum Krontal.
Jahr
1895
An der Wassergasse wird der Gallusbrunnen erstellt.
Jahr
1895
Arnold Billwiller von der Bierbrauerei Schützengarten bietet der Stadt aus seinem eigenen Wasserkraftwerk 60 Pferdestärken an elektrischer Energie zur Pacht an.
Jahr
1895
Die christkatholische Gemeinde erwirbt das Konzerthaus an der Dufourstrasse 77 aus der Konkursmasse und baut es zur Christuskirche um. Bis zu diesem Datum durften sie in der St.Mangenkirche 18 Jahre lang ihre Messen durchführen.
Jahr
1895
Das steigende, von Medizinern geförderte, Hygienebewusstsein führt dazu, dass die Soldaten in der Stadtkaserne nun regelmässig Duschen müssen.
Jahr
1895 bis 1897
In den Schulhäusern Talhof und Blumenau werde alle Schulzimmer mit Gaslampen ausgerüstet.
Jahr
1895 bis 1897
Auf dem einstigen Friedhof im Linsebühl wird die neue Linsebühlkirche mit der ersten elektrischen Beleuchtung im Quartier erbaut.
Jahr
1896bis 1962
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Thomas Holenstein, Kantons-, National- und Bundesrat.
Jahr
1896
14. Juli
Der Quartierverein Krontal-Neudorf wird aus der Taufe gehoben.
Jahr
1896
Im Chrützweiher auf Dreilinden wird eine Frauen und Mädchenbadeanstalt erstellt. Über dem Eingang trohnt in einem Dachreiter die Rettungsglocke.
Jahr
1896
Die Singgesellschaft zum Antlitz und der Gemischte Chor Frohsinn schliessen zum Stadtsängerverein St.Gallen zusammen.
Jahr
1896
Der Schlachthof Schellenacker an der Notkerstrasse, er verfügt über einen eigenen Geleiseanschluss zum Bahnhof St.Fiden, übernimmt den Betrieb.
Jahr
1896
Die Ersparniskasse nennt sich neu Ersparnisanstalt der Stadt St.Gallen.
Jahr
1896
Durch die Ortsbürgergemeinde wird nach Plänen von Archidekt Hermann Gsell im östlichen Teil des Spitalgartens das Blarerhaus erstellt, es dient als Armen- und Arbeitsanstalt.
Jahr
1896
Nach langem streiten seitens der Befürworter in Eggersriet und Grub (AR) wird die Postkutschenlinie St.Gallen - Heiden endlich wieder eröffnet.
Jahr
1896
Die Städtische Mobiliar-Leihkasse bezieht ihr neues Domizil in der Liegenschaft «zur Hexenburg» Hinterlauben 12.
Jahr
1896
Die Friedhöfe St.Mangen, St.Leonhard und Linsebühl werden aufgehoben.
Ergänzung
Jahr
1896
Zur Erinnerung an die Einweihung der Seewasserversorgung von 1895 wird auf der Linden, anstelle einer grossen Linde vom Toggenburger Bildhauer August Bösch ein monumentaler Brunnen errichtet (Broderbrunnen genannt).
Ergänzung
Jahr
1896
Die Unionsbank in der einstigen Sickereibörse beim heutigen Vadiandenkmal vereinigt sich mit dem Basler- und Zürcher Bankverein zum Bankverein.
Jahr
1897bis 1974
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Karl Meier, Schauspieler im Cabaret Cornichon.
Jahr
1897
20. Mai
Erste kinematographische Vorführung. Veranstaltungsort ist das katholische Gesellenhaus, heute Hotel Ekkehard an der Rorschacher Strasse.
Jahr
1897
3. bis 5. Juli
11. Eidgenössisches Musikfest.
Jahr
1897
20. September
Kinematographische Vorführungen im Hotel Schiff in der Multergasse.
Jahr
1897
9. Oktober
Ein Münzfälscher bringt in der Stadt durch den Kauf von Kleinwaren, wie Krawatten usw. gefälschte 20-Franken-Münzen in Umlauf.
Ergänzung
Jahr
1897
15. Oktober
Ein Filmzelt ist die Attraktion des diesjährigen Jahrmarktes auf dem Brühl.
Jahr
1897
20. Mai
Die ersten zwei Linien der St.Galler Trambahn werden eröffnet. Es sind dies, Stocken - Heiligkreuz (6775m) und Bahnhof - Krontal (2517m). Beschäftigt sind 35 Wagenführer und 41 Billeteure, 32 sind auf andere Sparten verteilt. Die geltende Höchstgeschwindigkeit für Tramwagen ist, 12 Kmh im Zentrum und 18 Kmh ausserhalb der Stadt.
