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701 — 800
710 Soldaten des fränkischen Hausmeiers Pippin des Mittleren fallen im Forestum Arbonense ein. Menschen die in die Kirche bei der Galluszelle flüchteten werden als Sklaven verschleppt.
719 Gründung des Klosters St. Gallen, Gründer ist Abt Otmar, der das Kloster bis 759 leitet.
719 Unter Abt Audomar wird nordwestlich vom Kloster in etwa dort wo seit 1574 das blaue Haus an der Gallusstrasse steht, dass St. Otmar-Spital eingerichtet, dass als ältestes Leprosenspital im Gebiet der heutigen Schweiz gilt.
720 Die strenge irisch kolumbanischen-Regel beeinflusst die Bildung einer Mönchsgemeinschaft.
720 Im Zusammenhang mit einer Schenkung an das Kloster, wird Ahornineswanc zum erstenmal urkundlich erwähnt.
728 In einer Urkunde wird St. Gallen als Monasterium genannt.
739 Ein Alamanischer Adliger namens Ruodpert vermacht dem Kloster St. Gallen seinen Besitz in Männedorf.
737 Gaulichsbüren wird dem Kloster geschenkt.
740 bis 814 Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Waldo von Reichenau, 782 bis 784 Abt von St. Gallen, danach vom Kloster Reichenau. 791 durch Karl den Grossen zum Bischof von Pavia und Basel erhoben. 805 Reichsabt und Hausbischof der Abtei Saint-Denis in Paris.
744 Das Kloster St. Gallen erhält als Schenkung den „Ort der 100 Wiesen” Centoprato.
744 Schmerikon kommt in den Besitz des Klosters St. Gallen.
744 Der Alemanne Uzzo schenkt seine Siedlung Uznach dem Kloster St. Gallen.
744 Beate Landolt, aus führender alemannischer Familie stammend, verkauft dem Kloster St. Gallen ihre Besitzungen auf der Insel Lützelau um nach Rom reisen zu können, auf der Reise ereilt sie der Tod.
745 Landbert, der Sohn der verstorbenen Beate Landolt, s.744, schenkt grosse Teile von Uznach dem Kloster St. Gallen, in das er als Mönch eintritt.
745 Nach dem fehlgeschlagenen Aufstand des letzten alemannischen Herzogs Theutbald gegen die karolingischen Hausmeier kommt es zur Besitztrennung des Gebietes. Ein grosser Teil der Hegausiedlungen, Hausen, Mühlhausen-Wieden und Schlatt, werden dem Kloster St. Gallen geschenkt.
747 Das Kloster wechselt unter Abt Audomar auf Anweisung des fränkischen Hausmeiers und späteren Königs Pippin von der strengen irisch kolumbanischen-Regel zur benediktinischen Regel.
747 Ein Missionstrupp aus St. Gallen nimmt seine Arbeit in Kempten auf.
747 Nachgewiesen sind erste Niederlassungen um das Kloster.
748 König Pippin bestimmt, dass 21 freie Leute im Breisgau ihre jährliche Steuer dem Kloster St. Gallen zu leisten haben, die königliche Kammer werde darauf verzichten.
750 Der fränkische Hausmeier, Pippin III. schenkt dem Kloster zinspflichtige Leute aus dem Thur- und aus dem Preisgau.
751 Der Wenkenhof bei Riehen wird als Dinghof im Besitz des Klosters St. Gallen erwähnt.
752 10. Mai
Der Hof
Hahahusir bei Bermatingen (De) wird dem Kloster St. Gallen geschenkt.
752 St. Galler Mönche bauen das Kloster in Kempten, es ist das erste im Allgäu.
752 Oberteuringen (De) wird urkundlich dem Kloster St. Gallen geschenkt.
754 6. August
Im Stiftsarchiv St. Gallen befindet sich eine zu diesem Datum in
Aninauva erstellte Urkunde in der zum erstenmal schriftlich Bier erwähnt wird.
754 Der Alemanne Rothpald von Aninauva schenkt, Abt Omar, Güter in Rickenbach, Wila und Züberwangen. Auszug aus der sogenannten Henauer-Urkunde: Im heiligen Herrn Christus, dem ehrwürdigen Manne, Vater Othmar, Abt im Thurgau, des heiligen Klosters St. Gallen. Ich, Rothpald, - wir schenken an Euer Kloster zum Lohn für meine Seele meine Vermögensstücklein: Ihr sollt sie nach meinem Hinschied erhalten.
757 Priester Lazarus schenkt dem Kloster St. Gallen seinen Weiler Deozincova.
758 Liutger schenkt dem Kloster St. Gallen seine Güter in Welschlingen und Beckhofen (De), dies mit der Bedingung das ihm das Kloster diese Güter auf Lebzeit verleiht.
759 18. August
Abt Johannes und die Brüder der Kirche St. Gallen verleihen die ihnen von Rodsinda übergebenen Güter in Nordstetten (De), gegen eine genannte jährliche
Gülte, an ebendieselbe auf ihre Lebenszeit.
759 Abt Audomar erleidet auf der Klosterinsel Werd einen einsamen Tod.
759 Die relative Unabhängigkeit des Klosters war den fränkischen Grafen Warin und Ruthard ein Dorn im Auge. Dazu kamen Herrschaftsansprüche des Bischofs Sidonius von Konstanz, der nach Reichenau auch das Kloster St. Gallen inkorporieren wollte. Abt Audomar wurde unter üblen falschen Anklagen als Sittlichkeitsverbrecher verurteilt, auf der Königspfalz Bodman am Überlingersee gefangen gehalten und bald darauf auf die Klosterinsel Werd verbannt.
759 Das Kloster besitzt in Heidinhova bei Donaueschingen etliche Güter.
759 bis 854 Das Kloster St. Gallen ist in dieser Zeit der Konstanzer Bischofskirche einverleibt.
759/60 Abt Johannes, zuvor Mönch des Klosters Reichenau, Abt bis 782
760 Im Kloster St. Gallen werden Bibeln und Kommentare auf Schafspergament hergestellt.
761 bis 775 Winithar der erste bekannte Schreiber vom Kloster St. Gallen ist bezeugt.
761 Isanhart schenkt seine Besitztümer in Stammheim, Basadingen und Etzwilen mit Leuten, Vieh und Gebäuden dem Kloster St. Gallen.
763 Eine Urkunde des Klosters St. Gallen erwähnt erstmals die Brache.
765 22. Dezember
Diotfried aus Stammheim schenkt dem Kloster, sein Seelenheil oder den ewigen Lohn bedenkend, Teile seiner Güter.
765 Aus Kirchzarten (De) wird dem Kloster St. Gallen ein Dinghof geschenkt.
766 Höfe, (Huben) und Waldungen in der Legauergegend kommen durch Kauf an das Kloster St. Gallen.
766 Bekundet ist eine Bierlieferung von Geisingen an der Donau an das Kloster St. Gallen.
768 Amalpert übergibt all sein Eigentum, mitsamt seinem Haus in Digisheim (De) zusammen mit verschiedenen Hörigen mit ihren Huben, sowie seine Rechte in Hartheim und Altheim dem Kloster St. Gallen.
769 Die Klosterfrau Cotanivia vom Nonnenkloster zu Lauterbach (De) überschreibt ihren Besitz und ihre Leibeigenen dem Kloster St. Gallen.
769 Nachdem Mönche kurz vor ihrem Tode ein Komplott gegen Abt Audomar und die damit zusammenhängende Verleumdung gebeichtet hatten, wurden die sterblichen Überreste des auf der Klosterinsel Werd in der Verbannung verstorbenen, durch 11 Mönche via Seeweg nach Villa Steinaha und von dort nach St. Gallen in die Abteikirche überführt.