Jahr
1897
Oktober
Der vom Bildhauer August Bösch entworfene Bacchusbrunnen beim Toggenburggässli an der Multergasse wird errichtet.
Jahr
1897
Oktober
Bei der Martinsbrücke wird eine Wasserfassung mit einem vollständigen Stau der Goldach erstellt. Ein mehrere Kilomter langer Stollen führt das Wasser zur EW-Station der Stadt St.Gallen in der Lochmühle.
Jahr
1897
Abbruch des alten Linsebühlkirchleins, es stand auf der Flurhofstrassen-Seite neben der zwei Jahre zuvor erstellen neuen Linsebühlkirche. Das Inventar kommt nach Bütschwil.
Ergänzung
Jahr
1897
Eröffnung des Waisenhauses im Sömmerli, es ersetzt die Zweiganstalt auf Dreilinden. Geführt und finanziert wird das Waisenhaus St.Gallen mit allen Filialen durch die Ortsbürgergemeinde.
Jahr
1897
Caspar Friedrich Hausmann gründet in Zusammenarbeit mit Wilhelm Conrad Röntgen (deutscher Physiker) an der Marktgasse 11 eines der ersten Röntgeninstitute der Schweiz.
Jahr
1897bis 1974
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Hans Hausamann, er betreibt 1935 bis 1946 das Büro Ha, einen autonomen von ihm errichteten militärischen Nachrichtendienst gegen die Nazis.
Ergänzung
Jahr
1898
25. Mai
Der Grosse Rat des Kantons St.Gallen beschliesst, in der Stadt St.Gallen eine «Verkehrsschule für Handel, Verkehr und Verwaltung» zu schaffen.
Ergänzung
Jahr
1898
November
Gründung des St.Galler Fotoclubs
Ergänzung
Jahr
1898
30. Juli
Ausserordentliche Bürgerversammlung in der Reitschule auf der Kreuzbleiche. Tagesordnung war der Kauf des nördlichen Teils der Widackerbesitzung von der Gemeinde
Tablat.
Jahr
1898
Mit der Fusion des FC Viktor mit dem FC Phönix und des FC St.Gallen entsteht der Fussballclub «Vereinigter FC St.Gallen».
Jahr
1898
Gründung Samariterverein St.Gallen Centrum.
Jahr
1898
Auf einem Plan der Bleicherei Schönenwegen sind vier Burgweiher aufgeführt, es sind dies der Obere und der Untere Burgweiher, sowie der alte Weiher und noch ein kleines Weiherlein.
Jahr
1898
Gründung des Quartiervereins Rotmonten, Gründungshintergrund war ursprünglich die Lösung des Strassenbeleuchtungsproblems.
Jahr
1898
Gründung der Neuapostolischen Kirche St.Gallen.
Jahr
1898
Hinter dem Stadttheater, heute Mac Donald's wird ein Brunnen erstellt, Theaterbrunnen genannt.
Jahr
1898
Aus einem Gesangsverein heraus wird der Quartierverein Oberstrasse ins Leben gerufen.
Jahr
1898
Im ehemaligen Gebiet des Gübsermösli, dem ehamligen Besitz der in die USA ausgewanderten Familie Stähli, wird für die Elektrizitätswerk Kubel AG der erste Stausee mit Gewichtsstaumauer der Scheiz (Gübsensee) fertig gestellt.
Ergänzung
Jahr
1898 bis 1902
Die Besitzer des Schützengartens, die Familie Billwiler, benützt für den Transport der Biere ein Dampfmobil.
Jahr
1899bis 1979
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Charles Hug, Maler, Zeichner und Buchillustrator.
Jahr
1899
Der Architekt und Kantonsbaumeister, Adolf Ehrenzeller, erbaut das Zeughaus an der Burgstrasse.
Jahr
1899
Die St.Galler Stadtwerke errichten das Kleinwasserkraftwerk Lochmühle in Untereggen.
Jahr
1899
Julius Brann eröffnet in der Stadt das Warenhaus Brann AG.
Ergänzung
Jahr
1899
Gründung der Höheren Schule für Handel, Verkehr und Verwaltung, die Vorläuferin der heutigen UNI St.Gallen.
Jahr
1899
Die 1771 nach dem Abbruch der Kapelle Peter und Paul in die Wallfahrtskirche Hl. Kreuz übernommenen Glocken werden durch neue ersetzt.
Jahr
1899
Gründung der katholischen Arbeiterbewegung (KAB)
Jahr
1899
Die Hochschule erfüllt ihre Lehrtätigkeit im Westflügel des Kantonsschulgebäudes.