770 Im Kloster sind archivarische Tätigkeiten nachgewiesen.
770 Iburinga (De) wird von Graf Roland mittels Schenkungsurkunde dem Kloster St. Gallen übertragen.
771 12. April
Ein gewisser Chunibert und seine Gattin Otswinda übergeben ihren Besitz in
Chuniperteswilari um des Seelenheils willen dem Kloster St. Gallen.
775 Alemanne Cundhoh und seine Frau Boazilane schenken dem Kloster das Dorf Esghibach in der Linthebene.
778 20. Januar
Um das Seelenheil zweier verstorbener Geschwister zu sichern, schenken zwei Adelige, Lantbert und Hiuto, dem Kloster St. Gallen aus ihren Besitzungen in Biberach, Ochsenhausen und Laupheim (De) einige
Hörige.
779 Svarzinbah geht als Schenkung an das Kloster St. Gallen.
779 Der Ort qui dizitur Rumanishorn wird samt Kirche, weiteren Besitztümern, den Leibeigenen und zwei Mägden dem Kloster St. Gallen geschenkt.
780 bis 838/39 Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Wolfleoz von Konstanz, 811 bis 838/39 Bischof von Konstanz und von 812 bis 816 Abt des Klosters St. Gallen.
782 Abt Ratbert, war dann 786 bis 806 Abt vom Kloster Reichenau, dass er zu einem wichtigen Zentrum im Karolingischen Reich machte.
782 Ein dem Hochadel angehöriger Wolfhart schenkt dem Kloster seinen Besitz in Britihaim, heute ein Stadtteil von Rosenfeld (De).
782 Dhanco und seine Gattin Svabin schenken dem Kloster in Villa Steinaha 7 Juchart Land.
782 Das Kloster St. Gallen ist Besitzer der Kirchenfestung wazzarburuc am Bodensee (De).
782 Abt Waldo, Abt bis 784.
784 Abt Werdo, Abt bis 812.
785 Für die Geistesbildung von Klerus und Volk wird in St. Gallen unter der Herrschaft von Karl I. eine Klosterschule ins Leben gerufen.
786 27. Februar
Ein gewisser Ercanbert schenkt seinen Anteil an der Kirche von
Willa dem Kloster St. Gallen.
786 Eine Isanbirg aus Nordhovun, schenkt dem Kloster drei Jauchert Acker.
786 Graf Gerold der Jüngere schenkt dem Kloster St. Gallen, die Kirche ausgenommen, seinen gesamten Besitz in Tunningas (De).
786 Deilingen, Siedlung im süddeutschen Raum, wird dem Kloster St. Gallen übereignet.
787 Diakon Ato Ehinger vermacht dem Kloster St. Gallen seine Güter in Ehingen (De).
787 Der Hof Sitterdorf ist nun Eigentum des Klosters St. Gallen.
789 In den Urkunden wird Tanninchova als zur Abtei St. Gallen gehörender Ort aufgeführt.
790 Von etwa zwanzig verschiedenen Schreibern wird das älteste deutschsprachige Buch, der sogenannte Abrogans, geschaffen.
Ergänzung
793 Besitznahme Endingens (De) durch das Kloster St. Gallen.
795 Urkunden bezeugen in Langatun einen beträchtlichen klösterlichen Grundbesitz.
797 Ein Warin übereignet seine Güter in Gunningen (De) dem Kloster St. Gallen.
798 Das Kloster St. Gallen bestimmt für die Pfarrkirche Wasserburg (Bodensee) einen Pfarrer.
799 Ein Lütprant verschenkt dem Kloster St. Gallen seine Güter in Amalgeriswilare.
800 bis 872 Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Grimald von Weissenburg, 825 bis 839 und 847 bis 872 Abt des Klosters Weissenburg. 841 bis 872 Abt des Klosters St. Gallen. 848 bis 870 Erzkaplan von Kaiser Ludwig II der Deutsche. 833 bis 837 und 854 bis 870 Kanzler.
800 Unnid überträgt dem Kloster St. Gallen einen Hörigen von Bonndorf mitsamt seiner Hufe.