Jahr
1899
Der bis dahin bestandene Niveau-Übergang bei der St.Leonhardskirche muss einem Brückenbau (St.Leonhard-Brücke) weichen.
Jahr
1899
Die Polizeimänner werden vom obligatorischen Militärdienst entbunden.
Jahr
1899
Im Goldachtobel nimmt das städtische Elektrizitätswerk seinen Betrieb auf.
Jahr
1899
Gründung des Tennisclub St.Gallen (TCSG)
Jahr
1899
An der stadtseitigen Ecke von Büschen- und Lämmlisbrunenstrasse wird vom Arbeiterbildungsverein das Volkhaus erstellt.
Jahr
1900
28. Juni
Der Gemeinderat von Straubenzell richtet eine offizielle Eingabe zuhanden des Gemeinderates der Stadt, in der er darum bittet, die Verschmelzungsfrage einer eingehenden Prüfung zu unterziehen.
Jahr
1900
20. Juli
Tablat bittet um Prüfung der Verschmelzung mit der Stadt.
Jahr
1900bis 1994
Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Edmund Richner, Journalist, Redakteur und Politiker.
Ergänzung
Jahr
1900
19. Oktober
Inbetriebsetzung des Kraftwerkes Kubel, am Zusammenfluss von Sitter und Urnäsch.
Ergänzung
Jahr
1900
8. November
Obwohl in der Verschmelzungsfrage in der Stadt die Parole «Eile mit Weile» kursiert, wird unter Vorsitz von Gemeindeammann J. Müller halbherzig eine Verschmelzungskommission ins Leben gerufen.
Jahr
1900
Laut eines Berichtes zum Textilgewerbe in St.Gallen-Tablat stellt das Kaufmännischen Direktorium folgende Zahlen fest: Tablat verfügt über 2 Spinnereien mit 19368 Spindeln und 127 Angestellten, 3 Zwirnereien mit 4156 Spindeln und 89 Angestellten, 2 Färbereien mit 44 Angestellten, 4 Bleichereien, Appreturen etc. mit 160 Angestellten.
Jahr
1900
Hinter der Stadt Genf hat die Stadt St.Gallen die zweitgrösste Bevölkerungsdichte der Schweiz.
Jahr
1900
Die Stadt zählt inkl. der später eingemeindeten Gebiete 53'796 Einwohner.
Jahr
1900
Im St.Katharinenklösterchen wird eine Orgel mit pneumatischer Traktur in das alte Louis XVI-Orgelgehäuse von 1806 eingebaut.
Jahr
1900
Das Franziskanerinnenkloster St.Leonhard wird abgebrochen und der dazugehörende Friedhof wird aufgelöst.
Jahr
1900
Der Orden der «Barmherzige Brüder von Maria-Hilf» nimmt im Krontal einen ambulanten Krankendienst in Betrieb, er ist Vorläufer des Pflege- und Betagtenheims, Josefhaus.
Jahr
1900
Der Tablater Gemeindeammann Hermann Bernet hält im Restaurant Taube an der Langgasse einen Vortrag, worin er die Notwendigkeit einer Stadtvereinigung erleutert.
Ergänzung
Jahr
1900
An der Geltenwilenstrasse 2 (nahe der späteren Leonhardbrücke) übernimmt die im florentinischen Landhausstil erbaute Unterstation seine Aufgabe.
Jahr
1900
Bierbrauer J. Uhler stellt seinen Brauereibetrieb ein.
Jahr
1900
Das Tagblattgebäude an der Kornhausstrasse wird erstellt.
Jahr
1900
Das lange Badehaus auf der Südseite beim Gemeinschaftsbad (früher Mannenweiher) wird erstellt.
Jahr
1900
Um die grasierende Führerflucht etwas einzudämmen wird das lösen einer Fahrradnummer nun zur Pflicht.
Jahr
1900
Eine grosse Anzahl Juden flüchten vor der zaristischen Verfolgung aus der heutigen Ukraine nach St.Gallen.
Jahr
1900 bis 1910
St.Gallen verzeichnet mit 12'874 Personen schweizweit den höchsten Zuwachs an italienischen Arbeitsmigranten.
Jahr
1900
Jüdische Ostflüchtlinge finden im Büschen (Büschenquartier) Unterkunft.
Ergänzung
Jahr
1900
Um die Bierfässer mit Pferdegespann zu den Kunden führen zu können stehen bis zu 40 Pferde im Dienste der Brauerei Schützengarten.
Jahr
1900 bis 1908
Der grosse Rivale des FC St.Gallen, der FC Blue Star, hat auf der Weiherweid ein eigenes Fussballfeld.